17 neue Straßenmeister für Baden-Württemberg

Neue Trainingssoftware in der Straßenbauverwaltung sorgt für mehr Sicherheit

Verkehrsbegleiter sind unverzichtbare Fachkräfte für Funktionalität und Sicherheit im Straßenverkehr. Die Arbeiten im Straßenraum werden oft in der Nähe des fließenden Verkehrs durchgeführt. Eine neue Trainingssoftware mit Virtual-Reality-Technologie bereitet die Kandidaten nun auf gefährliche Situationen im Straßenverkehr vor.

Im Winter sorgen sie unermüdlich für die Befahrbarkeit der Straßen, in der warmen Jahreszeit sorgen sie für eine natur- und artenschutzgerechte Grünpflege. Während des restlichen Jahres finden regelmäßige Kontrollen an Brücken, Tunneln und Stützmauern sowie Sicherheitsarbeiten auf Baustellen oder Unfallstellen statt. Verkehrsbegleiter sind unverzichtbare Fachkräfte für Funktionalität und Sicherheit im Straßenverkehr. Die Arbeiten im Straßenbereich werden oft in der Nähe des fließenden Verkehrs verrichtet – der Beruf des Straßenwärters ist gefährlich.

das Mobilitätszentrum Baden-Württemberg ist Kooperationspartner von Hochtief PPP Solutions GmbH und der Building Information Innovator GmbH bei der Entwicklung einer Trainingssoftware für die Ausbildung von Verkehrsbegleitern, um die Kollegen im Straßenmeisterdienst auf Gefahrensituationen im Straßenverkehr vorzubereiten und zu sensibilisieren. Es basiert auf der innovativen VR-Technologie (Virtual Reality). So können reale Situationen im digitalen Raum simuliert und dort realitätsnah erlebt werden. Das Mobilitätszentrum, zuständig für die Ausbildung von Straßenwächtern, plant die dauerhafte Integration von Trainingssoftware in den regulären Lehrplan.

Fuß vom Gas bei Straßenbauarbeiten

Verkehrsminister Winfried Hermann konnten sich heute gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Tübinger Landesregierung, Dr. Utz Remlinger und Marcel Zembrot, den Abteilungspräsidenten des Mobilitätszentrums Baden-Württemberg, ein Bild vom Stand der Entwicklung machen. Die Präsentation fand im Schulungszentrum der Straßenbauverwaltung in Nagold statt.

Verkehrsminister Winfried Hermann zeigte sich beeindruckt: „Ich bin begeistert von der Innovationsfreude, mit der ein Angebot für die Kollegen im Straßenmeisterdienst entwickelt wird. Sie halten unsere Straßen sicher. Unsere Aufgabe ist es, sie insbesondere während der Ausbildung und durch regelmäßiges Training bestmöglich auf ihre Tätigkeit vorzubereiten und auf Gefahrensituationen aufmerksam zu machen. Trotzdem mein eindringlicher Appell an alle Verkehrsteilnehmer: Seien Sie rücksichtsvoll, nehmen Sie den Fuß vom Gas und halten Sie den bestmöglichen Abstand, wenn Sie unsere Straßenwächter sehen. Sie arbeiten jeden Tag hart daran, Ihnen eine sichere Route mit Auto, Motorrad, Bus oder Fahrrad zu bieten. “

Realistisches Training in interaktiven Trainingseinheiten

Die Trainingssoftware zeichnet sich durch eine virtuelle Darstellung der tatsächlichen Arbeitsumgebung und der jeweiligen Situationen im Straßenbereich aus. Durch die Darstellung gefährlicher Situationen, die beispielsweise durch mögliche Verkehrsunfälle entstehen können, können Mitarbeiter in Zukunft durch Trainingseinheiten realitätsnah geschult werden. Dies führt zu einer Verbesserung der Qualifikation durch schnellere, innovative und unterhaltsame Informationsbereitstellung. Verschiedene dynamische Trainingsmodule sollen die Möglichkeit bieten, alle notwendigen Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu demonstrieren. So können Schulungsteilnehmer mit interaktiven Schulungseinheiten selbstständig Verkehrssicherungsmaßnahmen im virtuellen Raum erstellen und durchführen.

