Mit Lernbrücken gegen Lernlücken

Mit Lernbrücken gegen Lernlücken

Mit „Lernbrücken“ setzt die Landesregierung den Kampf gegen Lernlücken fort. In diesem Jahr wird sich die Unterstützung auch auf die Unterstützung im sozial-emotionalen Bereich konzentrieren, um Lernblockaden zu lösen.

Die Schließung der Lernlücken bei den Studierenden ist eine eminent wichtige Aufgabe der Landesregierung. Mit dem aktuelles Modellprojekt, dessen Umsetzung unmittelbar nach den Pfingstferien begann, hat die Landesregierung hier bereits einen ersten Schritt getan. Rund 550 Studierende der Pädagogische Schulen sowie an anderen Hochschulstandorten sollen die Lehrenden an den Schulen im Einzugsgebiet der jeweiligen Hochschulen unterstützen. Das Kulturministerium ist sich bewusst, dass das Programm allein nicht ausreicht. Deshalb wird es auch in diesem Jahr wieder die bekannten „Lernbrücken“ geben. Der Ministerrat hat einem entsprechenden Kabinettsvorschlag des Kultusministeriums zugestimmt.

„Wir brauchen auch dieses Jahr wieder die Lernbrücken in den Sommerferien, denn es gibt einfach Schüler, die Lernlücken haben. Und wir wollen diesen Kindern und Jugendlichen einen guten und motivierten Start ins neue Schuljahr ermöglichen“, sagt Bildungsministerin Theresa Schopper. Die Lernbrücken finden daher wie im Vorjahr in den letzten zwei Wochen der Sommerferien statt. Für die Lernbrücken plant das Kultusministerium derzeit ein Budget von rund acht Millionen Euro zur Finanzierung der zusätzlichen Personalkosten. Diese entstehen im Rahmen der ehrenamtlichen Arbeit von Lehrkräften in den Lernbrücken in öffentlichen und privaten Schulen.

Berücksichtigen Sie auch die sozial-emotionale Entwicklung

Die Evaluation der Lernbrücken im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass das Konzept der Lernbrücken grundsätzlich stimmig ist: die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler mit besonderen Defiziten wurde erreicht, der Zeitraum (die letzten zwei Wochen der Sommerferien) ist gut geeignet, und auch der Umfang des Unterrichts von drei Stunden morgens ist angemessen. „Im Gegensatz zum Vorjahr werden wir uns dieses Jahr aber auch auf die Förderung sozialer und emotionaler Themen konzentrieren. Damit wollen wir auch Lernblockaden lösen, die Fortschritte in verschiedenen Bereichen verhindern“, sagt Bildungsministerin Schopper.

Die Lernbrücken werden von Lehrern, Rentnern und Lehramtsstudierenden angeboten. Für Rechtsreferendarinnen und Rechtsanwälte gibt es wieder die attraktive Möglichkeit der vorzeitigen Zulassung zum öffentlichen Dienst, und zwar zum 31. August 2021. Neu ist, dass in diesem Jahr auch Studierende die „Lernbrücken“ mitgestalten sollen. Die allgemein- und berufsbildenden Schulen wiederum beteiligen sich freiwillig an den „Lernbrücken“. Darüber hinaus soll das Förderprogramm in den Sommerferien 2021 erstmals privaten Schulen angeboten werden, denen das Land Mittel zur Zahlung von Aufwandsentschädigungen für Freiberufler zur Verfügung stellt.

Mit Rückenwind ins kommende Schuljahr starten

Die bewährten Sommerschulen werden auch in den Sommerferien angeboten. Diese bieten Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen die Möglichkeit, Defizite auszugleichen, aber auch Neues zu lernen und schulische und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Die Kinder und Jugendlichen besuchen Kurse und fachspezifische Angebote der jeweiligen Kooperationspartner.

Im kommenden Schuljahr soll das Aufholen von Lernrückständen fortgesetzt werden. Bund und Länder planen ein gemeinsames Förderprogramm mit einem Gesamtvolumen von rund zwei Milliarden Euro. Rund eine Milliarde davon sollen dem engeren Bereich des Ausgleichs von Lernverzögerungen zugeordnet werden. 130 Millionen Euro davon gehen nach Baden-Württemberg, wo dieses Programm unter dem Titel „Rückenwind“ läuft. Geplant sind sowohl Unterstützungsmaßnahmen, die integrativ, dh im Unterricht umgesetzt werden sollen, als auch Maßnahmen, die additiv, dh unterrichtsbegleitend umgesetzt werden. Das Kultusministerium wird weitere Einzelheiten zu diesem Programm bekannt geben.

Lernbrücken im letzten Schuljahr

Das Land hat Im Schuljahr 2019/2020 wurde in den letzten zwei Wochen der Sommerferien das Lern- und Förderprogramm Lernbrücken angeboten. Rund 6.500 Lehrkräfte an rund 1.900 Standorten trugen zu den Lernbrücken bei; das Förderprogramm erreichte rund 61.000 Schülerinnen und Schüler.

In der Stichprobenerhebung des Kultusministeriums bewerteten rund 83 Prozent der Schulleitungen die „Lernbrücken“ positiv. Der Frage, ob Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten durch das Förderprogramm erreicht werden, stimmten insgesamt 67 Prozent der Schulleitungen entweder zu oder voll und ganz zu. Hinsichtlich der Angemessenheit der Unterrichtszeit (Bewilligungsquote: 95 Prozent) und des zeitlichen Ablaufs in den letzten zwei Wochen der Sommerferien (Bewilligungsquote: 73 Prozent) gab die Schulleitung dem Förderprogramm ein positives Bild. An dieser Stichprobenbefragung nahmen zehn Prozent der an den „Lernbrücken“ teilnehmenden allgemeinbildenden Schulen teil.

Pressemitteilung vom 08.06.2021: Lernrückstände schnell aufholen

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