In Bad Herrenalb, einer Stadt im Landkreis Calw, wurde das Abkochgebot für Trinkwasser nun aufgehoben. Laut Berichten von ZVW und Tagesschau haben die zuständigen Behörden nach umfassenden Analysen und Kontrollen keine Beeinträchtigungen des Trinkwassers mehr festgestellt. Damit können die rund 630 betroffenen Bürgerinnen und Bürger wieder auf das Trinkwasser zugreifen, ohne es vorher abkochen zu müssen.

Das Abkochgebot war am 16. Juni verhängt worden, nachdem in einer Wasserprobe erhöhte Werte von Darmbakterien, insbesondere E. coli und coliformen Keimen, festgestellt wurden. Diese Bakterien sind natürlicherweise im Darm von Menschen und Tieren vorhanden und können gesundheitliche Risiken bergen. Die Verunreinigung des Trinkwassers war auf ein Leck in einem Hochbehälter zurückzuführen, durch das Schmutzpartikel wie Erde und Sand ins Wasser gelangten, besonders nach Starkregen.

Spülen der Leitungen erforderlich

Das Landratsamt Calw hat jedoch darauf hingewiesen, dass Bewohner, deren Leitungen seit dem 16. Juni nicht gespült wurden, dies nachholen müssen. Bevor das Wasser genutzt werden kann, muss es mindestens drei Minuten laufen gelassen werden, um sicherzustellen, dass es kalt, farblos, klar und geruchsneutral ist. Die Leitungen wurden zudem gespült und mit Chlor desinfiziert, um die Qualität des Trinkwassers wiederherzustellen.

Die Maßnahme zum Abkochgebot hat die Anwohner in der Stadt und umliegenden Gebieten betroffen und sie in den letzten Tagen veranlasst, ihr Trinkwasser vorsorglich abzukochen. Nun können sie aufatmen, da die Behörden bestätigten, dass die Trinkwasserqualität wieder hergestellt ist. Die Situation hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig regelmäßige Kontrollen der Wasserversorgung sind, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und Verunreinigungen schnellstmöglich zu beheben.