Soziales

Queer durch Tübingen: Geschichten vom Leben, Lieben und Kämpfen

Kurz vor dem offiziellen Start des Berliner Pride Months ist in der Berliner Landesvertretung ab dem 31. Mai 2023 die Ausstellung „Queer durch Tübingen: Geschichten vom Leben, Lieben und Kämpfen“ zu sehen.

Premiere: Zum ersten Mal findet in der Landesvertretung Baden-Württemberg beim Bund eine queere Veranstaltung statt: Kurz vor dem offiziellen Start des Berliner Pride Months ist dort ab dem 31. Mai 2023 die Ausstellung „Queer durch Tübingen: Geschichten vom Leben, Lieben und Kämpfen“ zu sehen. Zudem lädt die Landesvertretung am 7. Juni 2023 zu einer Diskussionsrunde mit Maren Kroymann ein.

Die Ausstellung wurde erstmals 2022 in Tübingen gezeigt und porträtiert queere Menschen, die in Tübingen wirkten oder noch heute dort leben. Sie dokumentiert Aspekte queeren Lebens unter Verfolgung, Repression, juristischen Lockerungen und Emanzipation. Eingebettet sind diese Tübinger Biografien in den größeren historischen Zusammenhang und erzählen queere Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Dazu zählen beispielsweise König Karl von Württemberg, der NS-Widerstandskämpfer Hans Scholl aber auch junge queere Menschen aus der Stadt sowie die Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin Maren Kroymann. Die Ausstellung zeigt dabei den enormen gesellschaftlichen Wandel der Universitätsstadt auf: Bis 1969 war die pietistisch geprägte Region einer der queerfeindlichsten Gegenden Deutschlands. Zwischen 1950 und 1969 gab es in ganz Baden-Württemberg mehr als 20.000 Ermittlungsverfahren nach dem §175 – der erst 1994 endgültig abgeschafft wurde. Ausgangspunkt der Ausstellung war ein Forschungsprojekt des Stadtarchivs Tübingen im Rahmen der der Initiative „Queering the Archives“.

Am Mittwoch, 7. Juni 20223, Beginn 19.00 Uhr findet – begleitend zur Ausstellung – eine Diskussionsrunde in der Landesvertretung mit anschließendem Empfang statt. Hauptgast des Generationengesprächs ist Maren Kroymann, die mit weiteren Gästen über Erreichtes und heutige Herausforderungen im queeren Kontext diskutiert.

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Die Ausstellung kann von Mittwoch, 31. Mai 2023 bis Sonntag, 11. Juni 2023, täglich zwischen 9.00 und 16.00 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Inspiriert von Landesregierung BW

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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