Ziel für 2030 wird verfehlt: Region Stuttgart: Glasfaserausdehnung nicht schnell genug

Der Ausbau mit Glasfaserleitungen hat begonnen, aber das Angebot in Stuttgart und den Bezirken liegt immer noch unter dem nationalen Durchschnitt. Foto: dpa // Julian Stratenschulte

Seit dem Beginn der Gigabit-Region in Stuttgart hat der Anteil der Glasfaserverbindungen in Stuttgart und den Bezirken zugenommen. Wenn das Tempo jedoch anhält, wird das Ziel nicht erreicht. Was sind die Gründe und wie ist der Stand der Erweiterung?

Stuttgart – Im Mai 2019 startete die Gigabit-Region Stuttgart ihr ehrgeiziges Glasfaser-Expansionsprogramm. In enger Zusammenarbeit mit der Telekom und den in den Bezirken und der Stadt Stuttgart gegründeten Zweckverbänden sollen alle Schulen und Gewerbegebiete bis 2025 und fünf Jahre später 90 Prozent der Haushalte über eine Glasfaserverbindung verfügen. Die Telekom will 1,1 Milliarden Euro investieren, die Kommunen sollen 500 Millionen Euro beisteuern. Aber jetzt ist das Ziel in Gefahr. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Hans-Jürgen Bahde, Geschäftsführer der Gigabitregion-GmbH, „bei dieser Expansionsrate gehen wir jedoch von einem realistisch erreichbaren Zielwert zwischen 66 und 80 Prozent aus.“ Das heißt: Ab heute rund 1,33 wären in zehn Jahren noch Millionen Haushalte in der Region Stuttgart ohne Glasfaserverbindung zwischen 120.000 und 320.000. Wie reagiert die Regionalpolitik? Alle Fraktionen von AfD bis Linke / Pirat sind bis zur Entscheidung, die Gigabit-Region zu gründen. Lob gab es auch für den Start und die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen. Das große Defizit kann nicht in kurzer Zeit aufgeholt werden. Die Regionalpolitiker forderten jedoch eine Erhöhung der Expansionsrate. Wie hat es angefangen? Laut Bahde wurden seit Beginn des Projekts bis Ende 2020 in mehr als 70 Gemeinden fast 2.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, wodurch 100.000 weitere Haushalte und Unternehmen eine schnelle Verbindung erhalten. Der Anteil der Glasfaserversorgung stieg von 2,3 auf sechs Prozent. Damit liegt die Region Stuttgart über dem Landesdurchschnitt (fünf Prozent), aber immer noch weit unter dem landesweiten Wert von 11,8 Prozent. Wie ist die Verteilung in der Region? Aufgrund des Engagements der Energieversorgung Filstal (EVF) ist die Expansion im Landkreis Göppingen am weitesten fortgeschritten. Spitzenreiter ist jedoch Kornwestheim (Landkreis Ludwigsburg), wo 93 Prozent der Haushalte und Unternehmen eine solche Verbindung haben, vor Bempflingen (Landkreis Esslingen) mit 74 Prozent, Aichelberg und Albershausen (beide Landkreis Göppingen) und Weil der Stadt (Landkreis Böblingen) ) mit mehr als 50 Prozent. Zu den überdurchschnittlichen Gemeinden in der Region zählen auch Göppingen (37 Prozent) und weitere sieben Gemeinden in diesem Landkreis mit Verbindungswerten zwischen 36 und 18 Prozent. Nur Allmersbach (Rems-Murr-Kreis), Grafenau (Landkreis Böblingen), Wolfschlugen (Landkreis Esslingen), Gemmrigheim (Landkreis Ludwigsburg) und die zweite Landeshauptstadt Ludwigsburg (14 Prozent) können mithalten.

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