Leidig besucht die Gewaltklinik in Freiburg

Leidig besucht die Gewaltklinik in Freiburg

Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, besuchte zum Auftakt ihrer Sommertour die neue Gewaltklinik in Freiburg, deren Aufbau das Land mit 179.000 Euro unterstützt. Mit dem Ausbau der Gewaltkliniken im Land wurde ein entscheidender Schritt zur umfassenden Akutversorgung von Gewaltopfern getan.

Seit Anfang des Jahres können sich Opfer körperlicher Gewalt an die Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, um zeitnah Spuren sichern zu lassen. Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, besuchte am Freitag, 23. Juli, zum Auftakt Sommertour das neue Gewaltklinik, deren Bau das Land mit 179.000 Euro unterstützt.

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, dieses wichtige Angebot in Freiburg zu etablieren. Die Gewaltkliniken des Landes leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur überregionalen und gerichtsmedizinischen Versorgung und Dokumentation nach Gewalttaten. Ziel muss es sein, möglichst vielen Gewaltopfern die Möglichkeit zur gerichtlichen und verfahrensunabhängigen Beweissicherung zu bieten“, sagte Staatssekretärin Dr. Ute Leidig bei ihrem Besuch in der Gewaltklinik Freiburg.

Niedrigschwelliges und unabhängiges Angebot

„Das Angebot wird immer mehr angenommen, auch weil es sehr niedrigschwellig und unabhängig von der Entscheidung über eine spätere Strafanzeige ist“, sagt Prof. Dr. Ulrike Schmidt, Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Zentrum Freiburg. Allein seit Anfang Juli wurden zwölf Personen kriminaltechnisch betreut. „Jetzt muss es darum gehen, ein entsprechendes Versorgungsnetz mit Freiburg als Zentrum der Region aufzubauen“, so Dr. Schmid weiter.

Mit dem Angebot der Freiburger Gewaltklinik haben Betroffene die Möglichkeit, Verletzungsspuren objektiv und nach höchstem fachlichen Standard absichern zu lassen, ohne vorher die Polizei oder andere Behörden einschalten zu müssen. Die Dokumentation ist kostenlos und steht allen offen, die von körperlicher Gewalt betroffen sind. Betroffene können sich direkt an diese wenden oder sich von den behandelnden Ärzten oder Therapeuten überweisen lassen.

Dokumentieren Sie gewalttätige Verstöße

Zudem sollten Betroffene nach Gewalterfahrungen so schnell wie möglich in eine Gewaltklinik gehen. Aber auch wenn schon einige Zeit vergangen ist, kann die Dokumentation noch durchgeführt werden. „Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, Verletzungen zu dokumentieren, solange sie noch sichtbar sind“, erklärt Prof. Dr. Schmidt. Beim Termin im Untersuchungszentrum für Gewaltbetroffene (USG) führen die Ärzte eine Untersuchung der Körperoberfläche durch. Neben der schriftlichen und ggf. fotografischen Befunddokumentation werden bei Bedarf weitere Spurenträger wie Kleidungsstücke und Proben der Patienten gesichert.

Die erhobenen Daten, Proben und Befunde werden beim Institut für Rechtsmedizin registriert und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben sachgerecht gespeichert. Entscheidet sich die untersuchte Person, Anzeige bei der Polizei zu erstatten, können die Ermittlungsbehörden nach formeller Einwilligung der betroffenen Person den Befund zur Klärung anfordern.

Mehrere Gewaltkliniken im Land

Zusätzlich zu Gewaltklinik Heidelberg, das seit 2015 jährlich mit 150.000 Euro vom Land gefördert wird, hat im Januar 2021 die Gewaltklinik in Freiburg eröffnet und die Gewaltklinik Ulm. Darüber hinaus ist für Januar 2022 die Eröffnung der Stuttgarter Gewaltklinik als Außenstelle des Universitätsklinikums Heidelberg geplant. Das Land unterstützt den Bau der drei neuen Ambulanzen in Freiburg, Stuttgart und Ulm mit rund 450.000 Euro und erfüllt damit die Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt, die sog Istanbul-Konvention (PDF), zu.

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