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Tarifrunde Deutsche Telekom: Dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis – Angebot nicht ausreichend

In der dritten Tarifverhandlungsrunde für die Deutsche Telekom haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeber kein Ergebnis erzielt. Die angebotenen Entgelterhöhungen seien zu gering und die Laufzeit des Tarifvertrags von 27 Monaten zu lang, so ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland. ver.di fordert in der aktuellen Tarifrunde eine Entgeltsteigerung von 12 Prozent für rund 70.000 Tarifbeschäftigte sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und der dualen Studierenden. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben bundesweit rund 12.000 Beschäftigte an Warnstreiks teilgenommen.

Die Deutsche Telekom wird als die wertvollste Marke Deutschlands bezeichnet und verzeichnet starke Finanzergebnisse. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen seinen Konzernüberschuss verdoppeln. Dennoch wird das Angebot der Arbeitgeber von den Gewerkschaften als unzureichend betrachtet. Die Tarifverhandlungen sollen im Mai fortgesetzt werden.

Um einen Überblick über die aktuelle Tarifrunde und die Forderungen der Gewerkschaften zu geben, ist eine Tabelle mit den wichtigsten Informationen hilfreich:

Forderungen in der Tarifrunde der Deutschen Telekom
Entgeltsteigerung von 12% für rund 70.000 Tarifbeschäftigte
Mindestens 400 Euro pro Monat mehr
Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 185 Euro
Tarifvertragslaufzeit von 12 Monaten

Die Tabelle verdeutlicht die konkreten Forderungen der Gewerkschaft ver.di in der aktuellen Tarifrunde. Diese verlangt eine deutliche Entgeltsteigerung für die Tarifbeschäftigten sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Die Tarifvertragslaufzeit soll auf 12 Monate begrenzt werden.

Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen und die Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen, haben bundesweit rund 12.000 Beschäftigte an Warnstreiks teilgenommen. Die Streiks fanden in verschiedenen Städten, darunter Hamburg, Dortmund, Mainz, Stuttgart, München, Nürnberg, Dresden, Chemnitz und Berlin, sowie auf dem Brocken im Harz statt.

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Die Verhandlungsrunden zwischen ver.di und den Arbeitgebern sollen am 13. und 14. Mai 2024 fortgesetzt werden. Es bleibt abzuwarten, ob das Angebot der Arbeitgeber nachgebessert wird und eine Einigung erzielt werden kann. Die regionalen Auswirkungen dieser Tarifrunde betreffen auch Beschäftigte in Stuttgart, da die Deutsche Telekom eine starke Präsenz in der Region hat. Eine Einigung in den Tarifverhandlungen hätte direkte Auswirkungen auf die Entgelte der Beschäftigten vor Ort. Historische Informationen über vergangene Tarifrunden könnten interessant sein, um den Kontext der aktuellen Verhandlungen zu verstehen. Dies könnte möglicherweise zu einer Erhöhung des öffentlichen Drucks auf die Arbeitgeber führen, um den Forderungen der Gewerkschaften nachzukommen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Tarifrunde weiterentwickeln wird und ob eine Einigung erzielt werden kann.



Quelle: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft / ots

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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