Task Force beschleunigt den Ausbau der erneuerbaren Energien

Task Force beschleunigt den Ausbau der erneuerbaren Energien

Auf dem Weg zur Klimaneutralität spielt die Energiewende eine Schlüsselrolle. Die Landesregierung hat daher beschlossen, eine Task Force einzurichten, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Es soll den Planungs- und Genehmigungsprozess mindestens halbieren.

Eine Task Force soll den Ausbau der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg entscheidend vorantreiben. Der Ministerrat beschloss, sie einzurichten und zu strukturieren. Auftrag und Ziel der Task Force ist es, Konzepte und Schritte zu entwickeln und umzusetzen, die die heutige Zeit von der Planung bis zur Genehmigung und Inbetriebnahme von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien halbieren.

Planungs- und Genehmigungszeiten mindestens halbieren

Premierminister Winfried Kretschmann betont: „Baden-Württemberg hat in seiner Klimaschutzgesetz das Ziel, bis spätestens 2040 Klimaneutralität mit Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Es bleiben also nur noch 19 Jahre, um dieses Ziel zu erreichen. Daher ist es zwingend erforderlich, den Ausbau der erneuerbaren Energien radikal zu beschleunigen. Denn in den letzten Jahren sind die Planungs- und Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energieanlagen, insbesondere Windenergieanlagen, immer langwieriger geworden. Zwischen der Entscheidung des Projektplaners, eine Anlage an einem bestimmten Standort zu errichten, und der Fertigstellung der Anlage vergehen nun bis zu sieben Jahre, was viel zu viel Zeit ist. „Die Task Force sollte diese Planungs- und Genehmigungszeiten mindestens halbieren. „Mir ist wichtig, dass die Task Force für diese ambitionierte Aufgabe auch Input von außerhalb der Landesverwaltung erhält. Deshalb wird sie von externen Experten beraten und unterstützt“, sagt Kretschmann.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität spielt die Energiewende eine Schlüsselrolle

Der Minister für Umwelt, Klima und Energie Thekla Walker erklärt: „Um die im Koalitionsvertrag genannte Klimaneutralität mit Netto-Null-Emissionen bis 2040 zu erreichen, müssen wir die Weichen für den Ausbau der erneuerbaren Energien stellen. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein – die Energiewende wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die Task Force soll vor allem Maßnahmen umsetzen, um den Ausbau der Windenergie im Land zu beschleunigen. Aber auch Photovoltaik, Bioenergie, Wasserkraft und Tiefengeothermie sollten berücksichtigt werden. “

Die Konzepte und Schritte, mit denen eine Beschleunigung erreicht werden soll, werden in Form eines Arbeitsprogramms definiert und reichen von organisatorischen Maßnahmen zur Straffung des Genehmigungsverfahrens über Maßnahmen zur Erhöhung der Flächenverfügbarkeit bis hin zur Beschleunigung des Planungs- und Genehmigungsverfahrens bzgl zum Natur- und Artenschutz. Die interdepartementale Task Force hat nun die Aufgabe, diese Maßnahmen zu konkretisieren und schnellstmöglich mit deren Umsetzung zu initiieren. Es soll auch rechtliche Schwachstellen aufzeigen und aufzeigen, wie diese auf europäischer bzw. Bundes-, Landes- und Kommunalebene beseitigt werden können.

Bürokratie abbauen und Abläufe und Prozesse beschleunigen

Minister Walker betonte: „Wir müssen es schaffen, Bürokratie abzubauen und Verfahren und Prozesse entscheidend zu beschleunigen. Der Bau einer Windkraftanlage muss planbarer, wirtschaftlicher und damit für Projektplaner attraktiver werden. „Der Hebel wird überall eingesetzt – auch auf den Flächen, die für die Pflanzen benötigt werden:“ Baden-Württemberg hat eine Fläche von 3,6 Millionen Hektar. Wir brauchen 0,5 Hektar für eine Windkraftanlage. Wir brauchen nur Orte, an denen die Energiewende tatsächlich umgesetzt wird. “

Kretschmann erklärte zudem, dass Baden-Württemberg auf Bundesebene weiter intensiv daran arbeiten werde, die Verfahren transparenter, rechtssicherer und schneller zu gestalten. „Schon die Ergebnisse der Erkundungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung, an denen ich beteiligt war, zeigen sehr deutlich, dass es auf Bundesebene neue Impulse und Ambitionen im Klimaschutz geben wird. Dies werden wir in Baden-Württemberg nutzen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. “

Zusammensetzung der Taskforce

Die abteilungsübergreifende Task Force besteht aus einem Lenkungsausschuss unter der Leitung des Chefs der Staatskanzlei und stellvertretender Leiter der Amtsleiter des Umweltministeriums. Weitere Mitglieder sind der Amtsleiter und die Amtsleiter der Finanz-, Innen- und Justizministerien, des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des Ministeriums für Landesentwicklung und des Wohnungswesens sowie des Verkehrsministeriums und der Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft. Als ständige Berater werden zwei Vertreter der kommunalen Landesverbände und zwei Regionalpräsidenten beigezogen.

Die Task Force besteht auch aus temporären Facharbeitskreisen unter Leitung der zuständigen Abteilung. Zunächst werden folgende Arbeitskreise (AG) eingerichtet: AG Organisationsstruktur (federführend Umweltministerium / Innenministerium), AG Natur- und Artenschutz (federführend Umweltministerium), AG Beschaffungsoffensive / Staatsforst (bereits gestartet, Federführung) Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz), AG Planungsrecht / Landesentwicklung (federführendes Ministerium für Landesentwicklung und Wohnungsbau).

Die Arbeit der Task Force wird von externen Experten begleitet. Sie beraten zu unterschiedlichen Fragestellungen und sorgen dafür, dass relevante Themen in ihren jeweiligen Bereichen weiterverfolgt und umgesetzt werden.

Die Task Force berichtet dem Kabinett regelmäßig über den Stand der Umsetzung.

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