Im Bayerischen Wald sorgte kürzlich eine Elchsichtung für Aufsehen. Der Elch, der auf den Namen Emil getauft wurde, wurde in der Gemeinde Haidmühle, genauer gesagt in Bischofsreut, gesichtet. Diese prägnante Beobachtung fand am Mittwochabend zwischen 21:30 Uhr und 22:00 Uhr statt. Die 24-jährige Carmen Nachbar erlebte dieses ungewöhnliche Ereignis von ihrem Zuhause aus. Zunächst wurde sie durch das laute Hupen eines vorbeifahrenden Autos auf den Vogel aufmerksam, das ihr den Weg des majestätischen Tieres zeigte.
Nachdem sie ihren Blick auf die Hauptstraße richtete, erkannte sie den Elch, der seelenruhig die Straße überquerte. Zuerst war Carmen unsicher, ob es sich tatsächlich um einen Elch handelte, doch ein genauerer Blick bestätigte ihre Vermutung. Emil schritt gelassen in Richtung einer Nebenstraße weiter, unbeeindruckt von dem starken Regen, der zu diesem Zeitpunkt fiel. Bedauerlicherweise hatte Carmen ihr Handy nicht zur Hand, um einen Schnappschuss zu machen. Als sie es endlich griffbereit hatte, war Emil schon weitergezogen.
Ein seltenes Naturereignis
Elche (Alces alces) sind die größte heute vorkommende Hirschart. In Bayern waren sie über lange Zeit hinweg nahezu ausgestorben, jedoch häufen sich in den letzten Jahren die Sichtungen in dieser Region. Insbesondere im Bayerischen Wald gab es immer wieder vereinzelte Beobachtungen. So wurde im Jahr 2007 ein spezieller Elchplan erarbeitet, um die Meldungen von Elchen zentral zu sammeln. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ist dabei für die zentrale Erfassung der Sichtungen zuständig.
Die LWF führt eine Datenbank, in der die nachgewiesenen Elchsichtungen dokumentiert werden. Diese Database ermöglicht es den Fachleuten, die Ergebnisse eines kontinuierlichen Monitorings zusammenzuführen und wissenschaftliche Analysen zu erstellen. Der Elchplan sieht vor, dass alle verifizierten Meldungen der unteren Jagdbehörden an die LWF weitergeleitet werden. So wird die Population und die Verbreitung des Elches in Bayern besser nachvollziehbar und geschützt.
Carmen machte sich nach der Sichtung umgehend Gedanken darüber, wie schön und bedeutend es ist, solch ein Tier in freier Wildbahn zu beobachten. Aufgeregt rief sie ihren Cousin an, um ihm von ihrem Erlebnis zu berichten. Dies zeigt, wie wichtig solche momente sind, um die Verbindung zur Natur zu stärken und das Bewusstsein für die heimische Tierwelt zu schärfen.
Ein Blick auf die häufigsten Sichtungen von Elchen in Bayern zeigt, dass Emil sicherlich nicht der einzige dieser Art ist, der in den letzten Jahren gesichtet wurde. Dank des Elchplans der LWF und dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist es möglich, die Rückkehr dieser beeindruckenden Tiere in unsere Wälder zu dokumentieren und zu feiern. Weitere Informationen zu den Erfassungen und zur Naturbewahrung sind auf den Seiten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft verfügbar. Weitere Einzelheiten zu Emil und seinen Artgenossen findet man im Bericht von pnp.de und zur Erfassung der Daten auf der LWF-Seite lwf.bayern.de.