Hoffmeister-Kraut zur Verlängerung der Überbrückungshilfen

Wirtschaftsminister reist nach Israel

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut reist mit einer Delegation nach Israel, um sich auf Start-ups, künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Cleantech zu konzentrieren.

Wirtschaftsminister Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut reiste am 9. Mai 2022 mit einer kleinen Delegation für vier Tage nach Israel. Neben der offiziellen Eröffnung der Wirtschaftsvertretung Baden-Württemberg in Tel Aviv politische Gespräche sowie Termine mit Fokus auf die Bereiche Künstliche Intelligenz (KI), Cybersecurity und Cleantech.

„Ich möchte den Besuch in der Gründernation und dem Hightech-Standort Israel nutzen, um das starke israelisch-baden-württembergische Netzwerk weiter auszubauen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten“, kündigte Hoffmeister-Kraut vor ihrer Abreise an. Israel ist ein führender Akteur im Bereich KI und hat mit mehr als 1.500 israelischen Startups, die KI-Technologien als Kernbestandteil ihrer Produkte und Dienstleistungen einsetzen, die höchste Dichte an KI-Startups weltweit. „Mit neuen Impulsen und Ansätzen für Kooperationen wollen wir die Ökosysteme unserer beiden Länder voranbringen und Innovationen beschleunigen. Gerade in Zukunftsfeldern wie KI, Cleantech oder Cyber ​​Security ist Israel ein interessanter Kooperationspartner.“ Hier seien israelische Unternehmen – beides Start-ups und etablierte Unternehmen – können Vorbilder und mögliche Kooperationspartner für baden-württembergische Unternehmen sein. Und umgekehrt können israelische Start-ups von unserem international erfolgreichen Mittelstand profitieren“, so der Minister.

Auch das Thema Cyber ​​Security als zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung der Wirtschaft steht im Fokus der Reise. „Gerade Cyber ​​Security bietet erhebliches Wertschöpfungspotenzial, auch für Baden-Württemberg. Ziel ist es, die Wirtschafts- und Innovationsförderung in diesem Bereich weiter voranzutreiben. Gleichzeitig wollen wir unsere IT-Sicherheitsbranche im Land noch sichtbarer machen und national und international vernetzen. Israel ist als weltweit führendes Land auf diesem Gebiet ein idealer Kooperationspartner für unsere Unternehmen“, sagt Hoffmeister-Kraut.

Zusammenarbeit im Umwelt- und Klimaschutz

Ziel ist es auch, konkrete Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Cleantech zu ermitteln. „Die Zusammenarbeit zwischen Israel und Baden-Württemberg im Cleantech-Bereich hat großes Potenzial und wir wollen prüfen, wie sie zum Wohle beider Länder und der Umwelt ausgebaut werden kann. Denn die Internationalisierung der Umwelttechnikbranche ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Ziele einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaft im Land zu erreichen“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Auf der UN-Klimakonferenz 2021 die israelische regierung sprach sich dafür aus, im bereich greentech/cleantech eine führende rolle übernehmen zu wollen. Sie erklärte den Klimawandel zu einer Angelegenheit der nationalen Sicherheit und veröffentlichte einen 100-Punkte-Plan, der die Bereitstellung von rund 225 Millionen US-Dollar zur Verbesserung der Energieeffizienz, zur Steigerung der Solarenergieproduktion und zur Unterstützung innovativer grüner Technologien vorsieht.

Ein besonderes Highlight der Reise ist die offizielle Eröffnung der Wirtschaftsvertretung Baden-Württemberg in Tel Aviv am 10. Mai 2022. „Ich freue mich sehr, aufgrund der Corona-Situation nach der virtuellen Eröffnung persönlich dabei sein zu können. Unsere Wirtschaftsvertretung steht als kompetente Anlaufstelle zur Verfügung, vermittelt Kontakte und bringt interessierte Unternehmen und Institutionen zusammen. Daraus ergeben sich große Chancen für alle Beteiligten. Mit unserem Wirtschaftsrepräsentanten Michel Weinberg und Charme Rykower als Technologie- und Innovationsscout stehen hervorragende Kontakte zu allen Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel zur Verfügung“, so die Ministerin. Begleitet wird die Ministerin von zwei Mitgliedern des Landes Baden-Württemberg Parlament und eine Delegation von Branchenspezialisten und Pressevertretern.

Israel ist ein wichtiger Handelspartner

Im Jahr 2021 lag Israel mit einem Exportvolumen von rund 730 Millionen Euro auf Platz 41 der wichtigsten Exportländer Baden-Württembergs und mit rund 387 Millionen Euro auf Platz 50 der wichtigsten Importländer.

Die wichtigsten Exportgüter aus Baden-Württemberg nach Israel im Jahr 2021 waren Maschinen, gefolgt von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen. Chemische und pharmazeutische Produkte machten den größten Anteil an den Importen aus Israel nach Baden-Württemberg aus, gefolgt von Datenverarbeitungsgeräten und elektronischen und optischen Produkten.

Handelsvertretung in Israel

das Wirtschaftsvertretung des Landes Baden-Württemberg Bei der Handelskammer (AHK) in Tel Aviv wurde wegen Corona bereits im Oktober 2020 virtuell eröffnet. Seitdem fungiert Michel Weinberg, stellvertretender Geschäftsführer der AHK Tel Aviv, als Wirtschaftsvertreter und Charme Rykower als Technologie- und Innovationsscout für das Land. Am 10. Mai 2022 wurde die Wirtschaftsvertretung im Rahmen einer Veranstaltung mit rund 70 geladenen Gästen offiziell und physisch eröffnet. Kooperationspartner der Wirtschaftsvertretung ist die Zukunftsfonds Heilbronn.

Die Wirtschaftsvertretung mit Sitz in einer der innovativsten Gründerregionen der Welt hat die Aufgabe, insbesondere KMU und Start-ups aus Baden-Württemberg mit Informationen aus erster Hand, Expertenerfahrung vor Ort und auf hohem Niveau zu unterstützen der Problemlösungskompetenz beim Markteintritt sowie Kooperationen zwischen israelischen Unternehmen und baden-württembergischen Unternehmen und Start-ups. Fokusthemen sind die Schlüsseltechnologien Digitalisierung, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz. Darüber hinaus sollen weitere für Baden-Württemberg relevante Themen wie Smart City, Smart Health sowie Umwelt- und Klimaschutztechnik adressiert werden.

Wirtschaftsministerium: Bilder der Reise zum Download

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