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Keine ausreichende Finanzierung für ARD: Unterschied zwischen angemeldetem Bedarf und Vorschlag der KEF

Die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hat ihren 24. Bericht an die Länder abgegeben. In dem Bericht wird vorgeschlagen, den Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio von derzeit 18,36 EUR auf 18,94 EUR zu erhöhen. Die vorgeschlagene Erhöhung um 58 Cent pro Monat entspricht einer Steigerung von 0,8 % pro Jahr und bleibt damit deutlich unter den aktuellen Preissteigerungsraten.

Die ARD-Landesrundfunkanstalten werden vor große Herausforderungen gestellt, da der vorgeschlagene Beitragsanstieg nicht die Finanzierung aller anstehenden Zukunftsaufgaben sicherstellt. Kai Gniffke, ARD-Vorsitzender, betont, dass die ARD künftig mehr Aufgaben hat, darunter Investitionen in digitale Angebote für jüngere Generationen.

Um trotz der finanziellen Herausforderungen in die digitale Transformation und Wettbewerbsfähigkeit ihres Angebots investieren zu können, hat die ARD bereits strategische Reformen umgesetzt. Dazu gehören eine verstärkte senderübergreifende Zusammenarbeit, Programmkonzepte in Hörfunk und Dritten Programmen, eine Neuausrichtung der ARD Audiothek, eine Straffung des Social Media Portfolios und eine Effizienzsteigerung im Verwaltungsbereich.

Die Entscheidung über die Höhe des Rundfunkbeitrags liegt nun bei den 16 Landesparlamenten der Bundesländer. Das dreistufige Verfahren zur Beitragsfestlegung sichert die Unabhängigkeit der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und ermöglicht die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags. Die ARD vertraut auf das bewährte, verfassungsgemäße Verfahren zur Festlegung des Rundfunkbeitrags.

Eine Tabelle mit Informationen zum Rundfunkbeitrag und den vorgeschlagenen Erhöhungen könnte den Beitrag ergänzen:

Jahr Rundfunkbeitrag Erhöhung
2021-2024 18,36 EUR
2025-2028 18,94 EUR 58 Cent

Historische Fakten zur Rundfunkfinanzierung könnten ebenfalls von Interesse sein, um den regionalen Kontext zu verdeutlichen.



Quelle: ARD Presse / ots

Siehe auch  Land setzt "Tourismusfinanzierung Plus" fort

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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