Wirtschaft

Wirtschaftsministerin fordert Kurswechsel angesichts negativer Konjunkturprognose

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut warnt vor schwierigem Jahr 2024

Das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und die Universität Hohenheim haben ihre letzte Konjunkturprognose für das Jahr 2023 vorgelegt und prognostizieren einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sieht für das kommende Jahr ebenfalls keine Besserung in Sicht und fordert einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel.

Die Experten betonen, dass die Prognosen derzeit nur mit einem hohen Grad an Unsicherheit gestellt werden können. Laut Hoffmeister-Kraut stand die baden-württembergische Wirtschaft 2023 von verschiedenen Seiten unter Druck, unter anderem durch ein eingetrübtes außenwirtschaftliches Umfeld, die Inflation und die Ertragserwartungen der Unternehmen. Die Ministerin warnt davor, dass die gesamtwirtschaftliche Erholung im kommenden Jahr alles andere als selbstverständlich ist.

Besonders besorgniserregend ist, dass die baden-württembergische Wirtschaftsleistung derzeit unter dem Niveau von 2018 liegt, und die Ursachen für die langanhaltende Wachstumsschwäche vor allem im Verarbeitenden Gewerbe zu finden sind. Die Ministerin fordert daher einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik und hält die Politik in Berlin und Brüssel für maßgeblich verantwortlich.

Hoffmeister-Kraut fordert eine Standortpolitik im klassischen Sinne und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Wenn Deutschland international nicht weiter zurückfallen soll, seien neue Prioritäten erforderlich, so die Ministerin.

Die Konjunkturprognose für Baden-Württemberg deutet auf anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten hin, und die Forderungen der Wirtschaftsministerin zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Ein möglicher wirtschaftspolitischer Kurswechsel könnte sich auf die Wettbewerbsfähigkeit, die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands auswirken. Es bleibt daher abzuwarten, ob die Politik auf die Warnungen und Forderungen der Experten und der Wirtschaftsministerin reagieren wird.

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Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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