Programm zur Arbeitsförderung und Jugendhilfe wird ausgebaut

Programm zur Arbeitsförderung und Jugendhilfe wird ausgebaut

Das Wirtschaftsministerium unterstützt zehn weitere Standorte zur Verknüpfung von Arbeitsförderung und Jugendhilfe (BeJuga). BeJuga ist ein erfolgreiches Projekt, das Eltern und Alleinerziehende, die SGB II-Leistungen beziehen, und ihre Kinder unterstützt. Die Zahl der Standorte soll von 22 auf insgesamt 32 erhöht werden.

Das Land Baden-Württemberg testet das Projekt seit Juli 2017 „Arbeitsförderung und Jugendhilfe gemeinsam anpacken“ (BeJuga) an bisher 22 Projektstandorten, wie Eltern und Alleinerziehende, die SGB II-Leistungen beziehen, und ihre Kinder besser unterstützt werden können. Für Erzieherinnen und Erzieher ist der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt besonders schwierig. Das Projekt ist Teil des Landesprogramms „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ und wird nun um weitere zehn Standorte erweitert.

„Die Unterstützung von Familien ist uns besonders wichtig. Wir wollen die „Erblichkeit“ von Armut und sozialer Ausgrenzung aufbrechen und betroffenen Familien einen niederschwelligen Zugang zu Beratung, Kinderbetreuung und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten“, so der Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „BeJuga ist ein erfolgreiches Projekt. Die Erfahrungen aus der bisherigen Umsetzung zeigen, dass die Angebote von den Familien sehr gut angenommen werden und weiterer Unterstützungsbedarf vor Ort besteht – insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Pandemie. Um das Angebot noch mehr Familien zugänglich zu machen, werden wir die Anzahl erhöhen Standorte (PDF) auf insgesamt 32“, kündigte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut an. Mittelfristig ist eine flächendeckende Ausweitung auf alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg das Ziel.

Familien besser erreichen und unterstützen

Erweiterter Zugang zu Bildung, Integration ins Berufsleben, Gesundheitsförderung und gesellschaftliche Teilhabe sind Themen, die mit Familien, Jobcentern, Jugendämtern und anderen unterstützenden Institutionen vor Ort bearbeitet werden. Es sollen neue Kommunikationsstrukturen aufgebaut werden, von denen alle Beteiligten profitieren können. „So können wir Familien in verschiedenen Problemlagen besser erreichen und umfassend unterstützen. Denn oft fehlt es nicht nur an einer adäquaten Erwerbstätigkeit, sondern auch an Lebensfreude und einem Lebensentwurf. Deshalb muss es qualifizierte Vertrauenspersonen geben, die jedes einzelne Familienmitglied und die Familie als Einheit im Blick haben“, so die Ministerin. Mit der Erweiterung der Standorte sei ein weiterer wichtiger Grundstein gelegt worden.

Neue Modellregionen und Projektträger:

  • Alb-Donau: Caritas Ulm-Alb-Donau
  • Breisgau-Oberschwarzwald: IB Bildung & Soziales eV, IB Baden
  • Calw: Diakonieverbund Dornahof & Erlacherhöhe eV, Erlacherhöhe Calw-Nagold
  • Freiburg: Gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH, fqb gemeinnützige GmbH
  • Hohenlohekreis: Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft eV BBQ Bildung und Berufsqualifizierung gGmbH
  • Ludwigsburg: Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz
  • Ravensburg: Berufsbegleitende Dienstleistungen Arkade-Pauline 13 gGmbH
  • Rottweil: LFA – moveo gemeinnützige GmbH
  • Sigma-Ringe: gBIG Jungnau, Gemeinnützige Beschäftigung und Integration GmbH
  • Waldshut: GWA gemeinnützige GmbH.

Die bisherigen und neuen Projektstandorte werden mit jeweils 75.000 Euro jährlich gefördert.

Übersichtskarte der Projektstandorte (PDF)

Übersicht der Projektträger (PDF)

Inspiriert von Landesregierung BW

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