Hochwasserrückhaltegebiet am Oberrhein fertiggestellt

Symbolischer Spatenstich für das Hochwasserrückhaltegebiet Breisach / Burkheim

Mit einem symbolischen Spatenstich feierte Umweltministerin Thekla Walker den Baubeginn des Hochwasserrückhaltegebietes Breisach / Burkheim. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung des Integrierten Rheinprogramms, das eine Investition in die Zukunft und den Schutz der Menschen darstellt.

Umweltminister sind wegen der Pandemie ein Jahr zu spät Thekla Walker und die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer den Spatenstich zum Baubeginn des Hochwasserrückhaltegebiet Breisach / Burkheim im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald – zumindest symbolisch, da im vergangenen Jahr die Bauarbeiten begonnen haben.

„Ich freue mich, dass wir diesen Termin nachholen können, denn es ist ein wichtiger Meilenstein in der Integriertes Rheinprogramm (IRP) umzusetzen“, sagte Walker in Breisach. Walker und Schäfer nutzten die Gelegenheit, um das inzwischen fast fertig gestellte kleine Einlaufbauwerk einzuweihen und sich über den Projektfortschritt zu informieren.

Minister Walker hob den Beitrag des IRP zum Artenschutz hervor

Die Umweltministerin betonte, sie sei beeindruckt, dass es so viel zu sehen gebe. In diesem Jahr hat sich mit dem verheerenden Hochwasser gezeigt, dass solche Hochwasserschutzmaßnahmen unerlässlich sind. “Das IRP schützt Menschen und Güter vor Hochwasserereignissen, die aufgrund des Klimawandels zunehmen werden.” Darüber hinaus leistet das IRP auch einen Beitrag zum Artenschutz – neben der Klimakrise die zweite große menschliche Aufgabe unserer Zeit, der wir uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stellen müssen. „Die Schaffung typischer Auenbiotopsysteme mit einer lebensfähigen Rheinlandschaft schafft Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere“, sagte die Ministerin.

Bezirkspräsident Schäfer lobte die internationale Zusammenarbeit

Bezirkspräsidentin Bärbel Schäfer betonte die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Integrierten Rheinprogramm und dankte Louis Laugier, dem jetzigen Präfekten des elsässischen Departements Haut-Rhin. „Der Baubeginn des Hochwasserrückhaltegebietes Breisach / Burkheim zeigt, dass wir mit den international vereinbarten Hochwasserschutzmaßnahmen am Oberrhein gut vorankommen. Damit leisten wir einen solidarischen Beitrag zum Hochwasserschutz für die weiter flussabwärts lebenden Menschen. „Gemeinsam mit der Umsetzung der Maßnahmen in Rheinland-Pfalz und dem Engagement unserer französischen Freunde gelingt es uns, Schäden an Mensch und Infrastruktur durch Hochwasserereignisse am Oberrhein zu minimieren.“

Schäfer dankte auch den Gemeinden Breisach, Vogtsburg und Sasbach für die konstruktive Zusammenarbeit und kündigte an, den intensiven Austausch mit den Gemeinden, Vereinen, Verbänden und der Bürgerinitiative fortzusetzen: „Ich freue mich, dass unsere Dialogangebote gut angenommen werden und dass wir zusammen gute Lösungen gefunden haben, nicht zuletzt mit dem geplanten Schlutentest.“

Die Gesamtkosten des IRP betragen derzeit rund 1,7 Milliarden Euro und werden gemeinsam von Land und Bund getragen. “Diese Investitionen sorgen dafür, dass wir am Ende nicht ein Vielfaches mehr Geld ausgeben müssen, um die Schäden einer Flutkatastrophe zu bezahlen”, betonte Minister Walker. “Es ist eine Investition in die Zukunft und in den Schutz der Menschen.”

Das Integrierte Rheinprogramm

Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist die wichtigste Hochwasserschutzmaßnahme des Landes Baden-Württemberg und umfasst insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume auf ehemaligen Auen zwischen Basel und Mannheim. Mit dem Bau des Hochwasserrückhaltegebietes Breisach/Burkheim können auf einer Fläche von 634 Hektar (entspricht der Größe von 888 Fußballfeldern) bis zu 6,5 Millionen Kubikmeter Hochwasser zurückgehalten werden und so zum Hochwasserschutz für diese beitragen unterhalb des Rheins liegen.

Das kleine Einlaufbauwerk wird für den Schlutentest genutzt und von den Gemeinden und einer Bürgerinitiative vereinbart. Hier soll geprüft werden, ob allein die Abströmung der natürlichen Rinnen (Rutschen) in der Rheinaue anstelle einer ökologischen Flutung ausreicht, um eine Anpassung der Natur an den Hochwasserbetrieb im Retentionsraum zu ermöglichen. Das kleine Einlaufbauwerk ermöglicht die Einleitung von Wasser aus dem Rhein in den Rückhalteraum für den Schlutentest. Sobald die Rutschen im Retentionsbereich entsprechend angepasst sind und die Schutzbrunnen in Burkheim und am Jägerhof im erforderlichen Umfang einsatzbereit sind, kann während des Baus des Retentionsbereichs mit dem Rutschtest begonnen werden.

Landesräte Baden-Württemberg: Integriertes Rheinprogramm (IRP)

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