Am 25. Januar 2026 fand der erste Neujahrsempfang der Gemeinde Aidlingen in der Sonnenberghalle statt. Rund 300 Gäste waren anwesend und boten einen offenen Rahmen für Begegnung und Austausch zwischen der Bürgerschaft, dem Gemeinderat, der Verwaltung, Vereinen und Unternehmen. Die Halle war für 400 Personen bestuhlt, sodass es trotz der Besucherzahl einige leere Stühle gab. Bürgermeisterin Helena Österle hielt eine optimistische Rede und betonte die Bedeutung des Ehrenamts sowie die Leistungen der Bürger. Die Veranstaltung wurde musikalisch vom Jazz-Forum Aidlingen begleitet und die Auftritte von Schülerinnen und Schülern der Schallenberg- und Buchhaldengrundschule wurden mit viel Applaus honoriert.
In ihrem Rückblick auf 2025, einem Festjahr für Aidlingen, hob Österle die 750-Jahr-Feier von Dachtel hervor, die über 10.000 Besucher anlockte und großen ehrenamtlichen Einsatz erforderte. Zudem wurden weitere Jubiläen gefeiert, darunter 30 Jahre Eis-Café Angelo und 30 Jahre Langner Freianlagen sowie der 10-jährige Geburtstag des Asylkreises Aidlingen. Im Rahmen der laufenden Projekte wurde unter anderem der Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser erwähnt, dessen Fertigstellung für Mitte 2026 erwartet wird.
Ausblick auf 2026 und Herausforderungen
Der Ausblick auf 2026 enthielt einige wichtige Themen, darunter den Haushaltsplan, der ein Defizit von 415.000 Euro aufweist. Die steigenden Pflichtaufgaben und die prekäre Personalsituation in der Verwaltung wurden ebenfalls angesprochen. Geplant sind Investitionen in Höhe von insgesamt 12,8 Millionen Euro für verschiedene Vorhaben, einschließlich der Sanierung des Ortskerns, der Rathauserweiterung und des Neubaus des Kindergartens „Unterm Wäldle“. Österle forderte klare Rahmenbedingungen von der Politik und sprach die geplante Unterbringung von Geflüchteten sowie das Thema Wohn- und Pflegequartier an.
Ein zentrales Element des Neujahrsempfangs war eine Podiumsdiskussion, bei der Vertreter aus Vereinen, Wirtschaft und Ehrenamt über die Entwicklung, Herausforderungen und Chancen Aidlingens diskutierten. Die positive Einschätzung der Gemeinde durch Österle wurde durch die starken Vereine und engagierten Bürger unterstrichen. Notwendige Verbesserungen in der Verwaltung und die Kommunikation mit der Bürgerschaft sollen in der kommenden Zeit verstärkt angegangen werden, wobei die Aufarbeitung der seit 2019 ausstehenden Jahresabschlüsse in Angriff genommen werden soll.
Die Gelassenheit und Aufbruchstimmung während des Empfangs ließen auf eine entschlossene und gemeinschaftliche Ausrichtung der Gemeinde hoffen. Auch wenn die finanzielle Situation angespannt ist, setzt die Gemeinde auf die engagierte Bürgerschaft und die bewährte Zusammenarbeit mit den lokalen Vereinen.