Bürgerbeteiligung

Schulwettbewerb soll jüdisches Leben in Deutschland sichtbar machen

Der landesweite Schulwettbewerb „Jüdisches Leben in Deutschland – Eine Quelle der Vielfalt“ startet und hat zum Ziel, das jüdische Leben in Deutschland sichtbar zu machen und junge Menschen zur Auseinandersetzung mit der jüdischen Kultur zu motivieren. Die Initiative wird vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister Thomas Strobl unterstützt, der betont, dass die bewusste Auseinandersetzung mit der jüdischen Kultur wichtig ist, um Antisemitismus wirksam entgegenzuwirken. Kultusministerin Theresa Schopper hebt hervor, dass die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben an Schulen nicht nur eine wichtige Brücke zur Vergangenheit darstellt, sondern auch ein Schlüssel zur Förderung von Toleranz, Empathie und interkulturellem Verständnis ist.

Der Wettbewerb startet am 1. Februar 2024 und endet am 26. April 2024. Die Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse werden aufgefordert, sich auf Spurensuche nach dem reichen jüdischen Leben in Baden-Württemberg zu begeben. Der Wettbewerb wird mit verschiedenen Partnern wie der Polizei Baden-Württemberg, der Task Force gegen Hass und Hetze, dem Projekt „Meet a Jew“ des Zentralrats der Juden in Deutschland, dem Europa-Park, und weiteren Unterstützern durchgeführt. Die besten Einsendungen werden von einer Fachjury bewertet und prämiert, wobei die Gewinnerklasse einen Ausflug in den Europa-Park gewinnen kann.

Der Wettbewerb soll die Begegnung und Auseinandersetzung mit dem jüdischen Leben in Deutschland fördern und Schülerinnen und Schüler ermutigen, ihre interkulturelle Kompetenz zu vertiefen und resilienter gegen Vorurteile zu werden. Die Auseinandersetzung mit dem jüdischen Leben soll auch die Kreativität der Schülerinnen und Schüler fördern, da vielfältige Darstellungsformen wie Videos, Podcasts, Interviews, Gedichte oder andere kreative Beiträge eingereicht werden können.

Innenminister Thomas Strobl ermutigt alle Schülerinnen und Schüler, aktiv am Wettbewerb teilzunehmen und die Geschichte des jüdischen Lebens zu erforschen. Die Preisverleihung findet im Mai 2024 beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg statt, bei der alle prämierten Beiträge ausgestellt werden.

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Die Initiative wird zudem vom Kabinettsausschuss „Entschlossen gegen Hass und Hetze“ unterstützt, in dem verschiedene Ministerien vertreten sind. Neben dem Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus können zu spezifischen Themen auch Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften oder weitere Expertinnen und Experten eingeladen und ihre Fachmeinung eingeholt werden.

Die Auswirkungen dieser Initiative können weitreichend sein. Durch die Auseinandersetzung mit der jüdischen Kultur und dem jüdischen Leben können Vorurteile und Hasskriminalität eingedämmt werden. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, ihre interkulturelle Kompetenz zu vertiefen und ein tieferes Verständnis für die Vielfalt der Gesellschaft zu entwickeln. Zudem könnte der Wettbewerb dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedeutung des jüdischen Lebens in Deutschland zu stärken und damit langfristig zu einer toleranteren und offeneren Gesellschaft beitragen.

Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Journalist aus Stuttgart, der sich auf Politik und Wirtschaft spezialisiert hat. Er hat Politikwissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und ist seitdem als Autor und Analyst für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig. Alexander ist Mitglied des Verbands der Wirtschaftsjournalisten und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine tiefgründigen Analysen und investigativen Recherchen erhalten. In seiner Freizeit engagiert er sich in lokalen politischen Initiativen und ist ein begeisterter Anhänger des VfB Stuttgart.

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