Die Stabilisierungshilfe für die Hotel- und Gastronomie wird erweitert

Mehr als 6,3 Milliarden Euro Corona-Hilfe für Unternehmen im Land

Bund und Länder haben seit Beginn der Corona-Pandemie Unternehmen und Selbstständige in Baden-Württemberg mit mehr als 6,3 Milliarden Euro unterstützt. Zahlreiche Lebens- und Arbeitsplätze konnten so gesichert werden. Das Zusammenspiel von Bundes- und Landesprogrammen hat sich bewährt.

Unternehmen und Selbständige in Baden-Württemberg werden seit März 2020 mit mehr als 6,3 Milliarden Euro aus Förderprogrammen von Bund und Ländern unterstützt. Davon stammen mehr als 578,4 Millionen Euro aus Landesmitteln. Premierminister haben das Prime Winfried Kretschmann und Wirtschaftsminister Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut verkündet.

Zahlreiche Lebens- und Arbeitsplätze gesichert

„Seit März 2020 können wir mit den Corona-Hilfsprogrammen von Bund und Ländern zahlreiche Lebens- und Arbeitsplätze sichern. Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Bundes- und Landesprogrammen hat sich bewährt. Wir haben verbleibende Finanzierungslücken vom Bund, zum Beispiel bei der fiktiver Unternehmerlohn oder branchenspezifische Programme wie die Stabilisierungshilfe für die Hotellerie und Gastronomie oder das Rückzahlungszuschuss Corona geschlossen. Jetzt zeichnet sich ab, dass die Talsohle durchschritten ist“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die Förderprogramme des Bundes und der Länder sowie die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht hätten Wirkung gezeigt und eine Insolvenzwelle verhindert. Im ersten Quartal 2021 waren 443 Unternehmen weniger Gegenstand eines Insolvenzverfahrens als im ersten Quartal 2020 mit 489 Unternehmen.

Kretschmann betonte: „Trotz dieser wirklich großartigen Nachricht und aller Fortschritte bei der Eindämmung der Pandemie: Die Situation vieler Unternehmen und ganzer Branchen im Land ist nach wie vor äußerst kritisch. Die langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser historischen Krise sind in jeder Hinsicht gravierend. Wir müssen daher weiterhin unsere Kräfte bündeln, um diese Pandemie gemeinsam und in allen Lebensbereichen zu überstehen. “

Weitere Lockerungsschritte werden den Arbeitsmarkt entlasten

Der Fortschritt der Impfkampagne und rückläufig Inzidenzzahlen habe Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie gemacht, ergänzte der Wirtschaftsminister. “Mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent und aktuell rund 20.000 Beschäftigten in gemeldeter Kurzarbeit steht Baden-Württemberg trotz aller Belastungen noch einigermaßen gut da – vor allem dank unserer industrie- und exportorientierten Wirtschaft, die sich auf dem sich noch erholenden Weltmarkt allmählich stabilisiert . Weitere Lockerungsschritte für die noch immer stark angeschlagenen Betriebe, insbesondere im Handel und in der Dienstleistungsbranche, werden zu einer spürbaren Entlastung auf dem gesamten Arbeitsmarkt führen“, sagte Hoffmeister-Kraut. “Allerdings sind die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie noch nicht überwunden.” Im Fokus stehen unter anderem der stationäre Handel, Dienstleistungen, Gastronomie und Hotellerie, Tourismusanbieter, Fitnessstudios und die Reisebranche. Aber auch die Event- und Kulturbranche mit den Messebauern, Eventagenturen, Schaustellern, Bühnenkünstlern und Veranstaltungstechnik leidet am stärksten unter den abgesagten Veranstaltungen und den noch bestehenden Restriktionen und Unsicherheiten. „Deshalb ist es wichtig, dass wir den Infektionsverlauf im Auge behalten und frühzeitig mit Anpassungen und Verlängerungen der Corona-Hilfe reagieren“, betonte die Ministerin.

Das hat die Bundesregierung also schon Überbrückungshilfe III + mit weiteren Verbesserungen bis 30.09.2021 verlängert. Das Neustarthilfe für Solo-Selbstständige für die ersten drei Quartale dieses Jahres auf bis zu 12.000 Euro angehoben und ein Wiederanlaufbonus eingeführt, um neue Mitarbeiter einzustellen oder Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zu befreien.

