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Kulturpolitiker der AfD kritisiert Fanmeilen-Verbot von Gigi D’Agostinos ‚L’amour toujours‘

Stuttgart – Der kulturpolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Rainer Balzer MdL hat das Fanmeilen-Verbot von Gigi D’Agostinos „L’amour toujours“ durch die Stuttgarter Veranstaltungsgesellschaft als albernen und autoritären Reflex kritisiert. Balzer betont, dass an dem Lied weder musikalisch noch textlich irgendetwas auszusetzen sei. Das Lied werde seit 25 Jahren weltweit massenhaft ohne jede Beanstandung auf Partys, Volksfesten und in Diskotheken gespielt. Er argumentiert, dass das Lied nur dann verboten werden könne, wenn eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit vorliege, beispielsweise wenn Besucher beim Abspielen des Liedes strafbare Handlungen begehen könnten. Er verweist jedoch darauf, dass das Bundesverfassungsgericht bereits entschieden hat, dass Äußerungen wie „Ausländer raus“ von der Meinungsfreiheit gedeckt seien und nicht ohne weiteres als Volksverhetzung gelten.

Die Kritik des AfD-Politikers richtet sich jedoch nicht nur gegen das Verbot des Liedes. Er wirft den Medien und Politikern vor, die Beteiligten eines Videos von Sylt, in dem jene Parole gerufen wurde, an den Pranger zu stellen. Dabei betont er, dass die übertriebene Moralisierung der Gesellschaft Widerstand provoziere und Tabubrüche fördere. Balzer beklagt, dass ein Land, in dem die Empörung über das Verhalten von einigen Jugendlichen mit einem fragwürdigen moralischen Kompass größer sei als über eine Kalifatsdemo mit 2000 Teilnehmern oder über Tötungsdelikte von ausländischen Asylbewerbern, kein funktionierendes Koordinatensystem mehr habe.

In seiner Pressemitteilung äußert Balzer auch seine Meinung zur Eigentumsfrage Deutschlands und hinterfragt, wem das Land gehören sollte. Er provokativ die Frage, ob es den US-Investoren oder den Chinesen gehören sollte und positioniert sich klar gegen ein „verordnetes Willkommens- und Vielfaltsnarrativ“.

Es bleibt abzuwarten, wie die Stuttgarter Veranstaltungsgesellschaft auf die Kritik des AfD-Politikers reagieren wird und ob das Verbot des Liedes aufgehoben wird. Die Diskussion um die Meinungsfreiheit und die Frage, inwieweit bestimmte Äußerungen vom Grundrecht gedeckt sind, wird jedoch weiterhin kontrovers geführt.

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Im Folgenden sind einige Informationen zu Gigi D’Agostino und seinem bekannten Lied „L’amour toujours“ aufgeführt:

Künstler Gigi D’Agostino
Veröffentlichung 1999
Musikgenre Eurodance
Länge 6:59 Minuten
Chartplatzierungen Deutschland: Platz 2, Österreich: Platz 3, Schweiz: Platz 9
Bekanntheit Das Lied zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Eurodance-Hits der 90er Jahre. Es wurde in zahlreichen Clubs und Diskotheken weltweit gespielt und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit auf Partys und Veranstaltungen.
Bedeutung des Textes Der Text des Liedes ist in Italienisch und Französisch gehalten und handelt von Liebe und Sehnsucht. „L’amour toujours“ bedeutet auf Deutsch „Die Liebe immer“.
Rezeption Das Lied erreichte hohe Chartplatzierungen in vielen europäischen Ländern und gilt als einer der größten Hits von Gigi D’Agostino. Es hat den Eurodance-Sound der 90er Jahre geprägt und wurde oft als Stimmungsmacher bei Partys und Events eingesetzt.

Es bleibt zu hoffen, dass eine sachliche Diskussion über die Meinungsfreiheit und den Umgang mit kontroversen Äußerungen geführt wird, anstatt in einen ideologischen Schlagabtausch abzudriften. Die Debatte um das Fanmeilen-Verbot von Gigi D’Agostinos „L’amour toujours“ in Stuttgart ist ein Beispiel dafür, wie politische und kulturelle Kontroversen oft auf lokaler Ebene ausgetragen werden. Stuttgart hat eine vielfältige Kulturszene, in der es immer wieder zu Diskussionen über die Anerkennung und Verbreitung bestimmter Musikrichtungen und Inhalte kommt. Es bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung der Stuttgarter Veranstaltungsgesellschaft von der lokalen Bevölkerung und den Kulturschaffenden aufgenommen wird.



Quelle: AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg / ots

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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