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Stuttgart fordert weniger Bürokratie für E-Ladestationen

Die Stadt Stuttgart fordert Bund und Länder auf, die Regelungen zur Genehmigung privater Ladepunkte für E-Autos zu vereinfachen. Martin Körner (SPD), Leiter des Referats Klimaschutz, Mobilität und Wohnen, erklärte im SWR-Interview, dass sich die Baurechtskanzlei Stuttgart bei der Genehmigung an die Gesetze und Verordnungen halten muss. „Und wenn sie einfacher formuliert wären, würde uns das enorm helfen“, sagte Körner. Körner bezieht sich damit auf Kritik am Baurechtsamt, wonach sich die Behörde zu viel Zeit nehme, um Ladestationen zu genehmigen.

SWR-Moderatorin Diana Hörger im Interview mit Martin Körner:

Stuttgart: „Einsam an der Spitze bei Ladesäulen“

Grundsätzlich sei Stuttgart in Sachen Ladesäulen aber sehr gut aufgestellt, sagte Körner. „Wir sind ein bisschen stolz darauf, dass wir unter den zehn größten deutschen Städten die öffentlich zugänglichsten Ladepunkte haben“, sagte er dem SWR. „Oben sind wir wirklich einsam, wenn man das auf die Einwohnerzahl bezieht.“ Die Stadt teilt mit, dass es insgesamt 1.159 Ladepunkte gibt, darunter 1.086 sogenannte Normallader und 73 Schnelllader. Die Bundesnetzagentur bescheinigt Stuttgart „unter den deutschen Großstädten die höchste Dichte an öffentlich zugänglichen Ladepunkten“.

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Die Stadt Stuttgart sieht Grenzen für öffentliche Ladestationen

Die Stadt kündigte an, dass nach dem Ausbau der ersten 1.000 Ladepunkte weitere 1.000 folgen sollen. „Dafür wird 2023 ein Konzept erstellt“, kündigte die Stadtverwaltung an. Allerdings stößt Stuttgart laut Körner zunehmend an seine Grenzen, wenn es um die Zahl der Ladepunkte im öffentlichen Raum geht – womit er zum Beispiel solche meint, an denen man das Auto „auf dem Bürgersteig“ laden kann.

„Irgendwann sieht es nicht mehr nur gut aus.“

Martin Körner, Stadt Stuttgart, über zu viele Ladepunkte im öffentlichen Raum

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Stromausfall durch zu viele E-Autos?

Stattdessen setzt die Stadt darauf, dass mehr private Ladepunkte bei Haushalten und Unternehmen entstehen. Laut Körner hat die Stadt im vergangenen Sommer beschlossen, solche privaten Ladepunkte zu fördern. Dazu gehören die Förderprogramme „Solaroffensive“ und „Privates Laden“.

Das Risiko, dass zu viele E-Autos das Stromnetz in Stuttgart überlasten, hält Körner für überschaubar. Natürlich müsse man sich mit diesem Thema auseinandersetzen, sagte er. „Aber wir wissen jetzt aus ganz konkreten Studien, die wir zum Beispiel für Bad Cannstatt gemacht haben, dass das lösbar ist.“

Über Martin Körner

Körner ist Chefstratege des Stuttgarter Oberbürgermeisters Frank Nopper (CDU). Zuvor war er SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat und damit lange Zeit sein politischer Gegner. Seine Ernennung durch Nopper sorgte deshalb im Sommer 2022 für Aufsehen. Auch Körner kandidierte 2021 erfolglos für das Amt des Oberbürgermeisters.

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Quelle: SWR – Stuttgart fordert weniger Bürokratie für E-Ladestationen

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