Tipps für die Hitzewelle im Südwesten

Tipps für die Hitzewelle im Südwesten

Angesichts der vom Deutschen Wetterdienst für diese Woche angekündigten großen Hitzewelle mit Temperaturen weit über 30 Grad am Samstag und Sonntag warnt das baden-württembergische Gesundheitsministerium vor möglichen Gesundheitsrisiken und ruft die Bevölkerung zu vorbeugenden Maßnahmen auf.

„Temperaturen, die über einen längeren Zeitraum deutlich über 30 Grad liegen, können Kreislaufprobleme und körperliche Beschwerden auslösen. Die extreme Hitze kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein“, warnte der Gesundheitsstaatssekretär Dr. Ute Leidig am Freitag, 17. Juni 2022 in Stuttgart. Typische hitzebedingte Symptome können sich in Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit und Erbrechen äußern. Hitze kann zu Kreislaufproblemen, Hitzekrämpfen und Hitzeerschöpfung bis hin zu Sonnenstich oder Hitzschlag führen.

Wie gut Menschen mit der Hitze zurechtkommen, hängt laut Gesundheitsministerium stark von ihrer körperlichen Verfassung ab. Für gesunde Erwachsene mit normaler Lebensführung und ausreichender Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme sind auch längere Hitzeperioden in der Regel nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Besonders betroffen sind Menschen mit eingeschränkter Anpassungsfähigkeit: Ein erhöhtes Risiko besteht für Babys und Kleinkinder, Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen und vor allem für ältere und pflegebedürftige Menschen. Dr. Leidig: „Im Alter und bei Pflegebedürftigkeit lässt das Durstgefühl oft nach. Ältere Menschen trinken dann weniger. Dadurch wird die Möglichkeit der Wärmeabgabe durch Schwitzen reduziert.“ Außerdem beeinflussen bestimmte Medikamente die Wärmeregulation des Körpers, weil sie die Wärmeabgabe über die Haut oder das Schwitzen hemmen oder die Wärmeproduktion steigern.

Der Außenminister betonte, dass Kinder oder Menschen mit Behinderungen niemals in einem geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden sollten, auch nicht für kurze Zeit. Außerdem rief sie die Bevölkerung dazu auf, die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes genau zu beachten und ihren Alltag entsprechend anzupassen.

Tipps, um sich vor der Hitze zu schützen

  • Versuchen Sie, sich während der Mittagshitze drinnen oder im Schatten aufzuhalten und versuchen Sie, körperliche Anstrengung zu vermeiden. Outdoor-Aktivitäten sollten auf die kühleren Morgen- und Abendstunden beschränkt werden.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Geeignet sind Wasser und Mineralwasser, Saftschorlen, Suppen oder wasserreiche Früchte. Vermeiden Sie Alkohol und Koffein. Essen Sie mehrere kleine, leichte Mahlzeiten.
  • Nutzen Sie die Kühle der Nacht und die frühen Morgenstunden, um Räume zu lüften. Räume tagsüber abdunkeln und wenn möglich Außenjalousien oder Rollläden verwenden.
  • Tragen Sie leichte, helle Baumwollkleidung, die nicht einengt.

Das Gesundheitsministerium weist in diesem Zusammenhang auch auf die Gefahren hin, die von ultravioletter Strahlung ausgehen. „UV-Licht kann unterschiedliche Wirkungen auf den Organismus haben. Setzt man sich wiederholt ungeschützt oder zu lange der Sonne aus, werden die körpereigenen Reparaturmechanismen überfordert“, warnte Staatssekretär Dr

Sonnenschutz nicht vergessen

UVA-Strahlen erzeugen freie Radikale, die als Auslöser für den gefürchteten schwarzen Hautkrebs gelten und die Kollagenstruktur schädigen, was zu vorzeitiger Hautalterung führt. UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand und können die Hautzellen zu Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen – sogenanntem hellem Hautkrebs – entarten. Auch die Augen sind durch den starken UV-Lichteinfall hohen Belastungen ausgesetzt: Entzündungen der Horn- und Bindehaut sowie Schäden an Netzhaut und Linse können die Folge sein.

Es ist daher ratsam, sich so viel wie möglich im Schatten aufzuhalten und Sonnencreme zu verwenden.

Verbraucherzentrale: Hitzeschutz im Sommer – einfache Tipps für zu Hause

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Klima-Mensch-Gesundheit – Tipps zum Hitze- und Sonnenschutz

Inspiriert von Landesregierung BW

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