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Markus Gaugisch ist Trainer des Jahres 2022

Der 48-jährige Markus Gaugisch, der derzeit Cheftrainer der Handballer der SG BBM Bietigheim ist, wurde zum Trainer des Jahres gekürt. Er hat sich hohe Ziele gesetzt und möchte internationale Spieler entwickeln. Sollte es ihm gelingen, sich mit der Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele 2024 in Paris zu qualifizieren, wird sein Vertrag bis April 2026 verlängert. Zudem wurden vier weitere Trainer ausgezeichnet.

Markus Gaugisch sagt über sich selbst, er sei „ein Arbeitstier“. Ein sehr erfolgreicher noch dazu. Denn der 48-Jährige ist mit den Handballern der SG BBM Bietigheim nicht nur Deutscher Meister, Pokalsieger und Europa-League-Sieger geworden, seit April 2022 ist Gaugisch auch Bundestrainer der deutschen Handballer. Aufgrund dieser Leistung kürte die Jury des Landessportbundes Baden-Württemberg Gaugisch zum Trainer des Jahres.

Der gebürtige Göppinger, der 2002 als Spieler des VfL Pfullingen in die 1. Handball-Bundesliga aufstieg, startete seine Trainerkarriere 2008 bei den Herren des TSV 1893 Neuhausen als Co-Trainer von Kurt Reusch, dessen Position er als Cheftrainer übernahm ein Jahr später. Im Sommer 2020 wurde er neuer Cheftrainer der Handball-Damenmannschaft der SG BBM Bietigheim und übernahm erstmals eine Damenmannschaft. Mit den Spielern konnte er in der abgelaufenen Saison viele Erfolge feiern.

Gaugisch hat mit der Nationalmannschaft große Ziele

Ähnliche Erfolge will er auch als Bundestrainer erzielen. Dafür hat er sich hohe Ziele gesetzt. „Ich möchte internationale Spieler entwickeln“, sagt er, „sowohl aktuelle als auch zukünftige.“ Sollte es ihm gelingen, sich mit der Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele 2024 in Paris zu qualifizieren, wird sein bis 2024 laufender Vertrag bis April 2026 verlängert. Damit wäre er auch Bundestrainer der deutschen Handballer WM in Deutschland und den Niederlanden.

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Noch steckt er im Korsett von Bundesliga, Pokal und Champions League. Auch wenn es international zuletzt nicht so erfolgreich lief, zeigt sich der Trainer kämpferisch: „Wir sind noch in allen Wettbewerben dabei und haben noch viele Tore vor uns.“ Er bleibt bis zum Ende der Saison 2022/23 Trainer der SG BBM Bietigheim. Danach wird er sich voll und ganz auf seine Aufgabe als Bundestrainer konzentrieren. Gaugisch sagt: „Meine Frau freut sich, wenn ich nur den Job als Bundestrainer habe.“

Das ist der „Ausbilderpreis Baden-Württemberg“

Der Landessportverband BW vergibt seit 1996 den „Trainerpreis Baden-Württemberg“. Kriterien für die Verleihung sind daher:

  • Sportliche Qualifikation
  • Kaderzugehörigkeit der betreuten Sportler
  • Internationale und nationale Erfolge von Sportlern bei Wettkämpfen
  • Dauer der Trainertätigkeit
  • Allgemeine Coaching-Aktivitäten
  • „Besondere Aktivitäten wie Freiwilligenarbeit oder die Organisation von Wettbewerben
  • Persönlichkeitsmerkmale des Trainers

Ehrenpreis für das Lebenswerk 2022: Werner Späth

Der Sindelfinger Leichtathletik-Trainer Werner Späth wurde mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seit 1970 ist der gelernte Elektromechaniker ehrenamtlich als Lauftrainer tätig. „Heute als Rentner weiß ich nicht mehr, wie ich das zeitlich hinbekommen habe, aber es hat geklappt. Einmal gab es einen zweiwöchigen Sonderurlaub für die Olympischen Spiele“, erinnert er sich. Es hat ihm schon immer Spaß gemacht, mit jungen Menschen zu arbeiten und sie zu Höchstleistungen zu motivieren.

Die Ehrung will Späth mit seinen „Mädels“ feiern – so nennt er „seine“ Athletinnen. Elfgard Schittenhelm, Heidi-Elke Hudak-Gaugel, Ulrike Sarvari, Stephanie Kampf, Birgit Hamann-Wolf, Nadine Hildebrand und Carolina Krafzik – sie alle hat er zu den Olympischen Spielen mitgenommen. „Werner ist ein absolut einzigartiger Trainer, für ihn steht der Athlet immer im Vordergrund“, sagt die ehemalige deutsche Hürdenläuferin Nadine Hildebrand.

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Drei weitere Ehrenpreise und ein Sonderpreis

Um die Vielfalt des Sports zu zeigen, wurden in diesem Jahr drei weitere Ehrenpreise verliehen. Als Jugendtrainer des Jahres wurde Athletiktrainer Florian Bauder (Filderstadt) ausgezeichnet. Yuliya Raskina, Landestrainerin am Turnstützpunkt Schmiden, erhielt den Integrationspreis und die Heidelberger Rugby-Trainer Jan Ceselka und Maximilian Pietrek die Auszeichnung für besondere Verdienste um den Sport in Baden-Württemberg als Trainerteam. Den Sonderpreis erhielt der Karatetrainer Köksal Cakir (Ludwigsburg).

Quelle: SWR – Markus Gaugisch ist Trainer des Jahres 2022

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