"Expertengruppe Aerosole" beginnt nächste Woche

Neues Programm zur Reduzierung der Virusübertragung durch Aerosole

Der Ministerrat hat die „Initiative für gesunde Luft“ als integriertes Beratungs- und Forschungsprogramm verabschiedet. Ein Netzwerk von Fraunhofer-Instituten soll Unternehmen zu Lüftungskonzepten beraten und die Wirksamkeit von Luftreinigern zur Reduzierung infektiöser SARS-CoV-2-Aerosole untersuchen.

Auf seiner Sitzung am 15. Dezember genehmigte der Ministerrat die „Initiative für gesunde Luft“ als integriertes Beratungs- und Forschungsprogramm für das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungswesen. Ein Netzwerk von Fraunhofer-Instituten soll kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung von Lüftungskonzepten beraten, gleichzeitig gemeinsam mit Herstellern Testumgebungen betreiben und Wirksamkeitstests von Luftreinigungstechnologien durchführen. Darüber hinaus wird in einer Studie die Wirksamkeit mobiler und fest installierter Luftreiniger zur Reduzierung infektiöser SARS-CoV-2-Aerosole getestet. Die „Healthy Air Initiative“ läuft ein Jahr und wird mit 2,7 Millionen Euro finanziert.

Minister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Virenhaltige Aerosole spielen eine sehr zentrale Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. Daher ist eine ausreichende Belüftung zum Entfernen oder Verdünnen von Aerosolen für die Infektionsprävention von entscheidender Bedeutung. In der gegenwärtigen Pandemiesituation haben insbesondere kleine und mittlere Unternehmen einen hohen Beratungsbedarf zur Vermeidung von Aerosolen. “Darüber hinaus sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Vermeidung von Aerosolen durch anwendungsorientierte Raumlüftungstechnologie unzureichend:” Bei der ‘Healthy Air Initiative’ verfolgen wir ein integriertes Konzept aus Beratung, Forschung, Wissenstransfer und Vernetzung. Dies ermöglicht es uns, unseren Unternehmen schnell und praktisch wissenschaftlich fundierte Lösungen für die Raumlüftung zur Vermeidung von Aerosolen zur Verfügung zu stellen “, fährt Hoffmeister-Kraut fort. “Gleichzeitig leisten Forschung und Austausch mit Herstellern, insbesondere aus Baden-Württemberg, einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Raumlüftungstechnologien”, betonte der Minister.

Die drei Bausteine ​​der Healthy Air Initiative

In den Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft werden zunächst neue Beratungsstellen eingerichtet. Die Aufgabe dieser Beratungsstellen sollte es sein, als Kontaktstelle für kleine und mittlere Unternehmen bei allen Fragen zur Gestaltung der Raumlüftung in Zeiten der Pandemie zu dienen. Die Beratung sollte hauptsächlich telefonisch oder elektronisch erfolgen, bei Bedarf können jedoch auch eine Inspektion vor Ort und personenbezogene Daten möglich sein. Die Beratungsstellen dienen als Leitfaden, um praktische und bewährte Lösungen aufzuzeigen und gegebenenfalls Empfehlungen für weitere Schritte in komplexen Fällen zu geben. Neben dem Beratungsbedarf des Anwenders oder des Anwenders besteht auch ein Informationsbedarf des Anbieters oder Herstellers von Geräten und Systemen zur Luftreinigung. Daher sollten die Beratungsstellen auch einen Austausch mit Herstellern aufnehmen und Erfahrungen aus der Beratungspraxis mit ihnen teilen.

Darüber hinaus sieht das Konzept als zweiten Bestandteil der Initiative den Betrieb von Testumgebungen und die Durchführung von Wirksamkeitstests von Luftreinigungstechnologien (insbesondere unter Verwendung von Corona-Ersatzviren) in Zusammenarbeit mit Herstellern vor. Auf diese Weise können schnell zuverlässige Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Luftreinigungstechnologien zur Infektionsprävention gewonnen werden.

Die dritte Komponente ist eine wissenschaftliche Studie über die Wirksamkeit mobiler und fest installierter Luftreiniger zur Reduzierung infektiöser SARS-CoV-2-Aerosole, deren Ergebnisse das Beratungswissen kontinuierlich erweitern (erste Komponente).

An der Umsetzung der „Healthy Air Initiative“ sind verschiedene Fraunhofer-Institute beteiligt. Die Stuttgarter fungieren als wissenschaftliche und organisatorische Transferbasis für die Beratungsstelle Fraunhofer-Institut IBP (Fraunhofer-Institut für Bauphysik), IGB (Fraunhofer-Institut für Grenzflächentechnik und Biotechnologie) und IPA (Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Automatisierung). Sie werden von den Instituten unterstützt IABP (Institut für Akustik und Bauphysik IABP der Universität Stuttgart) und IFF (Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung der Universität Stuttgart) und nutzen ihr landesweites Netzwerk mit anderen zuständigen Institutionen.

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