Das dritte Bundesliga-Finale der Champions League steht heute Abend um 18:00 Uhr in Köln auf dem Programm. Für Bennet Wiegert, den Coach des SC Magdeburg, ist dieses Event ein «Feiertag für den deutschen Handball», wie er es ausdrückt. Wiegert fordert zudem eine Erhöhung der deutschen Startplätze in der Champions League, da der Wettbewerb sich als zunehmend herausfordernd für die Mannschaften erweist. Seiner Meinung nach kämpfen derzeit sechs bis sieben Teams um die Qualifikation über die Bundesliga.

Das heutige Finale ist ein bemerkenswerter Punkt in der 32-jährigen Geschichte der Champions League, denn es ist das dritte Mal, dass zwei deutsche Teams in einem Finale stehen. Zuvor tematisierten die Finalspiele in den Jahren 2007 und 2014, als die Teams THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt gegeneinander antraten. Im aktuellen Wettbewerb haben sich die Füchse Berlin, die letzte Woche die Bundesliga-Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung vor dem SC Magdeburg für sich entschieden haben, und der SC Magdeburg den Platz im Finale gesichert.

Füchse Berlin im Fokus

Die Füchse Berlin, die sich im Halbfinale gegen den HBC Nantes mit einem klaren 34:24 (18:12) durchsetzten, erleben einen historischen Moment: Dies ist ihre erste Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Mathias Gidsel, der von vielen als wichtigster Spieler der Füchse angesehen wird, fiel im Halbfinale zwar mit einer Roten Karte in der neunten Minute aus, doch seine Mannschaft verblüffte die Zuschauer mit einer starken Leistung. Tim Freihöfer war der beste Werfer des Spiels mit zehn Treffern und Torwart Dejan Milosavljev erzielte eine beeindruckende Quote, indem er rund 40 Prozent der Würfe abwehrte.

Trotz Gidsels vorzeitiger Auswechslung zeigte das Team eine dominierende Performance, setzte sich schnell ab und führte bereits zur Halbzeit mit sechs Toren. Der Vorteil für die Füchse manifestierte sich auch nach der Halbzeit, als sie das Spiel weiter kontrollierten. Nationalspieler Nils Lichtlein und Fabian Wiede, der Gidsel vertreten musste, trugen ebenfalls maßgeblich zur Entscheidung bei. Nach einem entscheidenden Moment in der 36. Minute, als der Stand auf 22:14 erweitert wurde, war die Entscheidung nahezu gefallen. Gidsel, der im Finale wieder spielen wird, hat dafür gesorgt, dass die Füchse in voller Stärke antreten können.

Die Erwartungen der Teams

Auf der anderen Seite erwartet Lukas Mertens, der Linksaußen des SC Magdeburg, ein enges Match. Er sieht einen kleinen Vorteil für sein Team, basierend auf deren Erfahrung in Endspielen. Ebenso stellt Wiegert klar, dass die Qualifikation zum Finale ein Beweis für die Qualität der beiden Mannschaften ist. Im Fokus steht auch Trainer Jaron Siewert der Füchse, der mit nur 31 Jahren der jüngste Trainer werden könnte, der je die Champions League gewinnt.

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Die Übertragung des Spiels erfolgt heute Abend über Dyn, DAZN und DF1. Ein spannendes Match zwischen zwei erstklassigen Teams steht bevor, und die Fans der beiden Mannschaften dürfen sich auf eine aufregende Atmosphäre in Köln freuen.