Das Klinikum Stuttgart setzt sich mit seinem „Zentrum für Angeborene Herzfehler Stuttgart“ (ZAHF) dafür ein, zahlreichen herzkranken Kindern zu helfen. Hier werden Neugeborene, Säuglinge, Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern umfassend betreut. Laut der Stuttgarter Zeitung erfüllt die Einrichtung alle qualitativen und quantitativen Anforderungen medizinischer Fachgesellschaften, was eine hohe Versorgungsqualität garantiert.
Ein bemerkenswerter Aspekt des Zentrums ist die rund um die Uhr verfügbare Notfallversorgung in den Bereichen der kardiologisch-intensivmedizinischen, herzchirurgischen und interventionellen Behandlung. Dies kommt besonders den kleinen Patienten zugute, wie die erfolgreiche Behandlung eines vier Tage alten Frühgeborenen zeigt, der an einer kritischen Aortenisthmusstenose litt. Der Eingriff, bei dem ein Koronarstent über die rechte Beinarterie platziert wurde, verlief ohne Komplikationen, und das Baby konnte bereits nach wenigen Stunden ohne künstliche Beatmung versorgt werden.
Moderne Interventionstechniken
Das hochmodern ausgestattete Kinderherzkatheterlabor am Klinikum Stuttgart ist ein zentraler Bestandteil des ZAHF. Hier können über 300 Kathetereingriffe jährlich durchgeführt werden, wobei die Tendenz steigend ist. Dank modernster Technik wird die Röntgenstrahlenbelastung minimiert, was besonders für die jungen Patienten von Bedeutung ist. Oft ist sogar keine Röntgenstrahlenbelastung erforderlich, beispielsweise bei Ablationen. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem minimal-invasive Pulmonalklappenersätze und Verschlüsse von Ventrikelseptumdefekten.
Herzchirurgische Eingriffe sind für viele Kinder lebensrettend. Zu den häufigsten angeborenen Herzfehlern zählen der Ventrikelseptumdefekt, der Vorhofseptumdefekt und die Pulmonalstenose. Viele dieser Bedingungen können durch spezialisierte Eingriffe behandelt werden, die im ZAHF durchgeführt werden. Die ZDFheute beschreibt, dass die meisten Kinder nach solchen Operationen in der Lage sind, ein normales Leben zu führen. Die moderne Herzchirurgie hat bedeutende Fortschritte gemacht, sodass selbst komplexe Herzfehler heutzutage operiert werden können.
Psychologische Unterstützung für kleine Patienten
Neben der medizinischen Versorgung ist auch die kardiopsychologische Betreuung für herzkranke Kinder essenziell. Eltern stehen oft vor großen Herausforderungen und Fragen, wenn bei ihren Neugeborenen Herzfehler diagnostiziert werden, das Vorurteil, dass nur wenige vor 70 Jahren das Erwachsenenalter erreichten, hat sich dank medizinischer Fortschritte stark gewandelt. Heute erreichen über 90% der herzkranken Kinder das Erwachsenenalter, wie die ZDFheute berichtet.
Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teams im Klinikum Stuttgart, insbesondere zwischen dem Kinderherzkatheterlabor und der Neonatologie, ist entscheidend für den Erfolg der Behandlungen. Dank ihrer Spezialisierung auf Katheterinterventionen und Ablationen können immer mehr Kinder mit Herz- und Gefäßanomalien erfolgreich behandelt werden, was Hoffnung für eine gesunde Zukunft gibt.