Heute ist der 13.02.2026, und die Sportwelt in Köngen ist erneut von einer verletzungsbedingten Hiobsbotschaft betroffen. Benitta Quattlender, die Kapitänin der Nürtinger Zweitligahandballerinnen, hat sich erneut am rechten Knie verletzt. Diese Verletzung ereignete sich in der Schlussphase eines Spiels gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen, als Quattlender mit dem rechten Bein wegknickte. Leider ist dies nicht ihre erste Knieverletzung; bereits 2019 hatte sie eine ähnliche Verletzung erlitten. Details zur Schwere der aktuellen Verletzung oder zur weiteren Behandlung wurden bislang nicht bekannt gegeben. Weitere Informationen zu diesem Vorfall können Sie in dem Artikel des Teckboten nachlesen hier.
Knieverletzungen sind im Sport weit verbreitet und zählen zu den häufigsten Verletzungen, insbesondere in kontaktintensiven Sportarten wie Handball, Basketball oder Fußball. Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes gab es 2023 insgesamt 199.995 Fälle von Knie- und Unterschenkelverletzungen, die einen stationären Krankenhausaufenthalt erforderlich machten. Nach Kopf- und Oberschenkelverletzungen stehen Knieverletzungen auf Platz drei der Ursachen für Krankenhausaufenthalte. In Handball, wo Quattlender aktiv ist, machen Knieverletzungen 13,4% aller Verletzungen aus und verursachen mit 43,1% die meisten Ausfalltage. Das zeigt, wie gravierend solche Verletzungen für Sportlerinnen und Sportler sein können.
Knieverletzungen im Sport
Die Problematik von Knieverletzungen ist nicht nur auf Handball beschränkt. Im Fußball wurden 14,7% der Verletzungen als Knieverletzungen dokumentiert, was 30,9% der Ausfalltage ausmacht. Auch im Eishockey sind Knieverletzungen mit 13,4% die zweithäufigsten Verletzungen. Diese Statistik verdeutlicht, dass das Kniegelenk besonders anfällig ist und eine umfassende Rehabilitation erforderlich macht. Der Return to Activity Algorithmus (RTAA®) ist dabei ein vielversprechendes Instrument, das Patienten stufenweise zurück zu ihrer gewünschten Aktivität führt und qualitative sowie quantitative Tests umfasst, um die besten Erholungsergebnisse zu erzielen.
Eine Pilotstudie zur Prävalenz von verletzten Sportlern in Deutschland, die zwischen dem 12. und 16. September 2022 durchgeführt wurde, ergab, dass etwa 12,2% der Sporttreibenden sich so schwer verletzten, dass sie ärztlich behandelt werden mussten oder pausieren mussten. Besonders auffällig ist, dass jüngere und männliche Sportler signifikant häufiger betroffen sind. In der Studie wurde auch festgestellt, dass häufige Verletzungen beim Laufen, Radfahren und im Fußball auftreten. Zukünftige Studien sollten detailliertere Informationen zur Art und Schwere der Verletzungen sowie zu Expositionszeiten berücksichtigen, um effektive Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Weitere Ergebnisse dieser Studie finden Sie im Artikel der Zeitschrift für Sportmedizin hier.
Die erneute Verletzung von Benitta Quattlender ist ein weiterer Weckruf an die Sportgemeinschaft, das Bewusstsein für Knieverletzungen zu schärfen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Ein gut durchdachtes Training und Rehabilitation können entscheidend dazu beitragen, das Risiko solcher Verletzungen zu minimieren und die Gesundheit der Athleten langfristig zu sichern.