Tastmodell in Kloster und Schloss Bebenhausen eingeweiht

Tastmodell in Kloster und Schloss Bebenhausen eingeweiht

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und die Landesbeauftragte für behinderte Menschen Simone Fischer weihten das neue Tastmodell für blinde und sehbehinderte Menschen in Kloster und Schloss Bebenhausen ein. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Barrierefreiheit.

Finanzminister Gisela Splett hat am 3. Juni 2022 in Kloster und Schloss Bebenhausen gemeinsam mit dem Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Simon Fischerdas neue taktiles Modell eingeweiht. So wird die weitläufige Klosteranlage Bebenhausen auch für blinde und sehbehinderte Menschen erlebbar.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett: „Wir wollen die historischen Denkmäler des Landes für alle erlebbar machen. Das Tastmodell in Kloster und Schloss Bebenhausen ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Barrierefreiheit. Menschen mit Sehbehinderungen können die historische Klosteranlage nun direkt erleben.“ ”

Behinderten-Landesbeauftragte Simone Fischer betonte: „Barrierefreiheit ist die Basis der Teilhabe. Blinde und sehbehinderte Menschen nehmen ihre Umwelt anders wahr als sehende Menschen. Taktile Elemente helfen dabei, die Vielfalt der Umgebung zu erfassen. Mit diesem taktilen Modell setzt das Land ein wichtiges Zeichen. So werden wir zunehmend den Bedürfnissen unterschiedlicher Menschen gerecht.“

Zugänglichkeit in historischen Denkmälern

Das Bronzemodell steht auf einem Sockel im Klosterhof vor dem ehemaligen Abtshaus. Das taktile Modell wurde in mehreren Schritten erstellt: Zunächst wurde ein Prototyp hergestellt. Anschließend wurde überprüft, ob die Modelldetails und deren Platzierung der Realität entsprechen. Mit diesen Ergebnissen wurde das Modell mit einem dreidimensionalen (3D) Druckverfahren hergestellt. das Paul Horn Ltd ermöglichte das Blindenmodell mit einer Spende von 30.000 Euro.

Barrierefreiheit in historischen Denkmälern ist ein wichtiges Ziel des Landes. Im Kloster und Schloss Bebenhausen wurden in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Seit fünf Jahren können sich Gäste im Rollstuhl oder mit Rollator leichter über das Pflaster bewegen. 2018 kamen ein Behindertenparkplatz, eine barrierefreie Toilette und ein barrierefreier Zugang zu Kasse und Prüfung hinzu. Seit 2019 wird der barrierefreie Rundgang ausgebaut „Kloster ohne Stufen“ den Tourbetrieb und ermöglicht mobilitätseingeschränkten Menschen einen besseren Gang durch den Kreuzgang und die Klosterkirche. Für all diese Maßnahmen wurde Kloster und Schloss Bebenhausen Ende Mai 2022 mit dem „Inklusion Plus Award 2021“ ausgezeichnet Landesverband zur Selbsthilfe für Menschen mit körperlichen Behinderungen in Baden-Württemberg.

Ehemaliges Zisterzienserkloster in Schönbuch

Das Zisterzienserkloster war einst das reichste Kloster Württembergs. Im Zuge der Reformation wurde es aufgelöst und der württembergischen Klosterschule neu gewidmet. Schon früh diente es den württembergischen Herrschern als Jagdsitz; im 19. Jahrhundert wurden Teile des Klosters als Jagdschloss umgebaut und eingerichtet – und schließlich machte nach dem Ende der Monarchie 1918 das letzte Königspaar Wilhelm II. und Charlotte von Württemberg Bebenhausen zu ihrem Wohnsitz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Landtag von Württemberg-Hohenzollern in Bebenhausen.

Kloster und Schloss Bebenhausen

Inspiriert von Landesregierung BW

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