25 Jahre ländliches Entwicklungsprogramm

Studie sieht ländliche Gebiete gut positioniert

Baden-Württemberg hat gute Chancen, seine ländlichen Gebiete nachhaltig weiterzuentwickeln. Dies zeigt die Studie “Entwicklung ländlicher Gebiete in Baden-Württemberg”.

„Baden-Württemberg hat im Vergleich zu anderen Bundesländern und auch im internationalen Vergleich ein starkes und attraktives ländliches Gebiet. Um die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums zu erhalten, müssen frühzeitig die Weichen gestellt werden, um vorhersehbare Herausforderungen zu bewältigen, und das vorhandene Potenzial muss gezielt erweitert werden. Daher haben wir dies Institut für staatliche und städtebauliche Forschung in Dortmund und so Institut für Raumplanung und Entwicklungsplanung an der Universität Stuttgart, um die Zukunftsfähigkeit ländlicher Gebiete in der Studie „Entwicklung ländlicher Gebiete in Baden-Württemberg“ und damit die Datensätze der IREUS-Studie im Jahr 2011 veröffentlicht weiter “, sagte der Minister für ländliche Gebiete und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Akademieabend “Wichtige Städte und Gemeinden in ländlichen Gebieten – Analysen und Handlungsfelder”.

Gutes Zeugnis für den ländlichen Raum

Die Studie bestätigt, dass Baden-Württemberg gute Chancen hat, seine ländlichen Gebiete nachhaltig weiterzuentwickeln. Zukünftige Risiken sind zuzulassen und werden in der Studie behandelt. Mit einer integrierten Gesamtstrategie, die die wirtschaftliche, demografische und infrastrukturelle Entwicklung in ihren gegenseitigen Abhängigkeiten berücksichtigt, können auch in Zukunft Unterschiede begrenzt und einzelne Räume vermieden werden.

„In der neuen Ausgabe der Studie von 2020 erweist sich das ländliche Gebiet erneut als das Rückgrat unseres Landes. Eine Debatte über „schwebende Räume“, die wir aus anderen Bundesländern kennen, ist in Baden-Württemberg daher noch völlig fehl am Platz. Stattdessen ist es unsere Aufgabe, die Lebensbedingungen in Baden-Württemberg differenziert zu betrachten “, betonte der Minister.

Bedeutung der Studie für die Kommunalpolitik

Nach Ansicht von Minister Hauk ist die kommunale Ebene in dieser differenzierten Sichtweise von zentraler Bedeutung. Denn die Attraktivität ländlicher Gebiete als Wohn- und Geschäftsstandort sicherzustellen, ist auch Aufgabe der Kommunen. Nur so können die Herausforderungen und Veränderungen in ländlichen Gemeinden erfolgreich gemeistert werden. Hauk appellierte daher an die Gemeindevertreter, die Studie für die Kommunalpolitik zu nutzen. „Mit Hilfe der Ergebnisse können Gemeinden ihre Stärken und Schwächen analysieren, ihre lokalen Strategien entsprechend anpassen und mit Nachbargemeinden zusammenarbeiten. Es ist wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit den Nachbargemeinden, aber auch innerhalb der Verwaltung und in der Bürgerschaft “, sagte Hauk.

Das ländliche Gebiet generiert mehr als ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung in Baden-Württemberg. „Dies liegt nicht zuletzt an den zahlreichen mittelständischen Unternehmen, den ‘Hidden Champions’, die hart daran arbeiten, attraktive Arbeitsplätze zu sichern und ihren Beitrag zur Wertschöpfung zu leisten“, betonte Hauk. Aufgrund der vorausschauenden und dezentralen Strukturpolitik des Landes ist Baden-Württemberg auch durchweg wirtschaftlich stark.

Attraktiver Arbeits- und Wohnraum

Minister Hauk wies auch darauf hin, dass viele Dörfer und Kleinstädte in ländlichen Gebieten nicht nur äußerst attraktive Arbeitsplätze sind, sondern auch gute Wohnorte. „Rund 60 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg fühlen sich in ländlichen Gebieten zugehörig. Weil es als soziales Ideal wahrgenommen wird. Es steht für Zusammenleben, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit “, sagt Hauk.

Dennoch sollte man neue Entwicklungen, Veränderungen und Herausforderungen in ländlichen Gebieten nicht aus den Augen verlieren. Es ist die Aufgabe des Landes, diese Entwicklungen so gut wie möglich zu unterstützen. „Mit seinen Finanzierungsprogrammen und -initiativen bietet das Ministerium für ländliche Gebiete und Verbraucherschutz eine ganze Reihe maßgeschneiderter Unterstützung. Unser Flaggschiff ist das Programm zur Entwicklung ländlicher Gebiete (ELR)das seit 25 Jahren für integrierte Strukturentwicklung steht “, betonte der Minister. Mit dem Kabinettsausschuss für ländliche Gebiete hat das Ministerium ein weiteres erfolgreiches Instrument auf Landesebene ins Leben gerufen, bei dem alle Ministerien an einem Tisch sitzen und gemeinsam innovative und pragmatische Lösungen entwickeln.

Die Studie auf einen Blick

  • Die 2011 vom Institut für Raumplanung und Entwicklungsplanung vorgestellte Studie “Der Beitrag der ländlichen Gebiete Baden-Württembergs zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und zum sozialen Zusammenhalt – Positionsbestimmung und Zukunftsszenarien” basierte auf einer räumlich und zeitlich differenzierten Datenbank über demografische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung in den ländlichen Gebieten von Baden-Württemberg. Die generierten Zeitreihen umfassten hauptsächlich die Jahre 1996 bis 2009 und wurden auf Gemeindeebene gehalten.
  • Mit der neuen Untersuchung “Entwicklung ländlicher Gebiete in Baden-Württemberg” (PDF) Diese Datenbank wurde teilweise aktualisiert und erweitert. Dies geschah mit dem Ziel, die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Demografie, Wirtschaft und Infrastruktur aufzugreifen und neue Trends anzugehen. Letzteres betrifft in erster Linie die internationale Einwanderung, die damit verbundenen neuen oder verstärkten Aufgaben der Bildung und Integration sowie die Bereitstellung von Wohnraum.
  • Die Studie wurde der Öffentlichkeit auf der Konferenz „Starke ländliche Gebiete in Baden-Württemberg – Aktuelle Analysen von Wirtschaft, Demographie und Infrastruktur“ am 31. Januar 2020 in Sulz am Neckar vorgestellt.
  • Neben der Konferenz finden vor Ort folgende zusätzliche Akademieabende zum Thema “Wichtige Städte und Gemeinden in ländlichen Gebieten – Analysen und Handlungsfelder” statt:
    • Donnerstag, 5. März 2020, 18.00 bis 20.30 Uhr in Zweiflingen im Landkreis Hohenlohe,
    • Montag, 9. November 2020, 18.00 bis 20.30 Uhr in Ostrach im Landkreis Sigmaringen,
    • Donnerstag, 10. Dezember 2020, 18.00 bis 20.30 Uhr in Nellingen im Bezirk Alb-Donau

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Inspiriert von Landesregierung BW

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