Corona-Hilfe ist weiterhin verfügbar

Neben der kürzlich vom Bund verlängerten Überbrückungshilfe III+ stehen Unternehmen und Selbstständigen in Baden-Württemberg noch zahlreiche Landesprogramme zur Verfügung. Unternehmen der Hotellerie können also weiterhin die Stabilisierungshilfe II des Landes. Es richtet sich an Unternehmen, die aus strukturellen Gründen im ersten Quartal 2021 nicht mit ausreichenden Mitteln des Bundes zur Sicherung ihres Fortbestandes rechnen können. Die Stabilisierungshilfen I und II haben bereits rund 6.700 Unternehmen mit 120 Millionen Euro unterstützt.

Das Rückzahlungszuschuss Corona für die Schaustellerbranche und die Markthändler werden auch 2021 die Event-, Messe- und Eventbranche sowie die Taxi- und Mietwagenbranche mit deutlich verbesserten Förderbedingungen weitergeführt. So wird beispielsweise die maximale Fördersumme von 150.000 Euro auf 300.000 Euro pro Unternehmen verdoppelt und der Fördersatz für die Rückzahlungsraten von 40 auf 50 Prozent erhöht. Das Programm steht krisengeschüttelten Start-ups zur Verfügung “Start-up BW Pro-Tect” zur Verfügung, die bis September 2021 verlängert und um weitere sechs Millionen Euro aufgestockt werden soll. Allein damit haben rund 130 Start-ups einen rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 200.000 Euro erhalten. Das auch Mezzanine-Beteiligungsprogramm soll bis Dezember 2021 verfügbar sein.

Mit dem kürzlich erstellten Härtefallhilfen Das Land kann für einen Zeitraum von einem bis acht Monaten diejenigen Unternehmen und Selbstständigen unterstützen, deren wirtschaftliche Existenz noch bedroht ist, die aber aufgrund besonderer Umstände keinen Zugang zu den bestehenden Corona-Hilfsprogrammen haben. In Baden-Württemberg werden bereits erste Anträge geprüft. Die Höhe der Härtefallhilfe richtet sich grundsätzlich nach den förderfähigen Fixkosten von Überbrückungshilfe III des Bundes und sollte in der Regel 100.000 Euro nicht überschreiten.

Darüber hinaus können Unternehmen im Land weiterhin Sofortgarantien für kleine Unternehmen erhalten Aktienfonds als letzter Anker zur Stärkung des Eigenkapitals oder der Beratung zur Corona-Krise bewerben für.

“Liquiditätskredit Plus” wird verlängert

Das Kabinett hat heute auch der Verlängerung eines weiteren Förderprogramms in Baden-Württemberg zugestimmt. Das “Liquiditätskredit Plus” können nun bis zum 30.09.2021 von Unternehmen beantragt werden, um die durch die Pandemie verursachten Liquiditätsengpässe zu überwinden. Bisher haben mehr als 460 Unternehmen Liquiditätsfinanzierungen in Höhe von 186 Millionen Euro und Tilgungszuschüsse in Höhe von 17,5 Millionen Euro erhalten.

„Der Liquiditätskredit Plus hat sich in der Corona-Wirtschaftskrise als wirksames Instrument bewährt. Mit der Erweiterung schaffen wir einen weiteren Baustein zur Planungssicherheit für baden-württembergische Unternehmen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum weiteren wirtschaftlichen Aufschwung“, so der Ministerpräsident.

Wirtschaftsminister Hoffmeister-Kraut ergänzte: „Von dem Liquiditätskredit haben bisher insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen aus Industrie, Gastgewerbe, Dienstleistung und Handel profitiert. Diese grundsätzlich gesunden Unternehmen wollen wir weiterhin durch die Krise bringen, damit sie möglichst schnell wieder durchstarten können. „Mit dem „Liquiditätskredit Plus“ ergänzt die L-Bank den bestehenden Liquiditätskredit von bis zu fünf Millionen Euro um einen Tilgungszuschuss von zehn Prozent. Der maximale Rückzahlungsfreibetrag beträgt 300.000 Euro.

Übersicht über die Corona-Hilfen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg (PDF)

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

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