Ländlicher Raum

Von der Pilotphase in den Dauerbetrieb: Das Elektronische Weinbegleitdokument-Verfahren vereinfacht Abläufe und ermöglicht digitale Dokumentenausstellung und -übermittlung

Neues Online-Verfahren für Weinbegleitdokumente vereinfacht Bürokratie für Weinbaubetriebe

Das Elektronische Weinbegleitdokument-Verfahren (eWeinBV) tritt nach erfolgreicher Pilotphase nun in den regulären Betrieb über. Dieses Verfahren ermöglicht es den Betrieben der Weinwirtschaft, Dokumente digital auszustellen, zu verwalten und online zu übermitteln.

Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk betonte die Vorteile des neuen Verfahrens: „Mit der fachlichen Begleitung des Projekts und dem Nachnutzungsvertrag haben wir die Basis geschaffen, ein in Deutschland einheitliches und dadurch effizientes System einzuführen. Betriebe der Weinwirtschaft können über diesen Online-Dienst Wein-Begleitdokumente digital ausstellen, verwalten und an Empfänger und zuständige Behörden direkt online übermitteln. Der Online-Dienst übernimmt somit automatisch den Versand an registrierte Empfänger sowie die zuständigen Stellen der Weinüberwachung.“

Das neue Internetportal Onlinedienst-Weinbau erleichtert den Betrieben der Weinwirtschaft das Erstellen der Dokumente. Das Weinbegleitdokument ist EU-rechtlich beispielsweise für den Transport von nicht abgefüllten Weinbauerzeugnissen in Behältnissen mit einem Nennvolumen von mehr als 60 Litern vorgeschrieben und enthält wichtige Daten bezüglich Datum, Art und Umfang der Transporte.

Das Elektronische Weinbegleitdokument-Verfahren wurde im Zuge der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen entwickelt. In Baden-Württemberg ist dieser Online-Dienst für alle teilnehmenden Betriebe gebührenfrei. Minister Hauk betonte: „Damit alle davon profitieren, ist nun ein wichtiges Ziel, dass möglichst viele Weinbaubetriebe dieses elektronische Verfahren nutzen.“

Die Einführung des elektronischen Verfahrens dürfte für die Betriebe der Weinwirtschaft erhebliche Auswirkungen haben. Durch die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse werden bürokratische Abläufe vereinfacht und der postalische Versand der Dokumente entfällt. Integrierte Plausibilitätsprüfungen sollen zudem Eingabefehler verhindern. Dies kann dazu beitragen, Zeit und Ressourcen zu sparen und die Effizienz der Betriebe zu steigern. Die Erleichterung im Umgang mit Dokumenten könnte zudem weitere Betriebe dazu ermutigen, das Verfahren zu nutzen und so die Digitalisierung in der Weinwirtschaft voranzutreiben.

Siehe auch  490.000 Euro für das Leitprojekt „Zukunft Holzbau“

Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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