Im Kreis Böblingen stehen die ersten Highlights der diesjährigen Faschingssaison bevor. Die Gesellschaft Blau-Weiß-Sindelfingen lädt am Samstag, den 29. Januar 2026, zu ihrem „Kinderfasching mit Spiel und Tanz“ ins Machinger Bürgerhaus ein. Die Veranstaltung startet um 12 Uhr und verspricht Unterhaltung für die ganze Familie. Parallel findet im Turnerheim in Weil im Schönbuch ein weiterer Kinderfasching mit Beginn um 13.30 Uhr statt. Abgerundet wird das Samstagsprogramm durch einen Gardeball in Weil im Schönbuch, der um 19 Uhr beginnt.

Ebenfalls am Samstag organisiert der Leonberger Karnevalverein Gesellschaft Engelberg eine Kinderveranstaltung in der Steinturnhalle in Leonberg, die um 14 Uhr beginnt. Um 18.31 Uhr startet eine Prunksitzung der Renninger Narren in der Stegwiesenhalle. Die Fasnacht in der Region erfreut sich großer Beliebtheit und lädt alle Narren ein, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, die bis Aschermittwoch noch zweieinhalb Wochen andauern.

Faschingstraditionen und Umzüge

Der Sonntag hält ein ganz besonderes Ereignis bereit: Ein großer Karnevals- und Faschingsumzug in Ehningen, der mit rund 3700 Teilnehmern für eine bunte und fröhliche Atmosphäre sorgt. Der Umzug startet um 13.31 Uhr in der Siegfriedstraße und führt über die Königstraße in Richtung Rathaus. Bereits ab 11 Uhr können sich die Besucher in der Turn- und Festhalle sowie an verschiedenen Ständen auf dem Rathausplatz und Marktplatz verpflegen. Eine interaktive Karte mit allen Faschingsterminen ist auf www.szbz.de verfügbar.

Fastnacht gilt in Baden-Württemberg als „fünfte Jahreszeit“ und ist geprägt von schräger Musik, farbenfrohen Umzügen und fröhlichen Hästrägern. Traditionelle Fastnachtsumzüge sowie kuriose Bräuche sind in der Region weit verbreitet. Der Brauch des „Häsabstaubens“ am Dreikönigstag läutet die Vorbereitungen für die bevorstehenden Feierlichkeiten ein, die ihren Höhepunkt in der Woche vor Aschermittwoch erreichen. Der Aschermittwoch markiert den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit, die für viele Menschen eine Zeit der Besinnung darstellt.

Entwicklung und Bedeutung der Fastnacht

Die Wurzeln der Fastnacht reichen bis in die Antike zurück und wecken mit festlichen Bräuchen und Umzügen Erinnerungen an jahrhundertealte Traditionen. Die älteste literarische Erwähnung der „Fasnaht“ stammt aus dem Jahr 1206. Der Begriff „Karneval“, der insbesondere im Rheinland entstand, fand im 17. Jahrhundert Verwendung und leitet sich häufig von „carne levare“ ab, was „Fleisch wegnehmen“ bedeutet. Die Verbindung zur Fastenzeit ist evident, da die Fastnacht traditionsgemäß vor Beginn der Fastenzeit gefeiert wird, wobei sie einer Reihe von Vortraditionen zum Opfer fiel, die den Übergang in eine neue Jahreszeit symbolisieren.

Gerade an Narrenfesten und insbesondere an Tagen wie dem „Schmutzigen Donnerstag“ übernehmen die Narren das Regiment, um mit ausgelassenen Feiern den Winter zu vertreiben. Spaß, Freude und Kreativität stehen im Mittelpunkt, und die Menschen verkleiden sich in bunten, fantasievollen Kostümen. Für viele ist dies eine willkommene Gelegenheit, dem Alltagsstress zu entfliehen und in eine Welt voller Farben und fröhlicher Klänge einzutauchen.