Neues Spielezentrum in Heidelberg

Neues Spielezentrum in Heidelberg

Das Land baut in Heidelberg ein neues Spielezentrum. Hier haben Gründungsteams aus der Spielebranche die Möglichkeit, Spiele und Anwendungen in den Bereichen Gesundheit und Biowissenschaften zu entwickeln.

Das Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) baut mit dem Medienuniversität Stuttgart (HdM) und in Zusammenarbeit mit Stadt Heidelberg eröffnete einen GamesHub in Heidelberg. Hier haben Gründungsteams aus der Spielebranche die Möglichkeit, Spiele und Anwendungen, sogenannte Serious Games (Lernspiele) im Bereich der Gesundheits- und Biowissenschaften, zu entwickeln. Sie sollten die Möglichkeit haben, sich mit den Institutionen und Unternehmen der Biotechnologie- und Medizintechnikbranche sowie des Gesundheitssektors zu vernetzen, die sich hauptsächlich in und um Heidelberg befinden.

„Die Universitätsstadt Heidelberg und die Metropolregion Rhein-Neckar sind als starker Standort für Bio- und Medizintechnik sowie für den Gesundheitssektor bekannt. Mit dem neu geschaffenen GamesHub wollen wir die Spielebranche und ihre kreative Art der Zusammenarbeit mit dem Motor unserer Region zusammenbringen und innovative Start-ups und die Ansiedlung von Spielefirmen fördern “, sagte Wissenschaftsminister Theresia Bauer. “Der neue GamesHub bietet auch einen Anreiz, die in Baden-Württemberg hervorragend ausgebildeten Hochschulabsolventen im Land zu halten und bei der Gründung zu unterstützen”, so Bauer weiter.

Das Projekt startet im März mit der Bekanntgabe eines Projektkoordinators. Der GamesHub Heidelberg wird vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit Mitteln aus dem staatlichen Media Impulse Program (MIP) mit 110.000 Euro finanziert.

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sagte: „Serious Games gewinnen in vielen Bereichen an Bedeutung: sei es in der Bildung, im Gesundheitswesen oder in sozialen Fragen. Die Tatsache, dass der Staat die Einrichtung eines GamesHub in Heidelberg finanziert, ist eine gute Nachricht. Das Projekt trifft hier auf fruchtbaren Boden: Heidelberg bietet als internationales Forschungszentrum, wichtiger Gesundheitsstandort und Bildungsstadt ideale Bedingungen. Hinzu kommen die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihrer hohen Gründungsdynamik und der Heidelberger Innovationspark, ein Ideenviertel für die digitale Zukunft. Ich bin sicher, dass ein GamesHub in Heidelberg von den vielen Synergien in unserer Stadt profitieren wird. “”

Ernsthafte Spiele für Gesundheit / Biowissenschaften

Der Schwerpunkt des neuen GamesHub liegt in der Entwicklung sogenannter Serious Games, Spiele und Anwendungen zur Simulation von Prozessen, zur Ausbildung, Rehabilitation und Weiterbildung im Bereich der Bio- und Medizintechnik sowie der Gesundheitsökonomie. Ein Beispiel für Serious Games sind die virtuellen Realitäten, die das Heidelberger Start-up Living Brain in Form von Überwachungssoftware und VR-Brillen für die Neurorehabilitation entwickelt und derzeit am Universitätsklinikum Heidelberg testet. Solche Projekte und junge Unternehmen aus dem ganzen Land sollten im GamesHub Heidelberg gezielt gefördert und in ihrer beruflichen und unternehmerischen Entwicklung begleitet werden.

