Kretschmann kritisiert DB: Stuttgart 21 bleibt ein ungelöstes Drama!
Ministerpräsident Kretschmann kritisiert Stuttgart 21, während Bürgerinitiativen verstärkt Druck ausüben. Aktuelle Entwicklungen und mögliche Lösungen.

Kretschmann kritisiert DB: Stuttgart 21 bleibt ein ungelöstes Drama!
In Stuttgart gibt es zunehmend Unmut unter den Bürger:innen über das unvollendete Bauprojekt Stuttgart 21, das seit Jahren das Stadtbild prägt. Besonders der Mangel an Fortschritt und die Entstehung eines großen Lochs in der Innenstadt sorgen für Unzufriedenheit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat nun öffentlich seine Kritik an der Deutschen Bahn geäußert. Er beschwerte sich über die „Arroganz“ des Unternehmens und dessen Fortdauer der Ablehnung konstruktiver Kritik.[Kontext Wochenzeitung]
Der Ministerpräsident betonte, dass die prognostizierten Probleme mittlerweile Realität sind. Dies hat auch das Aktionsbündnis gegen S21 auf den Plan gerufen, das Kretschmann in einem offenen Brief auffordert, sich stärker für den Erhalt oberirdischer Gleise einzusetzen. Gleichzeitig wird er ermahnt, nicht auf eine Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs im Jahr 2026 zu bestehen, da noch zahlreiche ungelöste Fragen zu klären sind[Kontext Wochenzeitung].
Kritik an der Deutschen Bahn
Während einem Pressegespräch stellte ein dpa-Journalist die Frage zur Eröffnung des Tiefbahnhofs Stuttgart 21. Kretschmann und Verkehrsminister Hermann gaben sich zunächst ausweichend in ihren Antworten. Sichtlich betroffen machte Kretschmann klar, dass das Thema Stuttgart 21 ihn seit Beginn seiner Amtszeit begleitet und er immer wieder auf die Arroganz der Gegner des Projekts hingewiesen hat.[Staatsanzeiger]
Er erinnerte daran, dass viele seiner damaligen Vorhersagen über Kostensteigerungen und Verzögerungen mittlerweile eingetroffen sind. Stuttgart 21 gilt als Schicksalsthema für die Südwest-Grünen, das auch Kretschmanns politischen Aufstieg beeinflusste. Nach einem verlorenen Bürgerentscheid wurde das Projekt trotzdem beschlossen, und einige ehemalige Gegner sind heute Mitgestalter, wie Verkehrsminister Hermann, der beispielsweise Änderungen am Filderbahnhof einbrachte.
Ausblick und Bahngipfel
Die neue Landesregierung wird zur Inbetriebnahme des Bahnhofs 2026 im Amt sein, wobei die ersten Züge erst im Dezember 2026 fahren sollen. Kretschmann erweist sich als pragmatisch in der aktuellen Situation und erkennt an, dass sich der Umgang der neuen Bahnmanager geändert hat. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Bauverzögerungen und die damit verbundenen Herausforderungen entwickeln werden, ehe eine endgültige Bewertung des Projekts erfolgen kann.
Ein geplanter Bahngipfel am 1. Juli soll neue Impulse geben. An diesem Treffen werden Kretschmann, Hermann und Bahnchef Lutz teilnehmen und Themen wie Baustellenplanung, Ersatzverkehre, Modernisierung von Bahnhöfen sowie die Elektrifizierung und Digitalisierung des Schienenverkehrs erörtern[Staatsanzeiger].