Wirtschaft

Wirtschaftsministerin kritisiert Lieferkettenrichtlinie der EU

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut kritisiert EU-Einigung zur Lieferkettenrichtlinie als Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen

Die Einigung zur Lieferkettenrichtlinie der Europäischen Union stößt auf Kritik von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Sie warnt vor den möglichen Auswirkungen der Richtlinie auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Baden-Württemberg und sieht eine Gefahr für die exportstarken Unternehmen im Land.

Die Wirtschaftsministerin äußerte ihre Bedenken anlässlich der Einigung im Trilog zur Lieferkettenrichtlinie der EU. Sie betonte, dass viele Unternehmen in Baden-Württemberg in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden seien. Die Einigung zur Lieferkettenrichtlinie, die über das bereits bestehende deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz hinausgehe, könne die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Welthandel gefährden, insbesondere zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da der Welthandel bereits unter verschiedenen Einflüssen leide.

Hoffmeister-Kraut machte deutlich, dass eine Neuausrichtung der EU-Handelspolitik dringend erforderlich sei, um die Chancen für eine Diversifizierung der internationalen Wertschöpfungsketten zu fördern. Sie plädierte für weniger Bürokratie und mehr Kompromissbereitschaft in der Handelspolitik der EU. Des Weiteren forderte sie die EU auf, aktiv auf Handelspartner weltweit zuzugehen und insbesondere die stockenden EU-Mercosur-Verhandlungen voranzutreiben.

Die Kritik der Wirtschaftsministerin an der Lieferkettenrichtlinie der EU wirft einen Schatten auf die geplante Regulierung und sorgt für Diskussionen über deren potenzielle Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Baden-Württemberg. Unternehmen, die stark von internationalen Wertschöpfungsketten abhängig sind, könnten durch zusätzliche und bürokratielastige Regulierungen beeinträchtigt werden, was sich letztendlich auf die Exportquote des Bundeslandes auswirken könnte.

Es bleibt abzuwarten, wie die EU auf die Kritik reagieren wird und inwieweit die Lieferkettenrichtlinie die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Unternehmen in Baden-Württemberg tatsächlich beeinflussen wird.

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Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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