Land erlaubt eine Ausnahmeregel für die Verwendung von Futter

Land erlaubt eine Ausnahmeregel für die Verwendung von Futter

Um die Auswirkungen der extremen Dürre zu verringern, können in Baden-Württemberg im Rahmen einer Ausnahmeregelung für 2020 Fang- und Untersaatkulturen aus ökologischen Schwerpunktgebieten als Futtermittel verwendet werden. Dies gilt nur in Regionen, die stark von Dürre betroffen sind muss vor Gebrauch angegeben werden.

Nachdem die Jahre 2018 und 2019 teilweise außergewöhnlich trocken waren, ist die Situation in Deutschland auch in diesem Jahr von den Auswirkungen der erheblichen Dürre im Frühjahr geprägt. Auch in Baden-Württemberg führte die lange Dürre mit regional weit unterdurchschnittlichen Niederschlägen und an vielen Stellen deutlich höheren Temperaturen als im langjährigen Durchschnitt zu erheblichen Ertragsverlusten bei Grünland und Ackerkulturen. Die deutlichen Defizite im ersten und zweiten Grünlandschnitt können durch den bisherigen Niederschlag nicht mehr ausgeglichen werden. Um die Futterknappheit zu verringern, hat die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates am 18. September eine Änderung der Durchführungsverordnung für Direktzahlungen eingeleitet. Demnach besteht für die Bundesländer die Möglichkeit, die Verwendung von Zwischenfrüchten zu eröffnen aus ökologischen Schwerpunktgebieten (EFA) für eine erweiterte Futterverwendung.

Der Staat nutzt die Gelegenheit und eröffnet im Rahmen einer Ausnahmeregelung für 2020 die Verwendung von EFA-Zwischenfrüchten und EFA-Saatgut für landwirtschaftliche Betriebe, die zur Ökologisierung verpflichtet sind, um die Futtermittelversorgung infolge der Dürre im Jahr 2020.

Verwenden Sie für Futterzwecke Zwischenfrüchte und nicht gesäte Pflanzen

Das Wachstum von ÖVF-Zwischenfrüchten und ÖVF-Saatgut kann nur durch Weiden mit Schafen und Ziegen genutzt werden. Mit der Ausnahmeregelung für 2020 können Fang- und Untersaatkulturen zusätzlich zum Weiden mit Schafen und Ziegen durch Weiden mit anderen Tieren oder durch Schneiden für Futterzwecke verwendet werden. Eine Weitergabe des Wachstums an Dritte ist nur zu Futterzwecken zulässig, beispielsweise ist eine energetische Nutzung in Biogasanlagen nicht zulässig.

Die Ausnahmeregelung ändert nichts an den einschlägigen Vorschriften für EFA-Zwischenfrüchte und nicht gesäte Pflanzen. Die Spezifikationen der zugelassenen Pflanzenarten, das Verbot der Verwendung von Pestiziden und Mineraldüngern gelten wie bisher. Außerdem darf nur das Wachstum verwendet werden. Die restlichen Teile der Anlage müssen wie bisher bis zum 15. Januar 2021 auf dem Gebiet verbleiben.

Die Verordnung gilt nur für stark beeinträchtigte Regionen

Aufgrund der Tatsache, dass einzelne Teile des Landes und auch innerhalb der Distrikte sehr unterschiedlich von der Dürre betroffen sind, ist eine generelle Freisetzung von Deckfrüchten nicht angezeigt, sondern nur in Regionen, die tatsächlich stark von der Dürre betroffen sind.

Die zur Nutzung bestimmten ÖVF-Zwischenfrüchte und Untersaatflächen sind vor der Nutzung schriftlich bei der unteren Landwirtschaftsbehörde (ULB) im Bezirksamt zu melden.

Die Nachricht dient auch dazu, Missverständnisse und Fragen zu zulässigen Verwendungen zu vermeiden. Es gelten auch die Cross-Compliance-Verpflichtungen.

Das Förderprogramm ermöglicht einen reduzierten Anbau von Zwischenfrüchten

in dem Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierschutz (FAKT) Folgende Optionen sind bereits zulässig – ohne gesonderte Regelung: Bestehende Verpflichtungen für den Anbau von Zwischenfrüchten können im Rahmen der Fruchtfolge für alte Verpflichtungen von 2015 bis um bis zu 30 Prozent (bei Erstanwendungen ab 2018 um 20 Prozent) reduziert werden 2017 oder deren Erweiterung im Jahr 2020 werden die freigewordenen Flächen für andere Zwecke genutzt. FAKT-Mittel können nicht für die abgemeldeten Bereiche gewährt werden, dies hat jedoch keine Auswirkungen auf die Einhaltung des Unternehmensumfangs.

Darüber hinaus können FAKT-Begrünungsmaßnahmen, die am 31. Dezember 2019 nach fünfjähriger Verpflichtung abgelaufen sind und 2020 verlängert wurden, aufgehoben werden. Die Verpflichtung würde daher am 31. Dezember 2019 enden.

Die Landwirte müssen der unteren Landwirtschaftsbehörde unverzüglich schriftlich mitteilen, für welche Gebiete diese Ausnahmeregelungen gelten. Weitere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen unteren Landwirtschaftsbehörde.

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Inspiriert von Landesregierung BW

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