Energie, Umwelt & Verkehr

Hoher Anstieg der Radnutzung während Bahn-Sperrung in Stuttgart

Der Umstieg auf das Fahrrad hat während der Bahn-Sperrung in der Region Stuttgart deutlich zugenommen. Dank verbesserter Infrastruktur, bewachter Fahrradparkplätze, RadChecks, Routenempfehlungen und geführten Radtouren wurde das Radfahren attraktiver. Die Initiative RadKULTUR warb entlang der Strecke für das Radpendeln und konnte nun positive Ergebnisse verzeichnen.

Während des elfwöchigen Aktionszeitraums wurden mithilfe von Fahrrad-Zählstationen die Anzahl der Radfahrer zwischen Waiblingen und Stuttgart erfasst. Die Auswertung zeigte, dass die Zahl der Radfahrer im Vergleich zu gewöhnlichen Zeiten deutlich gestiegen ist. An einigen Stellen konnte sogar eine Steigerung von 160 Prozent festgestellt werden. In Waiblingen wurden vor und während des Aktionszeitraums an zwei Stellen Zählungen durchgeführt, wobei sich ein deutlicher Anstieg zeigte.

Die Initiative RadKULTUR des Landesministeriums für Verkehr, gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und den beteiligten Kommunen, unterstützte Pendler zwischen Waiblingen, Fellbach und Bad Cannstatt mit einer Reihe von Angeboten, um den Umstieg auf das Fahrrad attraktiver zu gestalten. Sebastian Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Waiblingen, zeigte sich erfreut über die positiven Ergebnisse und betonte die Verbesserung der Situation für Pendler durch die zusätzlichen Angebote.

Auch in Fellbach wurden mehrere Zählstationen der Initiative RadKULTUR errichtet. Dabei wurden tausende Radfahrer erfasst, wobei eine der Stationen insgesamt über 30.000 Fahrten zählte. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigte, dass dieses Jahr mehr als anderthalbmal so viele Menschen mit dem Fahrrad unterwegs waren. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Verkehrsministerium ermöglichte eine schnelle Verbesserung der Radwege und motivierte viele Pendler zum Umstieg auf das Fahrrad.

Um den Umstieg auf das Rad auch in Zukunft attraktiver zu gestalten, wurden im Rahmen der Aktion Bike and Ride-Konzepte erprobt. Diese sollen das Fahrrad besser mit dem Bus- und Bahnverkehr verbinden. Die Stadt Waiblingen richtete während des Aktionszeitraums einen bewachten Fahrradparkplatz im P+R Parkhaus am Bahnhof ein, der von Hunderten von Menschen genutzt wurde. Weitere Radabstellmöglichkeiten sollen in Zukunft geschaffen werden. Auch die Stadt Stuttgart richtete zusätzliche Stellplätze am Bahnhof Bad Cannstatt und am Hauptbahnhof ein. Peter Pätzold, Stuttgarter Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, betonte die Bedeutung sicherer Stellplätze für Fahrräder und kündigte an, das Angebot weiter auszubauen.

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Verkehrsminister Winfried Hermann lobte die Aktion als Paradebeispiel für die Radverkehrsförderung. Er betonte die erfolgreichen Ergebnisse und die Feststellung vieler Menschen, dass Radfahren eine echte Alternative ist.

Die Initiative RadKULTUR fördert seit mehr als zehn Jahren eine moderne und nachhaltige Mobilität in Baden-Württemberg. In Zusammenarbeit mit Kommunen, Unternehmen und einem wachsenden Partnernetzwerk macht sie das Fahrradfahren im Alltag zugänglich und erlebbar. Die Initiative betont die Relevanz des Fahrradfahrens als gesunde und zukunftsfähige Form der Mobilität.

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