Konferenz zum Rechtsextremismus in Deutschland

Start des Prozesses gegen “Gruppe S”

Der Prozess gegen die Rechtsextremisten “Gruppe S” beginnt vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Baden-Württemberg hat die rechtsextremistischen Bemühungen fest im Blick und geht mit äußerster Härte gegen sie vor.

Zu Beginn des Prozesses gegen die Rechtsextremisten “Gruppe S” zuvor Oberlandesgericht Stuttgart erklärte Innenminister Thomas Strobl: „Wir haben rechtsextremistische Bemühungen fest im Visier und gehen mit äußerster Härte gegen sie vor. Wir nehmen die Bedrohung durch Rechtsextremismus sehr ernst. Wir wissen, dass sich Menschen insbesondere in den digitalen Raum zurückziehen und dass dort antisemitische, rassistische Echokammern entstehen. Die Hemmschwelle im Internet sinkt, die digitale Begegnung fanatischer Menschen beschleunigt die Radikalisierung. Und wir wissen: Was mit hasserfüllter, gewalttätiger und brutaler Sprache beginnt, kann zu schrecklichen Taten führen. Deshalb handeln wir mit aller Entschlossenheit und ich bin den Ermittlern zutiefst dankbar für ihre Arbeit.

Wir konzentrieren uns ganz klar auf die Bekämpfung des Rechtsextremismus und haben die Sicherheitsbehörden in diesem Bereich aktiv gestärkt:

  • Wir haben das Staatsamt für den Schutz der Verfassung dort umstrukturiert und eine eigene Abteilung gegen Rechtsextremismus eingerichtet.
  • Ich bin dem Haushaltsgesetzgeber sehr dankbar, dass für das von mir vorgeschlagene „Sonderprogramm für Rechtsextremismus“ Jahr für Jahr strukturell fünf Millionen Euro für Personal und materielle Ressourcen zur Verfügung stehen werden. Damit stärken wir das Staatsamt für den Schutz der Verfassung und die Polizei – das staatliche Kriminalpolizeiamt sowie jedes Präsidium in der Region – in diesem Bereich sehr genau. Auf diese Weise können die Sicherheitsbehörden das rechtsextremistische persönliche Potenzial und die daraus resultierenden Gefahren und Straftaten noch besser aufspüren, identifizieren und bekämpfen. So werden beispielsweise beim Amt für den Schutz der Verfassung 25 Stellen für Personen geschaffen, die sich mit Informationen über mutmaßliche Fälle von Rechtsextremisten und Radikalisierungsprozessen befassen und online nach Informationen über einzelne radikalisierte Täter suchen und nach Rechten suchen. Flügel extremistische Hassposten und fordert zu Gewalt. Wir stärken die Polizei insbesondere mit Ermittlungsassistenten, Datenanalysten und IT-Spezialisten. Darüber hinaus stehen im Rahmen des „Sonderprogramms für Rechtsextremismus“ einmalige Mittel in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro für technische Ausrüstung zur Verfügung. Mit diesem „speziellen Programm für Rechtsextremismus“ sind die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg noch besser für die Bekämpfung von Rechtsextremismus gerüstet.
  • Wir sind auch sehr entschlossen, Extremisten zu entwaffnen. Bereits im Frühjahr 2017 habe ich die Waffenbehörden angewiesen, die Erteilung von Waffengenehmigungen an Extremisten einzustellen und bereits erteilte Genehmigungen so weit wie möglich zu widerrufen. Auf diese Weise wurden Rechtsextremisten mehr als 300 Waffen abgenommen.
  • Außerdem: wir haben konex – das Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg – die Prävention von Extremismus wurde verstärkt und bewusst auf alle Fälle von Extremismus ausgeweitet. Wir klären die Gefahren des Rechtsextremismus und arbeiten gezielt daran, dass die Menschen die Szene verlassen können. “”

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Inspiriert von Landesregierung BW

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