Wirtschaft

Start-up BW Local: Kommunen setzen vermehrt auf Unternehmensnachfolge

Landeswettbewerb für gründungsfreundliche Kommunen startet in die vierte Runde

Der Landeswettbewerb "Start-up BW Local – Gründungsfreundliche Kommune" geht in die vierte Runde und legt dieses Jahr einen besonderen Fokus auf das Thema Unternehmensnachfolge in kommunalen Betrieben. Die teilnehmenden Gemeinden, Städte, Landkreise und Verbundprojekte aus Baden-Württemberg haben die Möglichkeit, ihre Konzepte zur Schaffung gründungs- und nachfolgefreundlicher Angebote einzureichen und sich somit eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus zu sichern.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt einzelne Kommunen mit bis zu 2.500 Euro bei der Erstellung ihres Konzepts, während interkommunale Projekte mit bis zu 5.000 Euro gefördert werden können. Die besten Konzepte werden prämiert, wobei die drei Finalisten zusätzliche Preisgelder von 10.000 Euro, 7.500 Euro und 5.000 Euro erhalten. Ein Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro wird für besonders herausragende Leistungen im Bereich der Unternehmensnachfolge vergeben.

Steigende Bedeutung der Unternehmensnachfolge

Die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, betonte die zunehmende Bedeutung des Themas Unternehmensnachfolge und die gestiegenen Anforderungen an die Wirtschaftsförderung der Kommunen. Sie ermutigte insbesondere Gemeinden im ländlichen Raum, am Wettbewerb teilzunehmen und die Förderung zur Erstellung eines Konzepts in Anspruch zu nehmen. Durch die Auszeichnung gründungs- und nachfolgefreundlicher Kommunen soll die kommunale Gründungsunterstützung weiter gestärkt und sichtbar gemacht werden.

Vielfältige Ansätze für gründungsfreundliche Kommunen

Die bisherigen Wettbewerbsrunden haben gezeigt, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, wie Kommunen gründungsfreundlicher werden können. Von der Aktivierung der regionalen Gründungsszene über die Vernetzung mit relevanten Partnern bis hin zu Veranstaltungen und Projekten zur Gründungsqualifizierung an Schulen – die kreativen Ansätze sind vielfältig und erfolgversprechend.

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Bewerbungen für den Landeswettbewerb sind bis zum 31. Juli 2024 möglich. Die Finalisten werden auf der Jahrestagung der baden-württembergischen Wirtschaftsförderer ermittelt, wobei auch das Fachpublikum einbezogen wird. Die Veranstaltung findet am 3. Dezember 2024 in der Rotunde der L-Bank in Stuttgart statt. Baden-Württembergische Kommunen können sich ab sofort auf der Website von "Start-up BW Local für Kommunen" für den Wettbewerb registrieren und ihre Konzepte einreichen.

Der Landeswettbewerb bietet somit eine wichtige Plattform, um innovative Ideen zur Förderung von Gründungen und Unternehmensnachfolgen in den Kommunen zu präsentieren und auszuzeichnen. Durch die gezielte Unterstützung können die teilnehmenden Kommunen langfristig von zukunftsfähigen Unternehmen, neuen Arbeitsplätzen und weiteren positiven wirtschaftlichen Effekten profitieren.

Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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