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VfB-Boss Alexander Wehrle: „Erfolg steht über allem“

SWR Sport: Alexander Wehrle, ich habe gelesen, dass Sie mit 14 oder 15 Jahren Arzt werden wollten. Wie ist der aktuelle Gesundheitszustand des Patienten des VfB Stuttgart?

Alexander Wehrle: „Nun, wir stehen auf Platz 16 und sind im Abstiegskampf. Da stimmt sicher nicht alles, aber ich bin trotzdem sehr zuversichtlich, dass wir in der Rückrunde erfolgreich sein werden.“ Entscheidungen, die wir getroffen haben.“

Wenn wir bei diesem Bild bleiben: Die neuen Chefärzte Bruno Labbadia und Fabian Wohlgemuth, wie haben sie ihre Arbeit bisher gemacht?

„Sehr gut! Natürlich haben wir die letzten Tage auch für viele Gespräche genutzt. Es stehen noch einige Entscheidungen an. So gesehen waren das sehr, sehr gute Gespräche und ich bin zuversichtlich dass wir es erfolgreich machen können.“

Warum ist das Team Labbadia/Wohlgemuth in der aktuellen Situation besser als beispielsweise das Team Wimmer/Mislintat?

„Wir haben Sven Mislintat ein Angebot gemacht, weiterzuarbeiten. Das wollte er nicht annehmen. Und dann mussten wir eine Entscheidung treffen, wie wir die Zukunft gestalten. Ich kenne Fabian Wohlgemuth schon lange, die waren gut Diskussionen und deshalb haben wir uns entschieden. Und Bruno Labbadia ist jetzt genau der richtige Mann für die Situation und kann auch ein Team aufbauen. Das hat er an anderen Stationen gezeigt und deshalb haben wir uns jetzt entschieden.“

Ich glaube, es gibt Fans, die dem VfB keine so gute Diagnose stellen würden: Reminiszenz an alte Zeiten, fehlendes Konzept. Wie können Sie den Followern die Sorge nehmen?

„Natürlich durch den Erfolg! Deshalb haben wir die Entscheidung so getroffen, wie wir es getan haben, und es ist uns auch wichtig, dass wir offensiv und leidenschaftlich Fußball spielen, aber natürlich ist der Erfolg alles und man darf nicht vergessen, dass wir auf Platz 16 stehen.“ . Am Tisch stehen und man kann nicht einfach so weitermachen.“

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Viele Fans wollen auch eine Philosophie, also einen Weg, ein klares Ziel. Dafür soll der VfB Stuttgart stehen. Wie könnte die Philosophie des VfB Stuttgart aussehen?

„Wichtig wird es natürlich auch in Zukunft sein, eigene junge Spieler in den Kader zu integrieren, Identität zu schaffen. Aber auch mutigen, offensiven, leidenschaftlichen Fußball zu spielen. Dafür soll der VfB Stuttgart stehen und natürlich Kontinuität immer wichtig an entscheidenden Positionen etwas aufbauen zu können, etwas entwickeln zu können und an all diesen Themen arbeiten wir.“

Welche Schritte braucht es, um mehr Jugendspieler aus der eigenen Jugend in den Kader zu holen?

„Es geht um strategische Kaderplanung. Um Mut auf einzelnen Positionen, wenn man dann zwischen Stamm-, Ergänzungs- und Perspektivspielern unterscheidet. Dann muss man Mut haben und es ist sicher wichtiger, in eine Planungsphase zu gehen, also detaillierter zu arbeiten.“ Wir haben einiges verändert, wir werden uns in Sachen Kaderplanung, aber auch bei der strategischen Kaderplanung öfter treffen und deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir die angestrebten Erfolge feiern können.“

Aber das bedeutet auch, sich vielleicht ein bisschen von dem zu entfernen, was Sven Mislintat getan hat: Viele junge Spieler aus dem Ausland zu holen, die ihren eigenen Youngsters Plätze abnehmen könnten?

„So will ich das jetzt nicht beschreiben. Es geht nicht darum, ob man jung oder von außen kommt: Der Spieler muss gut sein! Es geht nicht um jung oder alt, aber am Ende muss der Spieler gut sein.“ Und doch: „Es ist unsere Aufgabe, weil wir eine sehr erfolgreiche Jugendarbeit haben, unseren eigenen Spielern die Chance zu geben, in den Kader zu kommen. Sie müssen sich dann in der täglichen Trainingsarbeit behaupten. Aber wir haben gute Voraussetzungen und deshalb müssen wir das in den nächsten Jahren schaffen, aber jetzt ist es wichtig, den klaren Fokus auf den Klassenerhalt zu legen.

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Würden Sie sagen, dass Bruno Labbadia der richtige Trainer ist, um junge Spieler in eine Mannschaft einzuführen?

„Das hat er schon öfter gezeigt. Ob beim VfB mit Timo Werner oder Antonio Rüdiger. Er hat es bei Hertha BSC bewiesen. Das sieht man auch hier im Trainingslager: Er will auch mit dem Nachwuchs arbeiten, wie er es mit Spielern tut.“ , wir haben einige dabei. Insofern bin ich sehr zuversichtlich, dass er genau diesen Weg unterstützen wird, den wir mit Fabian Wohlgemuth weitergehen werden.“

Während Ihres Studiums waren Sie Bestatter: Sie haben Leichen gewaschen, Sie mussten Trauernde begleiten. Kann man nach so einem Job auch mal gelassener auf die Arbeit als CEO blicken, weil sich alles um Fußball dreht?

„Nein, es geht gar nicht um Gelassenheit. Als Vorstandsvorsitzender muss man ernsthaft sein und sich bei allen Führungsaufgaben genau überlegen, was für den Verein im Moment richtig ist. Die Erfahrungen, die ich während meiner Studienzeit gemacht habe, haben mich als Person geprägt.“ weil man sieht, wie schnell das Leben vorbei sein kann.Deshalb habe ich ein Motto: Genieße jeden Tag, wir alle haben wahrscheinlich nur ein Leben.Deshalb kann es Tage geben, an denen andere vielleicht schwierige Phasen haben und nicht mit sich selbst im Reinen sind. Und bei mir ist es vielleicht eher so: Ich durfte und musste in dieser Zeit so viel Leid erleben, dass ich jeden Tag genieße und vielleicht das eine oder andere dann tatsächlich etwas entspannter aussehe.

Quelle: SWR – VfB-Boss Alexander Wehrle: „Erfolg steht über allem“

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