Am 29. Januar 2026 feierte Benitta Quattlender, die ehemalige Kapitänin des Zweitligisten TG Nürtingen, ihr Comeback beim Oberligisten TSV Köngen. Nach einer freiwilligen Pause von mehr als sieben Monaten stand sie wieder auf dem Handballfeld. Im ersten Spiel gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen erzielte Quattlender beachtliche drei Tore, doch das Spiel endete mit einem Unentschieden von 24:24. Leider war das Comeback jedoch nach nur einem Spiel bereits beendet, als das Knie von Quattlender wieder Probleme bereitete. Diese Neuigkeit sorgte in der Handballgemeinschaft für Aufsehen und betont die Herausforderungen, mit denen Sportlerinnen konfrontiert sind, insbesondere bei Verletzungen. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in einem Artikel der Nürtinger Zeitung.

Die Situation beim TSV Köngen ist ohnehin angespannt, da der Verein für die Saison 2025/2026 bescheidenere Ziele anstrebt. Trainerin Marion Radonic hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Klassenverbleib schnellstmöglich zu sichern. Der Umbruch im Team wird als große Herausforderung angesehen, insbesondere da die Spielmacherin Miriam Keppeler pausiert. In dieser schwierigen Phase sollen Sarah Lieb und Neuzugang Jule Zeller die Lücke von Keppeler schließen, doch Radonic ist sich bewusst, dass dies nicht von heute auf morgen gelingen wird. Der Verein verfügt über drei Torhüterinnen und vier Linkshänderinnen im Kader, was die strategischen Optionen etwas erweitert. Weitere Details zu den Zielen des Vereins können in einem Artikel der Esslinger Zeitung nachgelesen werden.

Verletzungsprävention im Profisport

Benitta Quattlenders Verletzung wirft ein Licht auf ein wichtiges Thema im Profisport: die Prävention von Verletzungen. Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) hat in den letzten neun Saisons das Verletzungsgeschehen in den vier großen Ballsportarten in Deutschland analysiert. Rund 60.000 Verletzungen wurden systematisch epidemiologisch ausgewertet, und es zeigt sich ein tendenzieller Rückgang von Verletzungen im Profisport. Dies ist ein positives Zeichen und könnte auf die ersten Erfolge gezielter präventiver Maßnahmen hinweisen.

Der VBG-Sportreport, einer der weltweit umfangreichsten Verletzungsberichte aus dem Profisport, untersucht nicht nur die Häufigkeit von Verletzungen, sondern auch die betroffenen Körperregionen und die Entstehungsmechanismen. Im Handball sind die häufigsten Verletzungen am Sprunggelenk (16%), gefolgt von Knie, Hand und Oberschenkel. Die VBG hat es sich zur Aufgabe gemacht, maßgeschneiderte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, um die Gesundheit der Profisportler langfristig zu schützen. Der nächste Sportreport wird im August 2025 veröffentlicht und könnte wertvolle Einblicke in die Entwicklung der Verletzungszahlen geben. Weitere Informationen hierzu sind in einem Artikel auf dem VBG-Forum zu finden.