Regierungsvizepräsident Dr. Utz Remlinger betonte: „Verkehrswächter sorgen für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Daher muss die Sicherheit der Straßenwächter für uns alle oberste Priorität haben. Dank der neuen Trainingssoftware können wir nun Aufgaben und Tätigkeiten im virtuellen Raum unter realen Bedingungen üben, die wir bisher nur theoretisch trainieren konnten. Für uns bedeutet das einen erheblichen Mehrwert. “

Bessere Vorbereitung auf potenziell gefährliche Situationen

Alexander Hofman von der Hochtief PPP Solutions GmbH sagt: „Die Digitalisierung unserer Arbeitswelt schreitet in allen Bereichen rasant voran. Mit der heute vorgestellten Trainingssoftware können wir realitätsnahe Situationen auf der Straße abbilden und uns so besser auf mögliche Gefahrensituationen vorbereiten. Dies erhöht die Sicherheit unserer Kollegen im Betrieb und trägt zu einem interessanten und attraktiven Arbeitsumfeld bei. “

Professor Dr. Sebastian von Mammen von der BII GmbH sagt: „In virtuellen Realitäten lassen sich Herausforderungen der realen Welt optimal trainieren. Der hohe Realitätsgrad von Simulationen und Interaktionen schafft einen konkreten Bezug zu ansonsten abstraktem Wissen und ermöglicht relevante Erfahrungen“, fasst Prof. Dr. Sebastian von Mammen, BII GmbH, zusammen.

Schulung zur Straßeninstandhaltung

Die dreijährige Ausbildung zum Straßenwärter gliedert sich in eine betriebliche und eine schulische Ausbildung. Ergänzt wird diese Ausbildung durch überbetrieblichen Unterricht im Ausbildungszentrum Nagold (AZN). Zu den Lerninhalten gehören beispielsweise die Instandsetzung von Fahrbahndecken, die ökologische Pflege von Grünanlagen am Straßenrand und auf Parkplätzen, der Schutz von Bau- und Unfallstellen sowie die Durchführung von Räum- und Streuarbeiten im Winterdienst. Besonders geeignete und qualifizierte Straßenwärter können nach einigen Berufsjahren durch eine zweijährige Zusatzqualifikation zum Straßenmeisterei leitende Aufgaben in einem Straßenmeisterei übernehmen.

Die Projektpartner

Das Schulungszentrum Nagold ist das eigene Schulungszentrum der Straßenverwaltung Baden-Württemberg. Im AZN werden Nachwuchskräfte wie Straßenwärter und Straßenmeister für die Straßeninstandhaltung ausgebildet.

Hochtief PPP Solutions entwickelt und realisiert Konzessions- und Betreiberprojekte in den Geschäftsfeldern Straßen und soziale Infrastruktur. Neben dem Hauptsitz in Essen unterhält die HOCHTIEF Solutions-Tochter Niederlassungen und Büros in Griechenland, Großbritannien und den Niederlanden. Im Bereich Public-Private-Partnerships bietet HOCHTIEF PPP Solutions seinen Partnern aus der öffentlichen Hand integrierte, intelligente und innovative Lösungen. Weitere Informationen unter www.hochtief-pppsolutions.de

Die Building Information Innovator GmbH (BII) wurde 2018 von den Partnern Prof. Dr. von Mammen (Universität Würzburg) und Prof. Dr. Ing. Gipperich (Universität Biberach) gegründet. Als Lean Startup Unternehmen entwickelt die BII GmbH Werkzeuge zur interaktiven Modellierung, Visualisierung, Simulation und Optimierung digitaler Prozesse für die Baubranche.

Landesräte Baden-Württemberg: Straßenwärter

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Inspiriert von Landesregierung BW

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