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Petition per Mislintat: Wie geht es weiter mit Stuttgarts Sportvorstand?

Der Siegtreffer von Konstantinos Mavropanos in der achten Minute der Nachspielzeit gegen Hertha sorgte beim VfB für Euphorie. Die gesamte Mannschaft, die Verantwortlichen und die Fans schienen die Sorgen um den Verein für einen Moment vergessen zu haben. Aber nur für einen Moment. Denn direkt nach dem Spiel musste Sportdirektor Sven Mislintat Fragen zur Zukunft von Interimstrainer Michael Wimmer, aber auch zu seiner eigenen beantworten. Es wurde deutlich, dass es noch viel zu besprechen gibt.

„Grundsätzlich muss der Verein seine Hausaufgaben machen. Dazu gehört natürlich die Trainerwahl, aber auch die Leute, die den Trainer wählen.“

Sven Mislintat, Sportdirektor VfB Stuttgart

Es war offensichtlich, dass Mislintat mit den „Leute, die den Trainer wählen“ genervt auf seine eigene Zukunft anspielte. Die (Nicht-)Verlängerung seines im Juni 2023 auslaufenden Vertrages hat sich zu einem Patt entwickelt. Seit Monaten wird über einen möglichen Abgang spekuliert, zu einer Entscheidung ist der Klub um Vorstandschef Alexander Wehrle aber noch nicht gekommen.

VfB-Fans unterstützen Mislintat mit einer Petition

Mittlerweile wird Mislintat von tausenden VfB-Fans unterstützt. Bereits Mitte September starteten Anhänger des Fußball-Bundesligisten die Petition „Vertragsverlängerung mit Sven Mislintat“ als Reaktion auf die Leistungen von Sami Khedira, Philipp Lahm und Christian Gentner. Mehr als 10.000 Menschen haben innerhalb der ersten drei Tage unterschrieben.

Um ihr Anliegen zu unterstreichen, Mislintat beim VfB zu halten, haben die Initiatoren nun ein Statement veröffentlicht. Darin heißt es: „Die Vielzahl der Unterschriften und Beiträge im Kommentarbereich der Petition zeigt, dass mit Sven Mislintat, Thomas Krücken (Leiter Jugendabteilung, Anm. d. Red.) und Markus Rüdt eine Vielzahl von Fans voll hinter dem aktuellen sportlichen Weg steht (Organisationsleiter, Anm. d. Red.) steht“.

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Befürworter wollen einen „Rückfall in alte Zeiten“ verhindern.

Unter Mislintat und dem früheren Vorstandsvorsitzenden Hitzlsperger habe der Verband laut Aussage „eine klare Ausrichtung erhalten, Entscheidungen aus nachvollziehbaren Gründen getroffen und Positionen anhand klarer Berufsbilder an kompetente Personen vergeben“. Die Fans befürchten nun, dass der VfB bei einem Abgang von Mislintat in „alte Zeiten“ zurückfällt. Nach Hitzlspergers Abgang wuchs die Befürchtung, „dass mit Mislintat der zweite Mitbegründer dieses Weges den Verein verlassen könnte und der Verein seine strategische Ausrichtung wieder verlieren könnte“.

Mislinat und Wimmer auf USA-Reise mit dem VfB

Fraglich ist, ob sich CEO Wehrle bei seiner Entscheidung zur Vertragsverlängerung mit Mislintat von der Meinung der Fans beeinflussen lässt oder nicht. Fest steht jedoch: In der Winterpause, die wegen der WM in Katar am Sonntag beginnt, wird über die Zukunft des Stuttgarter Kaderplaners entschieden. Vielleicht während der einwöchigen Reise des VfB in die USA. Diesen spielen die Schwaben nach dem letzten Spiel der Hinrunde am kommenden Montag gegen Leverkusen. Neben Interimstrainer Michael Wimmer wird auch Sven Mislintat dabei sein. Gesprächsstoff gibt es auf jeden Fall genug.

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