189 Millionen Euro für Kommunen im Förderprogramm "Wassermanagement und Altlasten"

Nachrüstung von elf Regenüberlaufbecken in Horb am Neckar

Das Land fördert die Sanierung von elf Regenüberlaufbecken in Horb am Neckar mit mehr als 630.000 Euro. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Wasserqualität im Neckar.

Die Stadt Horb im Kreis Freudenstadt erhält von der baden-württembergischen Landesregierung 633.900 Euro für die Modernisierung der Regenüberlaufbecken im Stadtgebiet.

Die Messgeräte für elf Regenüberlaufbecken und die Anschlüsse zur Fernüberwachung werden nachgerüstet. Die Nachrüstungen sind notwendig, um die Regenwasseraufbereitung zu verbessern und die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass künftig weniger mit Regenwasser verdünntes Abwasser in die Fließgewässer eingeleitet wird. Die Umrüstung der Becken soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Gute Nachrichten für Bürger und Umwelt

„Mit dieser Landesförderung und den Investitionen der Stadtentwässerung Horb können alle Regenwasserbehandlungsanlagen auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden“, so Umweltministerin Thekla Walker.

Künftig könnte das stärker belastete Regenwasser über Fernwirktechnik gezielt den Kläranlagen zugeführt werden. „Dies ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, um die Wasserqualität im Neckar zu verbessern“, betont Walker. Das sind gute Nachrichten für die Bürger und die Umwelt im Raum Horb.

Abwasserbehandlung in Horb

Zur Ableitung des anfallenden Abwassers betreibt die Stadt Horb ein rund 200 Kilometer langes Kanalnetz. Dazu gehören auch 15 Regenüberlaufbecken zur Regenwasseraufbereitung.

Die Einleitung erfolgt aufgrund der Topographie zu verschiedenen Kläranlagen. Das anfallende Abwasser fließt in die jeweiligen Stadtteile zur Reinigung in folgende Kläranlagen:

  • Ahldorf und Mühlen zum Klärwerk Mühlen
  • Bildechingen, Horb, Ihlingen, Isenburg, Nordstetten, Rexingen, Gewerbegebiet zur zentralen Kläranlage Horb
  • Dettingen, Dettlingen, Dießen und Bittelbronn an die Kläranlage Dettingen des Abwasserverbands Haugenstein (AZV)
  • Altheim, Grünmettstetten und Talheim zum Klärwerk Nagold
  • Dettensee und Mühringen zur Kläranlage Mühringen des AZV Eyachtal
  • Betra zur Kläranlage Unteres Glattal

Regenüberlaufbecken

Bei einem Starkregenereignis kann nicht die gesamte Abwassermenge einer Kläranlage in Mischwasserkanälen zugeführt werden, da dies sowohl die Kanalisation als auch die Verfahrenstechnik der Kläranlagen überfordern würde. Daher wird in sogenannten Regenüberlaufbecken und anderen Systemen zur Regenwasseraufbereitung der erste Schmutzabtrag vorzugsweise zwischengespeichert und nach dem Regenereignis der Kläranlage zugeführt.

Auf diese Weise wird das darüber hinaus ankommende Abwasser („Mischwasser“) durch das Regenwasser so stark verdünnt, dass die Schadstoffkonzentrationen deutlich reduziert werden können. Dieses Mischwasser, das nicht abgelassen und bei Regen nicht mehr gespeichert werden kann, wird dann direkt in nahegelegene Gewässer eingeleitet.

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Inspiriert von Landesregierung BW

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