Nosferatu-Spinne auf dem Vormarsch: Experten warnen vor neuer Plage!

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Münster erforscht die Ausbreitung der Nosferatu-Spinne in NRW. Meldungen und Hilfe zur Beobachtung über Apps sind willkommen.

Münster erforscht die Ausbreitung der Nosferatu-Spinne in NRW. Meldungen und Hilfe zur Beobachtung über Apps sind willkommen.
Münster erforscht die Ausbreitung der Nosferatu-Spinne in NRW. Meldungen und Hilfe zur Beobachtung über Apps sind willkommen.

Nosferatu-Spinne auf dem Vormarsch: Experten warnen vor neuer Plage!

Die Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland aus, insbesondere in Nordrhein-Westfalen (NRW). Diese Spinnenart, die wissenschaftlich als Zoropsis spinimana bekannt ist, wurde erstmals 2005 in Baden-Württemberg und ein Jahr später in Köln gesichtet. Sichtungen sind mittlerweile auch in Städten wie Grevenbroich, Leverkusen und Duisburg dokumentiert. Ein Forschungsteam der Universität Münster und des LWL-Museums für Naturkunde untersucht die aktuelle Ausbreitung der Spinne, die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet ist, und zahlreiche Berichte über Sichtungen entlang des Rheins und der Ruhr vorlegen kann. Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Museums, hat auf die verstärkte Präsenz der Nosferatu-Spinne hingewiesen und die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen.

Besonders bemerkenswert ist die Möglichkeit, Sichtungen der nosferatuspinne über die App „Obsidentify“ oder das Naturbeobachtungsportal „Observation.org“ zu melden. Bereits über 35.000 Sichtungen sind auf dem Portal „NABU-naturgucker.de“ registriert. Dies zeigt, dass die Menschen aktiv ein Interesse an der Überwachung dieser Spinnenart haben und helfen möchten, ihre Verbreitung zu dokumentieren.

Merkmale der Nosferatu-Spinne

Die Nosferatu-Spinne hat eine Körperlänge von bis zu 2 cm und eine Beinspannweite von bis zu 6 cm. Ihre Färbung ist bräunlich und weist zwei dunkle Längsstreifen auf dem Vorderkörper auf. Auffallend ist, dass die Spinne aktiv jagt und keine Netze spinnt, was bedeutet, dass sie häufig in Haushalten anzutreffen ist, oft sogar an Glasscheiben hochklettern kann. Experten betonen, dass die Nosferatu-Spinne weniger gefährlich ist, als oft dargestellt wird. Ihr Biss wird mit einem leichten Wespenstich verglichen und gilt als nicht gefährlich für Menschen.

Auf die Herkunft ihres Namens wird oft hingewiesen. Der Begriff „Nosferatu“ bezieht sich auf die gleichnamige untote Figur aus der rumänischen Sagenwelt und den berühmten Stummfilm „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ von Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1922. Auch der Film „Nosferatu – Phantom der Nacht“ von Werner Herzog aus 1979 mit Klaus Kinski als Graf Dracula hat zum kulturellen Bewusstsein dieser Figur beigetragen. Die Besonderheit der Spinne liegt in einer Zeichnung auf ihrem Rücken, die an das Gesicht des Nosferatu aus Murnaus Film erinnert.

Umgang mit der Nosferatu-Spinne

Bei der Entdeckung einer Nosferatu-Spinne wird empfohlen, nicht in Panik zu geraten. Anstelle von Schreien sollte man ein Glas über die Spinne stülpen und dann vorsichtig mit einer Pappe unter sie schieben, um sie nach draußen zu bringen. Dies wird als eine friedliche Methode angesehen, um mit der Begegnung umzugehen, ohne Schaden zuzufügen.

Abschließend wird angeregt, einen weniger gruseligen Namen für die Spinne zu finden, um eventuell Hysterie zu vermeiden. Die wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit der Nosferatu-Spinne geht weiter, während die Spinne ihren Platz in deutschen Haushalten finden kann. Mehr über die Ausbreitung der Nosferatu-Spinne erfahren Interessierte bei Ruhr24 und Welt.