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Shakira droht eine achtjährige Haftstrafe, wenn sie wegen angeblichen Steuerbetrugs verurteilt wird

Shakira drohen acht Jahre Haft wegen angeblichen Steuerbetrugs, wenn sie in einem Fall verurteilt wird, den spanische Staatsanwälte teilweise auf Besuche bei ihren Friseuren in Barcelona aufgebaut haben.

Die spanischen Behörden werfen dem 45-jährigen in Kolumbien geborenen Sänger vor, zwischen 2012 und 2014 geschätzte 14,5 Millionen Euro (12,2 Millionen Pfund) an Steuern nicht gezahlt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert außerdem eine Geldstrafe von 24 Millionen Euro von dem Sänger.

Shakira behauptet, sie habe im Zeitraum 2012-2014, auf den sich die Anklage bezieht, nicht in Spanien gelebt.

Als offiziellen Wohnsitz gab die Sängerin damals die Bahamas an, wo die Steuersätze deutlich niedriger sind als in Spanien.

Die Staatsanwälte behaupten jedoch, sie habe mit ihrem damaligen Partner Gerard Piqué, dem Barcelona-Fußballer, und ihren beiden Kindern in Barcelona gelebt, während sie sich für Auftritte ins Ausland wagte.

Sie untersuchten Quittungen des Friseurs Jordi Ripoli sowie ihre Social-Media-Konten, um ihren Wohnsitz in Barcelona zu beweisen.

Die Staatsanwaltschaft behauptet, sie habe mindestens 183 Tage im Jahr in Spanien gelebt, die Schwelle für die Steuerpflicht.



Shakira mit Gerard Pique in Barcelona im Jahr 2015

Der Prozess wird voraussichtlich fortgesetzt, nachdem Shakira, die mit bürgerlichem Namen Shakira Isabel Mebarak Ripoll heißt, einen von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagenen Vergleich abgelehnt hat.

Letztes Jahr sagte ein spanischer Richter, es gebe „ausreichende Beweise für Kriminalität“, um einen Prozess zu führen.

Shakiras Publizisten beharren darauf, dass sie ihren Steuerpflichten stets nachgekommen sei, und fügten hinzu, dass die Künstlerin den angeblich geschuldeten Betrag einschließlich drei Millionen Euro Zinsen eingezahlt habe.

Ihr Sprecher fügte hinzu, dass Shakira „ihrer Unschuld vertraut und sich dafür entscheidet, die Angelegenheit in die Hände des Gesetzes zu legen“.

Der Sänger wurde in den „Paradise Papers“ genannt, durchgesickerten Dokumenten, die die Offshore-Steuerregelungen einer Reihe hochkarätiger Personen darlegten.

Andere musikalische Berühmtheiten, die in den Papieren identifiziert wurden, waren Madonna und Bono von U2.

Die Papiere wurden von der deutschen Tageszeitung Süddeutsche Zeitung beschafft und von der spanischen Nachrichten-Website El Confidencial recherchiert.

Auch andere Prominente, darunter die Fußballer Ronaldo und Lionel Messi, sind mit den spanischen Steuerbehörden in Konflikt geraten.

Quelle: The Telegraph

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