Artenschutz

Mit blühenden Verkehrs#-#inseln zu mehr Artenvielfalt

Das Verkehrsministerium zeichnet die ökologische Aufwertung von Flächen an Kreisverkehren oder Rastplätzen mit der „Goldenen Wildbiene“ aus. Auf Grünstreifen und in Büschen finden Pflanzen ökologische Nischen und Insekten Nahrung und Lebensraum.

Ende vergangenen Jahres hat das Verkehrsministerium bereits zum zweiten Mal die Landkreise, Städte und Gemeinden Baden-Württembergs aufgerufen, beim Wettbewerb „Blühende Verkehrsinseln“ mitzumachen. Gesucht wurden pollen- und nektarreich umgestaltete Flächen an Kreisverkehren oder Rastplätzen, die Insekten mit heimischen Pflanzen Nahrungsquellen und Nistplätze bieten. Nach Auswertung der zahlreichen Bewerbungen gratuliert das Verkehrsministerium den Kommunen Bad Saulgau, Crailsheim, Dornstadt, Ihringen am Kaiserstuhl, Karlsruhe, Meßkirch, Schwäbisch Hall und Walzbachtal sowie dem Bodenseekreis und dem Rhein-Neckar-Kreis zum verdienten insektenfreundlichen Sieg des Wettbewerbs.

Lebensraum für Insekten schaffen

„Der dramatische Artenschwund schreitet auch in Baden-Württemberg immer schneller voran. Es ist deshalb besonders wichtig, Insekten wo immer möglich ihren Lebensraum zurückzugeben. Mit dem Wettbewerb ‚Blühende Verkehrsinseln‘ wollten wir einen Anreiz schaffen, Straßenränder und Kreisverkehre insektenfreundlich umzugestalten. Es ist ein schönes Signal, dass sich für die zweite Runde des Wettbewerbs noch mehr Städte, Gemeinden und Kreise beworben haben als im vergangenen Jahr“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Für ihr großes Engagement werden die Gewinner des Wettbewerbs nun mit der Auszeichnung „Goldene Wildbiene“ geehrt. Die „Goldene Wildbiene“ kommt den Siegerkommunen in Form eines für sie angefertigten Schildes zu, um ihren Einsatz für den Erhalt der biologischen Vielfalt dauerhaft sichtbar zu machen. Zugleich wird jede Kommune mit ihrer Gewinnerfläche auf der Website des Verkehrsministeriums porträtiert.

Die Fachjury für den Wettbewerb setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Verkehrsministeriums, des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, des BUND Baden-Württemberg, des NABU Baden-Württemberg und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zusammen. Bewertet wurden unter anderem die verwendete Saatgutmischung, das fachliche Konzept sowie der Straßenbezug der eingereichten Flächen. Voraussetzungen für die Teilnahme am Wettbewerb waren der Verzicht auf Pestizide und der Einsatz von Saatgut heimischer, mehrjähriger Pflanzen.

Wichtiges Signal für den Insektenschutz

Besonders hervorzuheben sind die Gewinnerflächen in Karlsruhe, Schwäbisch Hall und Crailsheim. Als Dank für ihr herausragendes Engagement erhalten diese Kommunen die Auszeichnung von Verkehrsminister Hermann persönlich. Die Stadt Karlsruhe nahm als erste die Auszeichnung entgegen, tags darauf folgen Schwäbisch Hall und Crailsheim.

„Allen Gewinnerkommunen gratuliere ich sehr herzlich zu ihrem Erfolg. Sie haben Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Arten geschaffen und setzen damit ein wichtiges Signal für den Insektenschutz“, lobte Minister Hermann. „Die blühenden Flächen sind Leuchtturmbeispiele des Naturschutzes an Verkehrswegen und zeigen, welches Potential Flächen an Straßen für den Artenschutz bieten.“

Quelle: Landesregierung Baden-Württemberg

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