Stuttgarts neue Attraktion: Die Neckarbrücke macht auf sich aufmerksam

Ein Selfie auf der neuen Neckarbrücke: Das Gebäude zieht viele Stuttgarter an. Foto: Lichtgut / Julian Rettig

17 .. Bilder – Fotogalerie öffnen

Stuttgart hat eine neue Attraktion: die Neckarbrücke. Viele Radfahrer und Fußgänger besuchen am Samstag die neue Fußgängerbrücke am Rosenstein.

Stuttgart – Entweder ist es die Faszination des Neuen oder Stuttgart scheint tatsächlich eine kleine Attraktion reicher zu haben. In jedem Fall hat das strahlend schöne Frühlingswetter am Samstag viel Aufmerksamkeit auf den neuen Fahrrad- und Fußgängerweg unter der zukünftigen Eisenbahnbrücke zwischen Rosenstein und der Innenstadt von Cannstatt gelenkt. An diesem Tag ist das Sightseeing-Programm sechs Meter über dem Neckarwasser für viele Menschen mit einem Selfie mit einer grauen Stahlkonstruktion im Hintergrund selbstverständlich. „Hut ab vor den Architekten“, kommentiert eine Frau aus Ditzingen, die ihren Nachmittagsspaziergang nach Bad Cannstatter Neckarufer verlegt hat. “Das ist total elegant.”

Neue Brücke zieht Menschen an

Das warme Wetter sorgt für regen Verkehr auf den beliebten Radwegen auf beiden Seiten des Neckars. Auch wenn Sie an dieser Stelle zwischen Schönestraße und Neckartalstraße den Fluss nicht überqueren, halten Sie in der Regel einen Moment inne, um sich die neue Brückenstruktur mit ihrem (noch) strahlend weißen Boden anzusehen. Ein kleines Kleinkind auf seinem Fahrrad, das mit seiner Familie an der neuen Brücke auf dem Radweg am Flussufer vorbeirast, hält auch eine Fahrt über den Steg für lohnenswert. “Papa”, ruft er seinem Vater zu, der mit aller Kraft vor ihm radelt, “können wir nicht so lange fahren?” Der kleine Junge zeigt mit ausgestrecktem Arm auf die neue Überführung. “Die Brücke sieht cool aus!” Die Familie hat wahrscheinlich andere Pläne, weil dem Ehemann des Sohnes zunächst das Vergnügen verweigert wird, den Neckar zu überqueren und vielleicht einen tiefen Blick ins Wasser zu werfen.

Aber nicht Hans-Jürgen und Elisabeth Stolz aus Remseck. Die beiden identifizieren sich prompt als Leser der Stuttgarter Zeitung. “Wir haben in Ihrer Zeitung über die Eröffnung des neuen Piers am vergangenen Mittwoch gelesen”, heißt es. “Und heute sind wir die 15 Kilometer von Remseck mit dem Fahrrad gefahren, um die Brücke zu sehen”, sagt der 60-Jährige. “Es ist eine schöne Reise.” Seine Frau fügt hinzu, dass sie wirklich sehen wollten, wo genau die Brücke tatsächlich verläuft. Beide mögen das Gebäude, das das Ziel ihrer kurzen Radtour ist, sehr. Vor allem gefällt ihnen, wie sie sagen, dass der neue Fahrrad- und Fußgängerüberweg von der darüber liegenden Eisenbahnbrücke abgedeckt wird.

Radler spielt nur die zweite Geige

Zwei junge sportliche Radfahrer, die gerade mit ihren Rennrädern auf der Aussichtsplattform am Ende der Brücke vor dem Rosensteinpark anhalten, stellen fest, dass die Überquerung des Neckars eigentlich zu kurz ist. Mit anderen Worten: Die Fortsetzung, die auch die belebte Neckartalstraße überbrücken würde, fehlt den beiden Stuttgartern. Der umständliche Weg vom Park zur Straße, der auch Radfahrern verboten ist, sowie das Überqueren der B 10 über einen Fußgängerüberweg waren bisher nicht optimal. „Aber die Brücke selbst ist besser als der parallele Radweg entlang der Leuze“, sagt einer der beiden jungen Männer. Es ist viel zu eng für die vielen Radfahrer, die jeden Tag da draußen sind. Der fehlende Teil der Brücke über die Bundesstraße 10 wird voraussichtlich im Herbst hinzugefügt.

Nicht alle Radfahrer, die am Samstagnachmittag auf der viereinhalb Meter breiten Fußgängerbrücke deutlich größer sind als Fußgänger, scheinen sich bewusst zu sein, dass sie auf der neuen Brücke tatsächlich nur die zweite Geige spielen. Denn die beiden Verkehrszeichen, die den Verkehr auf der Brücke regeln, kennzeichnen die Fußgängerbrücke als Gehweg, auf dem „Radfahren kostenlos ist“. In diesen Fällen sehen die Straßenverkehrsvorschriften vor, dass Radfahrer auf dem Bürgersteig fahren dürfen, jedoch nur im Schritttempo. Es ist offensichtlich, dass bei weitem nicht jeder am Samstagnachmittag daran festhält.

Stuttgarter erkunden die Brückenstruktur

Rosemarie und Laura Boss sowie Herbert Schillinger, die die Brückenstruktur zu Fuß erkunden, sind von den vielen Radfahrern natürlich nicht verwirrt: “Wir haben unsere kleine Tour durch die Stadt speziell so arrangiert, dass wir die Brücke überqueren können”, sagt Rosemarie Boss . Ihre Tochter Laura, die in Bad Cannstatt lebt, freut sich, dass sie auf dem Weg zum Park die belebte König-Karls-Brücke nicht mehr überqueren muss. „Im Rosensteinpark bist du jetzt schneller“, freut sie sich. Alle drei sind begeistert von der Architektur der filigranen Struktur unter dem neuen Bahnübergang über den Neckar: „Dies ist eine wirklich großartige Struktur“, fasst Rosemarie Boss zusammen. Bevor die drei ihren Spaziergang fortsetzen, machen sie ein letztes Selfie. Im Hintergrund natürlich die neue Fußgängerbrücke über den Neckar.

?

.
Inspiriert von Stuttgarter Nachrichten

Ein guter Tipp ist auch regelmäßig auf der Facebook-Seite Mein Stuttgart vorbeizuschauen. Dort erhalten Sie zahlreiche nützliche News, Ratgeber und jede Menge Jobs in Stuttgart und Umgebung.

Zur Facebook-Seite



Auch interessant

Stuttgart überarbeitet Bauvorschriften: Das linke Lager will den Druck auf die Bauherren erhöhen

Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen ist in Stuttgart allgegenwärtig – nicht nur im Rathaus. Foto: …

Hinterlasse einen Kommentar

mehr
Erlaubt HTML-tags und Attribute: <a href="" title=""> <blockquote> <code> <em> <strong>

How to whitelist website on AdBlocker?