Oberstaatsanwalt Alexander Schwarz ist neuer Opferbeauftragter der Landesregierung

Oberstaatsanwalt Alexander Schwarz ist neuer Opferbeauftragter der Landesregierung

Alexander Schwarz ist neuer Opferbeauftragter der Landesregierung. Der langjährige Oberstaatsanwalt löst seinen Vorgänger Dr. Uwe Schlosser ab.

Der langjährige Oberstaatsanwalt Alexander Schwarz ist der Neue Opferbeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg. Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges überreichte ihm am Mittwoch, 21. Juli 2021, die Ernennungsurkunde und begrüßte ihn in seinem neuen Amt. Alexander Schwarz folgt auf den ersten Opferbeauftragten der Landesregierung, den ehemaligen Generalstaatsanwalt Dr. Uwe Schlosser. Dieses Amt hatte er vom 1. Juli 2020 bis zum Ende der vorangegangenen Legislaturperiode inne, stand aber aus familiären Gründen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung.

Minister für Justiz und Migration Marion Gentges sagte: „Mit Alexander Schwarz ist die Idealbesetzung für das Amt des Opferbeauftragten der Landesregierung gelungen. Er verfügt über mehr als 23 Jahre Führungserfahrung bei führenden Staatsanwälten des Landes. Während seiner beruflichen Laufbahn hat er sich kontinuierlich dem Opferschutz verschrieben und verfügt in diesem Bereich über hervorragende Fachkenntnisse und exzellente Kontakte.

Als Behördenchef hat er immer wieder eindrucksvoll sein Organisationstalent bewiesen, das im Falle eines Zwischenfalls dringend gebraucht würde. Er war und ist bekannt für seine ausgleichende und zugleich zupackende Art. “

Der neue Opferbeauftragte der Landesregierung, Alexander Schwarz, sagte: „Mein Vorgänger Dr. Schlosser hat gemeinsam mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle die Grundstrukturen für die Aufgaben der Opferanwaltschaft und die Zusammenarbeit mit den Opferschutzeinrichtungen geschaffen. Darauf müssen wir jetzt aufbauen. Ich danke der Landesregierung für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf diese spannende und verantwortungsvolle Aufgabe. “

Ministerin Marion Gentges würdigte noch einmal die Verdienste und Leistungen des ersten Opferbeauftragten, Dr. Uwe Schlosser und seines Teams: „Der Opferbeauftragte und sein Amt haben im ersten Jahr wichtige Entscheidungen getroffen. Ein Meilenstein war die umfassende Kooperationsvereinbarung mit dem Weißen Ring als Opferhilfeorganisation mit dem dichtesten Netz an Einrichtungen des Landes. Rat- und hilfesuchende Bürger werden an die zahlreichen Stellen im Land verwiesen, die im konkreten Fall am besten helfen können. Bereits im ersten Jahr wurden Strukturen geschaffen, die im Falle eines schweren Terroranschlags oder Amoklaufs, der hoffentlich nicht eintreten wird, nicht aufgebaut werden müssen, sondern direkt zur Verfügung stehen. “

Opferbeauftragte der Landesregierung

Im Juni 2020 hat der Ministerrat die Stelle eines freiwilligen Opferombudsmanns für die Landesregierung geschaffen und gleichzeitig die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für Opfer von Terroranschlägen, Amokläufen und Großunfällen beschlossen. Opfer von Terroranschlägen, Amokläufen und Großkatastrophen sollen eine ganzheitliche Betreuung vom Beginn der Akutphase bis zum Ende der Nachsorgephase aus einer Hand erhalten. Der Opferombudsmann und die zentrale Anlaufstelle fungieren seither auch als Wegweiser für Opfer allgemeiner Kriminalität. Sie sind auch Anlauf- und Koordinationsstelle für die Opferhilfseinrichtungen.

Seit dem 1. September 2020 ist die Geschäftsstelle des Opferombudsmanns mit zwei Rechtsanwälten und zwei Rechtsreferendaren besetzt. Die wichtigsten Aufgaben des Opferombudsmanns und seiner Geschäftsstelle in der Anfangsphase bestanden darin, im Ereignisfall eine Arbeitsgrundlage zu schaffen und sich mit den verschiedenen Akteuren der Opferhilfe zu vernetzen. Auf diese Weise konnte innerhalb der ersten 100 Tage ein vorläufiges Einsatzkonzept erstellt werden, auf dessen Grundlage der Opferanwalt und seine Stelle im Ereignisfall strukturiert vorgehen können. Der Opferanwaltschaft und seinem Team war es von Anfang an wichtig, deutlich zu machen, dass die Opferanwaltschaft der Landesregierung das weitreichende ehrenamtliche Engagement im Bereich der Opferhilfe im Land anerkennt, das so viele Ehrenamtliche mitbringen Leidenschaft und persönlichem Engagement, und dass keine Parallelstrukturen entstehen . Das bewährte Engagement soll nicht ersetzt oder eingeschränkt, sondern ergänzt und gefördert werden.

Lebenslauf Alexander Schwarz

In Mosbach geboren, wuchs Alexander Schwarz in Karlsruhe auf. Nach Studium und Referendariat in Freiburg trat er 1983 in die baden-württembergische Landesjustiz ein. Hier war er zunächst als Richter in Rastatt tätig, weitere Stationen führten ihn nach Karlsruhe zur Staatsanwaltschaft und zum Landgericht. 1991 wurde er in den baden-württembergischen Landtag abgeordnet, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Arbeit eines Untersuchungsausschusses unterstützte. Anschließend war Alexander Schwarz bis 1997 – unterbrochen durch seine Mitarbeit in zwei weiteren Untersuchungsausschüssen – als Ausbildungsbeauftragter im baden-württembergischen Justizministerium tätig.

Nach seiner Ernennung zum Oberstaatsanwalt 1995 war er ab 1997 stellvertretender Leiter der Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Im Jahr 2000 wurde er zum Generalstaatsanwalt ernannt und mit dem Amt des stellvertretenden Staatsanwalts bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe betraut. Von dort wechselte Schwarz im April 2007 als Behördenleiter zur Staatsanwaltschaft Heidelberg. Nach siebeneinhalb Jahren in Heidelberg übernahm er im November 2014 die Leitung der Staatsanwaltschaft Mannheim. Er leitete diese zweitgrößte Staatsanwaltschaft Baden-Württembergs, die auch die Hauptstaatsanwaltschaften für die Verfolgung von Wirtschaftskriminalität hat und Cyberkriminalität für den badischen Landesteil, bis er im Juli 2020 in den Ruhestand ging.

Opferbeauftragte der Landesregierung

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