Kretschmann auf Delegationsreise in die Schweiz

Kretschmann auf Delegationsreise in die Schweiz

Ministerpräsident Winfried Kretschmann reiste mit einer Delegation in die Schweiz, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken. Auf dem Programm stehen ein Arbeitstreffen mit dem Regierungsrat des Kantons Zürich, ein Besuch der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema Green Transformation.

„Für die Landesregierung ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Schweiz als einem unserer wichtigsten Handelspartner von besonderer Bedeutung. Uns verbindet besonders, dass sowohl die Schweiz als auch Baden-Württemberg wichtige Hightech-Standorte sind und über leistungsstarke mittelständische Unternehmen verfügen. Beide Seiten profitieren daher von der engen Zusammenarbeit und dem grenzüberschreitenden Austausch“, betonte der Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Zürich zum Auftakt Delegationsreise in die Schweizdie ihn am Freitag, 29. April 2022, nach Basel führen wird. „Wir erleben derzeit noch einmal, wie sehr uns unsere Abhängigkeit von Großmächten wie China und Russland trifft“, sagte Kretschmann: „Vor diesem Hintergrund muss sich Europa eben bewegen enger zusammen. Uns ist es ein grosses Anliegen, die Zusammenarbeit mit der Schweiz bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Mobilität, im Energiebereich oder im Gesundheitsbereich weiter zu intensivieren. Gleichzeitig sehen wir uns als Bauherr Brücken zwischen der Schweiz und Europa.“

Ministerpräsident Kretschmann wird von der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst begleitet Teresa BauerMinister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Nicole Hoffmeister-Krautder Verkehrsminister Winfried Hermannder Staatssekretär im Staatsministerium und der Vertreter des Landes bei der Europäischen Union Florian Hässlerdie Landtagsabgeordneten Niklas Nüssle (Grüne) und Emil Sänze (Alternative für Deutschland) sowie die Kreisvorsitzende des Freiburger Kreises Bärbel Schäfer.

Diskussion über die Folgen des gescheiterten Rahmenabkommens

Zu Beginn der Reise findet an der Kantonalen Universität Zürich ein Arbeitstreffen mit dem Regierungsrat des Kantons Zürich statt. Im Fokus stehen die Wirkungen von gescheiterter Rahmenvertrag insbesondere in wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Hinsicht sowie grenzüberschreitende Verkehrs- und Klimaschutzthemen wie die Initiative „Klimaneutraler Bodensee“ oder die Umsetzung der Verkehrsstudie Hochrhein-Bodensee.

Florian Hassler, Staatssekretär für Politische Koordination und Europa, machte deutlich: „Der bilaterale Weg zwischen der Europäischen Union (EU) und der Schweiz ist die Basis unserer Zusammenarbeit. Obwohl die Rahmenbedingungen in Brüssel und Bern verhandelt und finalisiert werden, wirken sie ganz konkret bei uns in Baden-Württemberg oder in Zürich. Wir sind sehr besorgt über die mögliche Aushöhlung der bilateralen Abkommen. Neue, längst überwundene Hürden im Handel und in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit tauchen auf.“ Auch neue Kooperationen und Vereinbarungen in Bereichen, die noch nicht durch bilaterale Abkommen geregelt sind, würden erschwert – etwa im Energiesektor, beim Klimaschutz, im Gesundheitswesen. „Als Vermittler werden wir daher weiterhin intensive Gespräche mit allen Beteiligten führen, damit die offenen institutionellen Fragen zwischen der EU und der Schweiz bestmöglich gelöst werden können“, sagte Hassler.

Zusammenarbeit in Schlüsselbranchen der Zukunft

Am frühen Nachmittag gibt es einen Besuch in der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) beabsichtigt. Mit Blick auf die Zukunftsbranchen Gesundheitswirtschaft und Künstliche Intelligenz bestehen hier bereits enge Kooperationen – etwa mit der Cyber ​​Valley in Tübingen, die Max-Planck-Institut für medizinische Forschung oder der Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung. Diese Zusammenarbeit soll ausgebaut und vertieft werden.

«Die abgebrochenen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU haben auch negative Folgen für die Wissenschaft – auf beiden Seiten», sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die hervorragende Hochschulkooperation zwischen dem Kanton Zürich und Baden-Württemberg erodiert. Ich freue mich daher sehr, dass neue Initiativen für grenzüberschreitende Graduiertenschulen mit Nachdruck vorangetrieben werden. Das ist ein klares Signal der Wissenschaft für ein gemeinsames Europa.“ Die Forschungskooperationen sind im Bereich Systembiologie und medizinische Anwendungen geplant. Vorbehaltlich der Finanzierung gibt es derzeit Pläne für Graduiertenschulen zwischen der ETH Zürich und dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg sowie zwischen der ETH, der Universität Basel und der Universität Heidelberg im Bereich “Molecular Systems Engineering”.

Podiumsdiskussion zum Thema Grüne Transformation

Am Abend findet im Zürcher Kulturhaus Kosmos eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel statt “Klimaschutz und Versorgungssicherheit: Start oder Rückschritt für die grüne Transformation?” anstatt. Neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann sind auch die Zürcher Nationalrätin Corina Gredig und der Schweizer Ökonom und Politologe Philipp Hildebrand auf dem Podium vertreten.

Am Freitag, 29. April 2022, wird die Delegationsreise in den Kanton Basel-Stadt fortgesetzt. Nach Gesprächen mit der Kantonsregierung soll dort eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet werden. Auf dem Programm steht auch ein Besuch der Hoffmann-La Roche AG und eine Führung durch sie Smart City Lab Basel.

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