Der Geschäftsführer einer Akademie in Ludwigsburg blickt auf 20 Jahre intensiver Tätigkeit zurück, bevor er in den Ruhestand geht. Der Abschied von der Verantwortung als alleiniger Geschäftsführer bringt für ihn eine spürbare Erleichterung, die durch den Druck der Position entstanden ist. Während seiner Amtszeit hat sich die Akademie signifikant verändert und ist mittlerweile als gemeinnützige GmbH organisiert. Viele Projekte, darunter Diplomfilme und Serienformate, konnten erfolgreich umgesetzt werden, was die kreative Landschaft in der Region bereichert hat. Die Bietigheimer Zeitung berichtet über diese Entwicklungen.

Besonders prägend für die Akademie war die Stadtsanierung, die durch den ehemaligen Oberbürgermeister Werner Spec initiiert wurde. Die ersten fünf Jahre der Amtszeit gestalteten sich als intensiv, gefolgt von einer Dekade, in der zahlreiche Ideen erfolgreich umgesetzt werden konnten. Ein Strategiepapier wurde entworfen, und die Finanzierung bis Ende 2019 war gesichert. Doch wie viele Bildungseinrichtungen musste auch die Akademie auf die Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine und aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit und Diversität reagieren.

Ein respektvolles Lernumfeld

Die Akademie legt großen Wert auf Diversität und Gleichstellung. Laut den Informationen der Filmakademie wird Unterstützung bei Diskriminierung und Belästigung angeboten, um ein sicheres Lernumfeld für alle zu gewährleisten. Dazu gehören vertrauliche Beratungen, die Möglichkeit der Anonymität und eine Vielzahl von Maßnahmen zur Konfliktbewältigung.

Kritische Themen wie sexuelle Belästigung und diskriminierendes Verhalten werden ernst genommen. Die Akademie ermutigt Betroffene dazu, Hilfe zu suchen, dabei wird in der Beratung die Deutungshoheit den Betroffenen überlassen. Die klare Abgrenzung zwischen einem Flirt und sexueller Belästigung steht dabei im Fokus.

Ein positiver Ausblick

In den kommenden Monaten wird der scheidende Geschäftsführer seinen Nachfolger Andreas Bareiß begleiten. Als erfahrener Jurist und Produzent bringt er die nötigen Qualifikationen mit, um die Akademie weiterhin erfolgreich zu führen. Der Wechsel wird von den Studierenden positiv wahrgenommen, die bereits von den zahlreichen Möglichkeiten im Nachwuchsbereich profitieren, die sich in den letzten Jahren eröffnet haben.

Obwohl der Geschäftsführer das Filmemachen nicht vermisst, da er bereits 60 Filme realisiert hat, bleibt er umtriebig. Im Ludwigsburg Museum zeigt er eine Fotoausstellung mit dem Titel „Zwischenheimat“, in der er die Stadt als inspirierenden Ort beschreibt. Seine Vision für die Akademie ist klar: Sie soll ein geschützter Raum für kreative Entfaltung bleiben und die Diskursfähigkeit fördern.