Bis zu fünf Spielestudios, die voraussichtlich ab Sommer 2021 in den GamesHub Heidelberg einziehen, werden von einer Expertenjury für das Projekt ausgewählt. Die Gewinnerteams erhalten perfekte Startbedingungen: Der GamesHub Heidelberg umfasst nicht nur technisch voll ausgestattete Arbeitsplätze und spezifische Unterstützung durch einen Koordinator vor Ort, sondern auch speziell auf die Teams zugeschnittene Netzwerkmöglichkeiten und Qualifizierungsangebote. Der GamesHub soll als Ansprechpartner für die Umsetzung von Gaming- und Gamification-Projekten dienen. Gaming-Apps werden immer wichtiger, insbesondere im Gesundheits- und Trainingsbereich.

Machen Sie den Standort für Spieleentwickler noch attraktiver

Auch Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, zeigte sich mit dem geplanten Projekt zufrieden. Er betont die Vorteile der Zusammenarbeit mit Kreativen: „Die Spielebranche ist nicht nur seit dem Fortschritt der Digitalisierung ein Pionier in Bezug auf digitale und innovative Techniken, Arbeitsmethoden und Motivationsmechanismen. Der neue GamesHub bietet eine sehr gute Gelegenheit, das besondere Know-how der Kreativ- und Spielebranche in Innovationsprozesse in anderen Branchen wie der Medizintechnik einzubringen. Für Spieleentwickler aus dem Südwesten bietet der in Deutschland einzigartige GamesHub in Heidelberg neue, vielversprechende Anwendungsbereiche, die dazu beitragen können, dass die Spielebranche bundesweit weiter an Bedeutung gewinnt. Der Standort Baden-Württemberg wird damit für die Spielebranche noch attraktiver. “”

In Baden-Württemberg sind nach neuesten Angaben des Verbandes der Deutschen Spielebranche über 60 Unternehmen als Entwickler und / oder Publisher auf dem Spielemarkt tätig. Die Spieleindustrie ist einer der elf Teilsektoren der Kultur- und Kreativbranche. Staat und MFG setzen sich seit Jahren für die Stärkung der Spielebranche in Baden-Württemberg ein. Mit der Einrichtung des Spielezentrums baut die MFG ihre Finanzierungsmaßnahmen weiter aus.

Zusammenarbeit zwischen MFG und der Medienuniversität

Die Stuttgarter Medienuniversität mit starkem Fokus auf Spiele ist Partner der MFG beim Aufbau des GamesHub Heidelberg. Die Sandbox, der staatliche Beschleuniger für die Kreativwirtschaft, unterstützt die MFG bei der Entwicklung eines speziellen Qualifizierungsprogramms für die Start-up-Studios in Heidelberg.

“Die Gründung eines Unternehmens ist Teil der DNA des HdM”, sagt Rektor Prof. Dr. Alexander Roos. “Das HdM Start-up Center hilft jedes Jahr bei der erfolgreichen Einrichtung von 40 bis 50 Geschäftsideen, einschließlich vieler Spielideen. Gamification spielt in immer mehr Anwendungsbereichen eine wichtige Rolle – auch im Gesundheitssektor, zum Beispiel in die Unterstützung von Rehabilitationsmaßnahmen. Das HdM hat mit seinem Spielinstitut zahlreiche Projekte mit großem Erfolg durchgeführt und damit seine hohe Kompetenz unter Beweis gestellt. Der GamesHub baut auf der Kompetenz des HdM auf und wird die erfolgreiche Kombination von Spielen fördern. Gesundheits- und Unternehmensgründungen noch gezielter. “

Unterstützung des GamesHub durch Heidelberger Institutionen

Der GamesHub wird auch von unterstützt Life Science Accelerator Baden-Württemberg. Das nationale Beschleunigerprogramm fördert wissenschaftliche und technologische Start-up-Teams in Baden-Württemberg mit den Schwerpunkten Biotechnologie, Medizintechnik und digitale Gesundheit. Weitere Kooperationspartner des GamesHub sind die Stadt Heidelberg mit der Abteilung Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Geschäftsentwicklung und die Technologiepark Heidelberg GmbH. Andere lokale Institutionen und Unternehmen werden an dem Projekt beteiligt sein.

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