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Verbraucher heizen im Februar sparsamer – ista Heiz-O-Meter meldet Rückgang um 2%

Erstmals in diesem Winter haben die Verbraucher in Deutschland im Februar weniger geheizt als im Vorjahresmonat. Laut den Daten des ista Heiz-O-Meters sank der Verbrauch im Durchschnitt um zwei Prozent. Neben der milden Witterung spielten auch Medienberichte über hohe Energiepreise eine Rolle bei der Sparsamkeit der Verbraucher. Laut einer Umfrage gaben 50 Prozent der Befragten an, aufgrund dieser Berichte ihr Verbrauchsverhalten angepasst zu haben.

Der Februar 2024 war mit durchschnittlich 7 Grad so warm wie ein typischer April. Dies führte dazu, dass die Deutschen im Vergleich zum Vorjahr 18 Prozent weniger heizen mussten, um eine ähnliche Innentemperatur zu erreichen. Tatsächlich reduzierten sie ihren Verbrauch sogar um 20 Prozent. Allerdings ist das Heizen für viele Deutsche weiterhin eine Gefühlssache, da fast die Hälfte der Verbraucher nicht weiß, wie sich ihr Verhalten auf die Heizkostenabrechnung auswirkt.

Das Thema Heizkosten ist für viele Menschen kaum transparent, da sie während der Heizperiode keine regelmäßigen Verbrauchsdaten erhalten. Laut der Umfrage erhalten rund 70 Prozent der Befragten keine monatliche Verbrauchsinformation. Eine Gesetzesänderung seit 2022 gibt ihnen jedoch Anspruch auf diese Informationen, wenn fernauslesbare Heizkostenverteiler in ihren Gebäuden installiert sind. Darüber hinaus erhalten 45 Prozent der Befragten mit monatlicher Information keine Hinweise auf die zu erwartenden Kosten, was die Möglichkeit zur bewussten Anpassung des Heizverhaltens einschränkt.

In Sachsen, Thüringen und Berlin wurde im Februar am sparsamsten geheizt, während Niedersachsen das Schlusslicht bildet. Unter den 20 größten Städten schnitt Stuttgart mit 14 Prozent weniger Heizverbrauch am besten ab, gefolgt von München (minus neun Prozent) und Dresden (minus sieben Prozent). Münster hingegen verzeichnete einen Anstieg um acht Prozent.

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Obwohl im Februar 2024 bundesweit weniger geheizt wurde als im Vorjahresmonat, stieg der Verbrauch von September 2023 bis Februar 2024 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisse des iseta Heiz-O-Meters zeigen die Notwendigkeit der besseren und aktuelleren Information für Mieter, um sie bei einer selbstbestimmten und bewussten Heizung zu unterstützen.

Das ista Heiz-O-Meter ist eine digitale Anwendung, die monatlich Verbrauchsdaten von rund 350.000 Haushalten auswertet und den tatsächlichen Verbrauch von Heizenergie in ganz Deutschland ermittelt. Die Daten werden anonymisiert, gewichtet und mit Daten des Deutschen Wetterdienstes abgeglichen. Das Ziel ist es, Transparenz über den Heizverbrauch während der laufenden Heizperiode zu schaffen.

ista ist ein Unternehmen, das sich auf die Verwaltung von Daten und Prozessen zur nachhaltigen Wertsteigerung von Gebäuden konzentriert. Durch ihre Produkte und Dienstleistungen tragen sie zum Energiesparen und Klimaschutz bei. Sie beschäftigen weltweit rund 6.150 Mitarbeiter in 21 Ländern und setzen ihre Produkte und Dienstleistungen in über 14 Millionen Nutzeinheiten ein.


Tabelle: Heizverbrauch in ausgewählten deutschen Städten im Februar 2024 im Vergleich zum Vorjahr

Stadt Veränderung des Heizverbrauchs (%)
Stuttgart -14
München -9
Dresden -7
Münster +8


Quelle: ista SE / ots

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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