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Im Dienst befindliche Soldaten, die bei einem Überfall auf das Netzwerk „Reichsbürger“ festgenommen wurden, planten, den Staat zu stürzen

Ein Polizist wurde erschossen, als Deutschland Mitglieder eines radikalen Netzwerks zusammentrieb, das plante, den Staat zu stürzen und den Kaiser in einem gewaltsamen Staatsstreich wieder einzusetzen.

Die Behörden verhafteten 23 Personen, darunter dienende Soldaten und Polizisten, von denen angenommen wird, dass sie Teil der Reichsbürgerbewegung sind, die Ende letzten Jahres aufgedeckt wurde.

An einer Adresse in Süddeutschland wurde ein Beamter beim Betreten des Grundstücks angeschossen und leicht verletzt. Der Verdächtige wurde wegen versuchten Mordes festgenommen.

Mehrere Verdächtige dienen laut Süddeutscher Zeitung Polizisten und Soldaten, die bei den Razzien festgenommen wurden, die auch die Schweiz erreichten.



Die Verhaftungen sind das Ergebnis einer der größten polizeilichen Ermittlungen in der jüngeren deutschen Geschichte, bei der bis zu 300 Ermittler daran arbeiten, alle Verschwörer hinter einem angeblichen Plan zum gewaltsamen Sturz der Regierung aufzudecken.

Anfang Dezember nahm die Polizei auf spektakuläre Weise zwei Dutzend Personen fest, von denen sie behauptete, sie hätten sich verschworen, das nationale Parlament anzugreifen und eine neue Regierung zu bilden.

Schattenhaftes Netz von Exzentrikern

Die Polizei konnte weitere Verschwörer identifizieren, nachdem sie die bei den ersten Razzien beschlagnahmten Telefone und Laptops durchforstet hatte.

Alle angeblichen Verschwörer sollen aus der Reichsbürgerbewegung stammen, einem schattenhaften Netz von Exzentrikern und Verschwörungstheoretikern, die die Rückkehr der Kaiserzeit herbeisehnen.

An der Spitze der angeblichen Verschwörung stand Heinrich XIII. Prinz Reuss, der Urenkel des Oberhauptes eines kleinen königlichen Fürstentums, das in Mitteldeutschland bis zur Auflösung des Deutschen Reiches 1918 bestand.

Deutsche Staatsanwälte haben behauptet, die Gruppe habe Pläne gehabt, das nationale Parlament des Landes mit Waffen zu stürmen und die darin befindlichen Mitglieder zu verhaften.

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Nach der Machtübernahme wollte die Gruppe einen „Nationalrat“ mit Herrn Reuss an der Spitze gründen.

Detaillierte militärische Pläne

Sie hatten auch detaillierte militärische Pläne, in denen etwa 300 Heimatverteidigungsteams im ganzen Land für Ordnung sorgen würden.

Bei den Razzien im Dezember beschlagnahmte die Polizei über 150 Schusswaffen, Gold- und Silbermünzen und über 100.000 Euro in bar.

Es wird angenommen, dass sich die Gruppe getroffen hat, um ihre Verschwörung im Jagdschloss von Herrn Reuss in Ostdeutschland zu planen, das einer in London ansässigen Immobilienfirma gehörte.

Weitere hochkarätige Verschwörer waren ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter der rechtsextremen Alternative für Deutschland, ein Starkoch und ein Opernsänger.

Quelle: The Telegraph

Sophie Müller

Sophie Müller ist eine gebürtige Stuttgarterin und erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Sie absolvierte ihr Studium der Journalistik und Betriebswirtschaft an der Universität Stuttgart und hat seitdem für mehrere renommierte Medienhäuser gearbeitet. Sophie ist Mitglied in der Deutschen Fachjournalisten-Assoziation und wurde für ihre eingehende Recherche und klare Sprache mehrmals ausgezeichnet. Ihre Artikel decken ein breites Spektrum an Themen ab, von der lokalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zu globalen Finanztrends. Wenn sie nicht gerade schreibt oder recherchiert, genießt Sophie die vielfältigen kulturellen Angebote Stuttgarts und ist eine begeisterte Wanderin im Schwäbischen Wald.

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