Förderung des Quantenprojekts der Universitäten Stuttgart und Ulm

Land fördert Verbundforschungsprojekte zum Thema Quantencomputing

Das Land hat den zweiten Förderaufruf für gemeinsame Forschungsvorhaben zum Quantencomputing mit einem Volumen von zwölf Millionen Euro gestartet. Mit der Förderung bauen wir die Kompetenzen zur Erschließung des Innovationspotenzials des Quantencomputings für wirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen im Land weiter aus.

Am 7. Juni 2022 hat das Wirtschaftsministerium die zweite Ausschreibung veröffentlicht Förderung von Verbundforschungsprojekten innerhalb des Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg veröffentlicht. Der Förderaufruf erfolgt in Kooperation mit dem Fraunhofer Gesellschaft und zielt auf die vorwettbewerbliche, anwendungsorientierte Erforschung und Entwicklung von Algorithmen und Architekturen von Quantencomputern ab.

Im Mittelpunkt der Ausschreibung stehen kooperative Forschungsarbeiten, die darauf abzielen, Erkenntnisse aus der Grundlagen- und Vorlaufforschung im Bereich der Quantentechnologien anwendungsorientiert weiterzuentwickeln und für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Die Projekte basieren auf einer intensiven Nutzung der Kapazitäten der Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg ausgerichtet.

Das Innovationspotenzial des Quantencomputings ausschöpfen

„Das Kompetenzzentrum für Quantencomputing in Baden-Württemberg ist ein Leuchtturmprojekt mit internationaler Strahlkraft. Mit der Förderung bauen wir die Kompetenz weiter aus, das Innovationspotenzial des Quantencomputings für wirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen im Land zu erschließen“, so die Ministerin für Wirtschaftsangelegenheiten Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Wir wollen das enorme Innovationspotenzial des Quantencomputings für wirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen im Land nutzen und uns damit einen wichtigen Standortvorteil erschließen. Mit dem Förderaufruf wollen wir unser Ökosystem für Quantentechnologien aus Hochschulen, Forschung weiter ausbauen.“ Instituten, Start-ups und Unternehmen in Baden-Württemberg zu fördern und seine internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. Ich lade alle interessierten Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen herzlich ein, sich als Partner aktiv an der Arbeit des Kompetenzzentrums zu beteiligen und die Zukunft des Kompetenzzentrums mitzugestalten Baden-Württemberg zusammen“, so der Minister weiter.

Im Mittelpunkt des Förderaufrufs steht die Zusammenarbeit führender Wissenschaftler aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen Baden-Württembergs in anwendungsorientierten Verbundforschungsprojekten zu Quantenhard- und -software. Das dafür notwendige Wissen wird von der Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie weiterentwickelt und in die Praxis transferiert. Gefördert werden in erster Linie fach- und standortübergreifende Verbundprojekte, die einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Quantencomputings im Land leisten. Das Land stellt in den Jahren 2023 und 2024 bis zu 12,25 Millionen Euro für die Förderung ausgewählter Verbundprojekte in der ersten Ausschreibung zur Verfügung.

Auf Quanteneffekten basierende Berechnungsverfahren, auch Quantencomputing genannt, bieten Aussicht auf völlig neue Lösungen bei der Behandlung komplexer Systeme und gewinnen für wirtschaftlich relevante Fragestellungen zunehmend an Bedeutung.

Kompetenzzentrum für Quantencomputing

Das von der Fraunhofer-Gesellschaft betriebene »Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg« ist das erste seiner Art in einem deutschlandweiten Netzwerk von Kompetenzzentren für Quantencomputing der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Landesregierung Baden-Württemberg stellt im Zeitraum 2020 bis 2024 insgesamt bis zu 40 Millionen Euro für die Entwicklung und gemeinsame Projekte im Rahmen des Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg bereit Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF mit Sitz in Freiburg hat gemeinsam mit dem die koordinierende Leitung für das Kompetenzzentrum Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit Sitz in Stuttgart. Sechs Verbundprojekte zum Quantencomputing aus der ersten Ausschreibung werden aktuell in den Jahren 2021 und 2022 vom Land gefördert.

Die Zusammenarbeit zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Unternehmen IBM ermöglichte die europaweit erste Installation eines „IBM Q Systems“ der neuesten Generation, des derzeit kommerziell leistungsfähigsten Quantencomputers in Baden-Württemberg, am Hauptsitz der IBM Deutschland GmbH in Ehningen. Seit Anfang 2021 wird der neue Quantencomputer im Rahmen des Kompetenzzentrums und Netzwerks der Fraunhofer-Gesellschaft und ihrer Partner ausschließlich für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Wissenschaft und Industrie eingesetzt.

Mit dem international sichtbaren Forschungs- und Entwicklungszentrum verfolgt das Land das Ziel, eine neue Quantenhard- und -softwareindustrie im Land zu beleben und Start-ups und Unternehmen in den Bereichen Mikro- und Nanoelektronik, Photonik und Quanteninformatik zu stärken.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: Gemeinsame Forschungsprojekte im Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg

Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF: Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg

Inspiriert von Landesregierung BW

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